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Jetzt eine Lebensversicherung abschließen – lohnt sich das überhaupt?

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Welche Lebensversicherung Sie wählen, hängt von Ihren Zielen ab.
  • VonLarissa Strohbusch
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Eine Lebensversicherung verspricht eine gute Rente und Absicherung für die Familie. Aber in vielen Fällen kostet sie mehr Geld, als sie einbringt.

Eine Lebensversicherung ist ein Klassiker unter den Versicherungen. Sie verspricht vieles: Absicherung im Alter und Schutz für Hinterbliebene, falls der Hauptverdiener stirbt. Aber kann die Lebensversicherung das auch einhalten? Dabei kommt es darauf an, welche Variante gewählt wurde. Und auch, wie alt der Vertrag bereits ist.

Risiko- oder kapitalbildende Lebensversicherung: Diese Möglichkeiten haben Sie

Welche Lebensversicherung Sie wählen, hängt von Ihren Zielen ab. Grundsätzlich haben Sie die Wahl zwischen Risikolebensversicherung und Kapitallebensversicherung. Während eine Risikolebensversicherung darauf abzielt, das Einkommen der Familie zu sichern, fungiert eine Kapitallebensversicherung als private Rentenversicherung. Der Kosten-Nutzen-Faktor unterscheidet sich bei beiden Varianten stark.

Für wen lohnt sich eine Kapitallebensversicherung?

Eine kapitalbildende Lebensversicherung klingt für alle attraktiv, die ihre herkömmliche Rente* aufstocken wollen: Sie zahlen dabei für eine bestimmte Vertragslaufzeit ein und erhalten am Ende entweder ihr angespartes Kapital ausgezahlt oder eine lebenslange monatliche Rente. Zusätzlich zu Ihrem Ersparten bekommen Sie garantierte Zinsen und mit Glück auch einen Gewinn durch Überschüsse. 

Manche Versprechen klingen allerdings besser, als sie in Wirklichkeit sind. So fällt der ausgezahlte Betrag oft geringer aus, als erhofft. Grund: Der Garantiezins ist in den letzten Jahren immer weiter gesunken und liegt nur noch bei 0,9 Prozent. Dem gegenüber stehen oft hohe Kosten. Diese können den Garantiezins sogar übersteigen, sodass Sie am Ende gar weniger rausbekommen, als Sie eingezahlt haben. Und auch die Überschüsse sind nicht garantiert.

Lesen Sie zudem: Wollen Sie wissen, wie hoch Ihre Rente ausfällt? Drei Zahlen verraten es Ihnen.

Kapitallebensversicherung: Kündigen, verkaufen oder durchhalten?

Stiftung Warentest empfiehlt: Schließen Sie keine neuen Verträge zu einer kapitalbildenden Lebensversicherung ab. Was sollen Sie aber mit bestehenden Verträgen machen?

  • Kündigen: Verzichten Sie darauf, Ihren Vertrag vorzeitig zu beenden. In diesem Fall erhalten Sie nur den Rückkaufwert – und zwar Ihre Einzahlungen abzüglich der angefallenen Kosten. Sie machen daher in jedem Fall einen Verlust.
  • Laufen lassen: In den meisten Fällen ist es der beste Weg, den Vertrag laufen zu lassen. Vor allem alte Verträge haben noch vergleichsweise hohe Zinsen, die es mitzunehmen lohnt. Die höchsten Zinsen gibt es bei Verträgen, die zwischen Juli 1994 und Juli 2000 abgeschlossen wurden. Außerdem bringen Verträge nach zwölf Jahren Laufzeit steuerliche Vorteile.
  • Verkaufen: Möchten Sie unbedingt aus Ihrer Versicherung aussteigen, kann es sich lohnen, diese zu verkaufen. Dabei erhalten Sie mehr als den Rückkaufwert. Achten Sie aber unbedingt auf einen seriösen Käufer, der Ihnen den gesamten Betrag sofort auszahlt.

Für wen ist eine Risikolebensversicherung sinnvoll?

Eine Sicherheit fürs Alter bietet sie nicht, dennoch kann eine Risikolebensversicherung sinnvoll sein. Und zwar immer dann, wenn ein Alleinverdiener für eine Familie sorgt. Diese Versicherungen sind verhältnismäßig günstig und garantieren den Hinterbliebenen einen Ausgleich für das wegfallende Gehalt. Der Nachteil ist allerdings: Überlebt der Versicherungsnehmer den Vertrag, geht das Geld verloren. Außerdem bietet diese Versicherung keinen Schutz, wenn das Einkommen aus anderen Gründen, zum Beispiel einer Arbeitsunfähigkeit, wegbricht.

Lesen Sie auch: Spar-Trick: So verbessern Sie Ihre Rente und können dabei kräftig Steuern sparen.

Alternativen zur Lebensversicherung

Eine neue Kapitallebensversicherung lohnt sich aktuell nicht. Auch eine Risikolebensversicherung sollte gut durchdacht werden. Eine Alternative, die deutlich lukrativer ausfallen könnte, wäre hingegen eine fondsgebundene Lebensversicherung oder noch besser: ein Fondssparplan. Diese Möglichkeiten bedeuten zwar mehr Aufwand, da die gewählten Fonds regelmäßig geprüft und unter Umständen ausgetauscht werden müssen. Dafür haben Sie deutlich bessere Chancen auf hohe Gewinne. (lrs) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant: Stiftung Warentest: Das sind die zwölf häufigsten Irrtümer bei der Lebens- und Rentenversicherung.

Das Geld vor dem Euro: Kennen Sie diese EU-Währungen noch?

Pesetas, italienische Lire oder Franc: Jedes europäische Land hatte vor dem Euro eine eigene Währung.
Pesetas, italienische Lire oder Franc: Jedes europäische Land hatte vor dem Euro eine eigene Währung. © pixabay
Die Deutsche Mark, auch DM oder D-Mark genannt, war als Bargeld von 1948 bis Ende 2001 die offizielle Währung der Bundesrepublik Deutschlands. Eine Deutsche Mark war wiederum unterteilt in einhundert Pfennig. Neben Münzen gab es sie auch in fünf- bis tausend-DM-Scheinen. Noch heute sollen Milliarden D-Mark im Umlauf sein. Ein Euro soll heutzutage zwei DM wert sein.
Die Deutsche Mark, auch DM oder D-Mark genannt, war als Bargeld von 1948 bis Ende 2001 die offizielle Währung der Bundesrepublik Deutschlands. Eine Deutsche Mark war wiederum unterteilt in einhundert Pfennig. Neben Münzen gab es sie auch in fünf- bis tausend-DM-Scheinen. Noch heute sollen Milliarden D-Mark im Umlauf sein. Ein Euro soll heutzutage zwei DM wert sein. © pixabay
Die italienische Lira war von 1861 bis zur Einführung des Euro das offizielle Zahlungsmittel Italiens. Sie war zudem auch in den beiden Zwergenstaaten San Marino und Vatikanstadt offizielle Währung. Doch vor 2001 spielten wegen einer anhaltenden Inflation nur noch die Werte 50, 100, 200, 500 und 1.000 Lire eine Rolle im Zahlungsverkehr. Ein Euro beträgt nach heutigem Umrechnungskurs etwa 2.000 Lire.
Die italienische Lira war von 1861 bis zur Einführung des Euro das offizielle Zahlungsmittel Italiens. Sie war zudem auch in den beiden Zwergenstaaten San Marino und Vatikanstadt offizielle Währung. Doch vor 2001 spielten wegen einer anhaltenden Inflation nur noch die Werte 50, 100, 200, 500 und 1.000 Lire eine Rolle im Zahlungsverkehr. Ein Euro beträgt nach heutigem Umrechnungskurs etwa 2.000 Lire. © pixabay
Die griechische Drachme galt von 1831 bis 2001. Sie war das offizielle Zahlungsmittel in Griechenland. Der Name ist bereits seit der Antike geläufig und bezeichnete schon damals eine Gewichts- und Münzeinheit aus Silber. Ihre Untereinheit war das Lepto, 100 davon ergaben eine Drachme. Umgerechnet wäre heutzutage ein Euro circa 340 griechische Drachmen wert.
Die griechische Drachme galt von 1831 bis 2001. Sie war das offizielle Zahlungsmittel in Griechenland. Der Name ist bereits seit der Antike geläufig und bezeichnete schon damals eine Gewichts- und Münzeinheit aus Silber. Ihre Untereinheit war das Lepto, 100 davon ergaben eine Drachme. Umgerechnet wäre heutzutage ein Euro circa 340 griechische Drachmen wert. © pixabay
Der Franc (zu deutsch: Franken) war vor der Einführung des Euro die Währung Frankreichs. Zudem galt er seit 1795 in der Schweiz sowie Belgien, Luxemburg und Monaco und den ehemaligen französischen Kolonien wie dem Kongo, Guinea, Ruanda oder Französisch-Polynesien. Ein Franc war wiederum unterteilt in 100 Centimes. Ein Euro wären etwa 6,5 Franc.
Der Franc (zu deutsch: Franken) war vor der Einführung des Euro die Währung Frankreichs. Zudem galt er seit 1795 in der Schweiz sowie Belgien, Luxemburg und Monaco und den ehemaligen französischen Kolonien wie dem Kongo, Guinea, Ruanda oder Französisch-Polynesien. Ein Franc war wiederum unterteilt in 100 Centimes. Ein Euro wären etwa 6,5 Franc. © pixabay
Die spanischen Peseta (zu deutsch: Peseten) und wurde 1869 in Spanien eingeführt. Sie galt ebenfalls im Pyrenäenstaat Andorra. Der offizielle Umrechnungskurs beträgt heute für einen Euro etwa 165 Pesetas. Laut der spanischen Nationalbank können übrig gebliebene Peseten sogar noch bis zum 31. Dezember 2020 in Euro umgetauscht werden.
Die spanischen Peseta (zu deutsch: Peseten) und wurde 1869 in Spanien eingeführt. Sie galt ebenfalls im Pyrenäenstaat Andorra. Der offizielle Umrechnungskurs beträgt heute für einen Euro etwa 165 Pesetas. Laut der spanischen Nationalbank können übrig gebliebene Peseten sogar noch bis zum 31. Dezember 2020 in Euro umgetauscht werden. © pixabay

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