Siegfried-Teig

Der ideale Teig für herzhaftes Gebäck und Brot: So machen Sie den Bruder vom Hermann-Teig

Kennen Sie schon Siegfried-Teig? Damit lassen sich leckere Brote und Brötchen backen.
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Kennen Sie schon Siegfried-Teig? Damit lassen sich leckere Brote und Brötchen backen.

Wenn Sie Hermann-Teig kennen, dürfen Sie auch das Äquivalent für Brot und Brötchen nicht verpassen. Erfahren Sie hier, wie Sie Siegfried-Teig selber machen.

Hermann-Teig war schon in den 1980ern ein Hit und wurde gerne weitergereicht: Denn der Sauerteig, den man selbst ansetzen und vermehren kann, lässt sich prima weiterverschenken. Aus Hermann-Teig macht man üblicherweise Kuchen wie den Hermann-Kuchen* und süßes Gebäck. Wenn man hingegen lieber etwas Herzhaftes backen will wie Brötchen oder Brot, dann gibt es praktischerweise den Bruder vom Hermann: den Siegfried-Teig. Der Ansatz für den Teig wird erstmal ähnlich wie der Hermann-Teig hergestellt, der Unterschied liegt dann darin, dass er mit sehr wenig Zucker weiter aufgezogen wird. Dadurch schmeckt der fertige Siegfried nicht süß, sondern angenehm säuerlich – eben perfekt für herzhaftes Gebäck.

Siegfried-Teig für Brot, Brötchen und herzhaftes Gebäck: Die Zutaten

Für den Teigansatz:

  • 100 g Dinkel- oder Weizenmehl
  • 1 EL Zucker
  • 1/4 Würfel frische Hefe oder 1/2 Päckchen Trockenhefe
  • 150 ml lauwarmes Wasser

1. Füttern:

  • 100 g Mehl
  • 2 EL Zucker
  • 150 ml Wasser

2. Füttern:

  • 100 g Mehl
  • 2 EL Zucker
  • 150 ml Wasser

Wichtig

Sie sollten keine Gegenstände aus Metall (Schüssel, Löffel) bei der Zubereitung von Siegfried-Teig benutzen, das mag er nicht! Verwenden Sie stattdessen eine Schüssel aus Glas oder Plastik mit Deckel sowie einen Rührlöffel aus Holz oder Plastik.

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So machen Sie den Siegfried-Teig

  1. Geben Sie Mehl, Zucker und Hefe in die Schüssel und vermischen Sie alles.
  2. Gießen Sie das Wasser hinzu und rühren Sie so lange, bis ein glatter, dickflüssiger Teig entstanden ist.
  3. Decken Sie die Schüssel mit einem Deckel ab – aber nicht luftdicht verschließen, damit die Gase noch entweichen können.
  4. Lassen Sie den Siegfried-Teig zwei Tage bei Raumtemperatur stehen. Öffnen Sie während dieser Zeit zwei- bis dreimal die Schüssel und rühren Sie den Teigansatz um.
  5. Danach lassen Sie den Teigansatz einen Tag im Kühlschrank ruhen.
  6. Die weitere Pflege vom Siegfried-Teig verläuft in einem Rhythmus von 10 Tagen und beinhaltet vor allem umrühren und füttern. Gehen Sie wie folgt vor:
Tag 1ruhen lassen
Tag 2umrühren
Tag 3umrühren
Tag 4umrühren
Tag 5Füttern mit Mehl, Zucker und Wasser, glattrühren
Tag 6umrühren
Tag 7umrühren
Tag 8umrühren
Tag 9umrühren
Tag 19Füttern mit Mehl, Zucker und Wasser, glattrühren

Jetzt können Sie den Siegfried-Teig in drei gleiche Portionen teilen. Eine davon können Sie weiter pflegen (sprich, wieder ab dem 1. Tag beginnen), eine Portion weiterverschenken oder einfrieren und eine zu einem leckeren Brot oder Gebäck verarbeiten, zum Beispiel Quiches oder Blechkuchen. Sauerteig ist übrigens nicht nur in der Küche nützlich, sondern auch im Garten.* Wie Sie ein leckeres Siegfried-Brot mit dem Sauerteig backen, erfahren Sie hier.

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Rezept für Siegfried-Brot: Mit diesen Zutaten gelingt es

  • 1 Portion Siegfried-Teig (200 g)
  • 500 g Dinkelvollkornmehl
  • ½ Würfel frische Hefe oder 1 Päckchen Trockenhefe
  • 1 TL Zucker
  • 1-2 TL Salz
  • 300 ml lauwarmes Wasser

So backen Sie das einfache Siegfried-Brot

  1. Mischen Sie Mehl, Zucker, Salz und ggf. Trockenhefe in einer Schüssel. Wenn Sie frische Hefe verwenden, lösen Sie diese zuerst im lauwarmen Wasser auf.
  2. Geben Sie den Siegfried-Teig dazu und verkneten Sie alle Zutaten, bis ein elastischer Teig entsteht.
  3. Decken Sie die Schüssel mit einem sauberen Küchentuch ab und lassen Sie ihn an einem warmen Ort gehen, bis sich das Volumen ungefähr verdoppelt hat.
  4. Kneten Sie dann den Teig für mindestens fünf Minuten. Formen Sie einen Brotlaib und setzen Sie ihn auf ein bemehltes Backblech. Lassen Sie den Teig nochmal 20 Minuten gehen. Pinseln Sie ihn jetzt mit Wasser ein und bestäuben ihn mit Mehl.
  5. Heizen Sie den Backofen auf 250 °C Ober-/Unterhitze vor. Backen Sie das Brot zuerst etwa 5 Minuten lang im Ofen. Dann ziehen Sie es heraus und ritzen es mit einem scharfen Messer mehrfach schräg oder kreuzweise ein.
  6. Dann schieben Sie das Brot wieder in den Ofen, reduzieren die Temperatur auf 180 °C und backen es für weitere 30 Minuten.

Kennen Sie schon den Trick, ein feuerfestes Schälchen mit Wasser auf den Ofen-Boden zu stellen? Dadurch wird das Brot extra knusprig und lecker. (mad)*Merkur.de und 24garten.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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