Preiserhöhungen

Kaffee, Gemüse, Nudeln: Lebensmittel werden deutlich teurer

Inflation, fehlende Rohstoffe, Ernteausfälle: Im Herbst und Winter kommt eine regelrechte Preisexplosion bei Lebensmitteln auf Verbraucher zu.

Wahrscheinlich haben Sie es auch schon an Ihren Ausgaben gemerkt: Die Preise für Lebensmittel*, aber auch Heizung, Strom und Sprit sind deutlich gestiegen – und auch der vor uns liegende Winter könnte noch teuer werden. Einer der Gründe: die Inflation. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, lag die Inflationsrate für September bei 4,1 Prozent – die höchste Inflationsrate seit 28 Jahren.

Nudeln bis zu 30 Prozent teurer: Drohen leere Supermarktregale?

Von Buitoni bis Albgold: Mehrere deutsche und ausländische Nudelhersteller haben laut Tagesschau Preiserhöhungen von bis zu 30 Prozent angekündigt. Die Gründe liegen vor allem in Ernteausfällen bei Hartweizen: Dürre, Hitze, Überschwemmungen und ein nasser Sommer haben in verschiedenen Ländern zu enormen Ausfällen in wichtigen Anbauregionen geführt. Infolgedessen habe sich der Preis für Hartweizen nach Angaben des Verbands der Getreide-, Mühlen- und Stärkewirtschaft (VGMS) nahezu verdreifacht. Unklar ist aktuell noch, inwiefern Supermärkte die erhöhten Preise an die Kunden weitergeben. Bei Preis-Streitigkeiten zwischen Markenherstellern und Supermarktketten könnte es zudem zu leeren Nudel-Regalen kommen, wie jüngst ein Konflikt zwischen Hersteller Riesa und der Kaufland-Gruppe zeigte: die Regale mit Riesa-Nudeln waren daraufhin leer.

Unser Tipp: Nudeln einfach selber machen. So geht‘s.

Preiserhöhungen stehen laut Chip.de auch bei Fertigpizza und Schokolade bevor. Hier werden die höheren Produktionskosten an Kunden weitergegeben. Wie Welt.de berichtet, sind auch Kaffee und Milch schon teurer geworden, wie Verbraucher im Supermarkt bemerkt haben dürften. Doch eine noch größere Teuerungswelle sei noch zu erwarten.

Obst und Gemüse werden teurer

Auch bei Gemüse und Obst sind Preiserhöhungen zu erwarten und das nicht nur saisonbedingt, wie etwa Tomaten, Gurken und Salat, die im Herbst keine Saison haben und deshalb teurer werden. Auch für typisches Herbst- und Wintergemüse wie Kürbisse und Kohl sind Preiserhöhungen zu erwarten. Landwirte berichten zudem von einer enttäuschenden Kartoffelernte in Folge des Wetters 2021. Das wirkt sich auf die Preise aus.

Lesen Sie auch: Saisonal einkaufen: Dieses Obst und Gemüse sollten Sie im Winter nicht kaufen.

Preiserhöhung bei Eiern: 6 Cent teurer – pro Ei

Ab Januar 2022 sei mit höheren Preise auch für Eier zu rechnen. Dies sei eine Folge des ab 2022 gesetzlich verbotenen Kükenschredderns, die männlichen Küken müssen dann mit aufgezogen werden. Laut Chip wären infolgedessen Preisaufschläge von bis zu 6 Cent möglich – pro Ei. Für eine 10er-Packung Eier würde man dann schon 60 Cent mehr bezahlen. Aber nicht nur für die Einkäufer im Supermarkt haben die höheren Preise Folgen: durch teurere Backzutaten wie Butter, Milch und Eier müssen vermutlich auch Bäckereien ihre Preise für Brot und Co. anziehen. (mad) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © McPHOTO/B. Leitner via www.imago-images.de

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