Stiftung Warentest

Rotkohl im Test: Tiefkühl-Produkt oder Rotkohl aus dem Glas – was schmeckt besser?

Stiftung Warentest hat 27 Rotkohl-Produkte einer Prüfung unterzogen: Welches konnte überzeugen? Rotkohl im Glas oder tiefgekühlt? Hier erfahren Sie es.

Rotkohl ist ein typisches Wintergemüse*, das uns auch in der kalten Jahreszeit mit Vitamin C versorgt. Es kommt bei fast allen Deutschen zu Weihnachten auf den Tisch, denn es ist ein Klassiker zum Gänse- oder Entenbraten mit Klößen. Je nach Region gibt es auch verschiedene Bezeichnungen für die Beilage: In Nord-Deutschland kennt man es als Rotkohl, in süddeutschen Regionen als Blaukraut, dann gibt es auch noch den Namen Rotkraut und im Rheinland „Kappes“. Während man Rotkohl auch selbst machen kann, bevorzugen viele die fertige Variante aus dem Supermarkt, die es im Glas, im Beutel, in der Dose oder als Tiefkühl-Ware zu kaufen gibt.

Stiftung Warentest untersucht 27 Rotkohl-Produkte

Stiftung Warentest hat insgesamt 27 Fertig-Rotkohle getestet, darunter 11 klassische und 16 Apfelrotkohle. Sie wurden verkostet und im Labor untersucht. Zu den Herstellern gehören unter anderem Produkte aus dem Glas von HAK, Spreewaldhof und Kühne sowie Rotkohle aus der Tiefkühltruhe, zum Beispiel von Bofrost, Eismann und Iglo. Auch sechs Bio-Produkte, wie von Alnatura und Ökoland, wurden dem Test unterzogen. Die Preisunterschiede bewegen sich zwischen 8 und 57 Cent pro 100 Gramm Rotkohl.

Getestet wurde durch fünf geschulte Prüfer, die Rotkohle wurden gemäß Packungsanleitung zubereitet. Erfasst wurden dann Aussehen, Geruch, Geschmack sowie Konsistenz/Mundgefühl der Produkte.

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Rotkohl im Geschmackstest: Welches Produkt kann überzeugen?

Laut Stiftung Warentest gibt es große Unterschiede im Geschmack. Die Ergebnisse reichen von „ausreichend“ bis „gut“. Als beste Rotkohle werden diejenigen bewertet, die aromatisch, ausgewogen und komplex-würzig (nach Nelke oder Zimt) schmecken. Dominant nach Essig schmeckende Produkte schnitten vergleichsweise schlecht ab. Alle getesteten Produkte sind übrigens gesüßt, aber keines fällt durch übermäßig viel Zucker aus dem Rahmen.

Am schlechtesten bewerteten die Verkoster den Apfelrotkohl von Penny: „Er ist braun­stichig, schmeckt erdig-dumpf, dominant essig­säuerlich und leicht strohig – wenig appetitlich.“ Ebenfalls auffällig: Einige Rotkohl-Produkte schmücken sich mit dem Zusatz „Delikatess“ im Namen. Ein Zusammenhang mit hoher Qualität konnte im Test aber nicht nachgewiesen werden.

Rotkohl im Glas, in der Dose, im Beutel oder tiefgekühlt: Tiefkühl-Rotkohl ist Testsieger

Die gute Nachricht: In keinem getesteten Produkt wurden kritische Stoffe, etwa Pestizide oder Nitrat, gefunden. Auch die Gehalte an Blei und Aluminium waren unauffällig. Im Test konnte allgemein tiefgekühlter Rotkohl mehr überzeugen als die ungekühlten Produkte in Gläsern, Dosen oder Beuteln. Auch der Vitamin-C-Gehalt war im Tiefkühlprodukt noch vorhanden, während er in den meisten Standbodenbeuteln fast nicht mehr aufzufinden war.

Als am schmackhaftesten wurden die tiefgekühlten Apfelrotkohle von Iglo, Edeka und Eismann bewertet. Allerdings kommt kein Produkt auf die Note „Sehr gut“, sondern höchstens „Gut“. Der beste Apfelrotkohl im Glas kommt laut Stiftung Warentest von HAK. Als Fazit berichtet Stiftung Warentest: „Rotkohl aus dem Glas oder Beutel ist selten ein Genuss.  Jeder zweite schmeckte dominant nach Essig, besonders bei Aldi Nord, Edeka, Netto Marken-Discount und Rewe.“

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Überblick: Die besten Rotkohl-Produkte im Stiftung-Warentest-Vergleich

ProduktMittlerer LadenpreisNote
Iglo – Apfel-Rotkohl1,79 EuroGut (1,7)
Edeka – Apfelrotkohl mit 7% Apfelstückchen0,97 EuroGut (1,9)
Bofrost – Apfel-Rotkohl5,65 EuroGut (2,0)
Eismann – Apfelrotkohl 9,80 EuroGut (2,0)

(mad) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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Quelle: Stiftung Warentest

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