1. kreisbote-de
  2. Leben
  3. Geld

Sparer aufgepasst: Immer weniger Banken zahlen Zinsen aufs Tagesgeld

Erstellt:

Von: Anne Hund

Kommentare

Eine Frau hält eine Geldbörse mit Banknoten in der Hand.
Keine leichten Zeiten für Sparer. © Monika Skolimowska/dpa

Wie eine aktuelle Auswertung zeigt, zahlen schon vier von fünf Banken gar keine Zinsen mehr aufs Tagesgeld. Erfahren Sie hier mehr über die Ergebnisse.

Im anhaltenden Zinstief haben es Sparer* nicht einfach. Einer Analyse des Vergleichsportals Verivox zufolge zahlen inzwischen 573 Banken und Sparkassen überhaupt keine Zinsen mehr aufs Tagesgeld. Das sei die höchste Zahl, die Verivox bei seinen regelmäßigen Marktauswertungen je erhoben habe, teilte das Unternehmen mit.

573 Banken zahlen laut Analyse null Prozent aufs Tagesgeld

Für die Analyse hat Verivox nach eigenen Angaben die Preisverzeichnisse von 721 Banken und Sparkassen ausgewertet, wie es in der Mitteilung weiter heißt. „Davon bieten 573 Institute einen Tagesgeldzinssatz von 0,00 Prozent – das entspricht einem Anteil von 79 Prozent. Vor gut einem Jahr – im Januar 2020 – lag der Anteil der Nullzins-Banken noch bei 63 Prozent.“

Lesen Sie zudem: So legen Sie den perfekten Sparplan an – und bauen Vermögen auf

Sparer aufgepasst: Immer mehr Nullzinsen

Ausgewertet wurden die angebotenen Tagesgeldzinsen den Angaben zufolge bei einer Anlagesumme von 10.000 Euro. Stand der Erhebung war der Mitteilung zufolge der 5. Februar 2021. Die Zinssätze wurden auf die zweite Nachkommastelle gerundet. „Unter den Nullzins-Angeboten finden sich deshalb auch Tagesgelder mit einem Zinssatz von 0,001 Prozent. Bei dieser Verzinsung würde es 10 Jahre dauern, bis eine Tagesgeldanlage von 10.000 Euro einen Euro Zinsen abwirft.“ Darüber hinaus zahlen der Auswertung zufolge 81 Banken und Sparkassen gerade einmal 0,01 Prozent aufs Tagesgeld.

Lesen Sie zudem: Kleingeld aufs Konto einzahlen? Sparer aufgepasst - es könnte teuer werden

Zinsen vergleichen: Banken mit unterschiedlichen Konditionen

Sparer sollten auf die Konditionen achten und vergleichen. Verbraucher hätten „Alternativen“, wie es in der Mitteilung von Verivox unter anderem heißt: „Top-Banken mit Sitz im europäischen Ausland zahlen 0,45 Prozent auf Tagesgeld. Bei deutschen Anbietern können Sparer bis zu 0,21 Prozent einstreichen. Wer sein Geld für zwei Jahre fest anlegt, erhält bei Banken im europäischen Ausland in der Spitze 1,25 Prozent und bei deutschen Instituten bis zu 0,8 Prozent Zinsen.“ (ahu) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Redaktionsnetzwerks.

Auch interessant: Sparer aufgepasst: Diesen Fehler machen Deutsche mit ihrem Geld - was viele nicht wissen

Auch interessant

Kommentare