Tricks aus der Suppenküche

Suppen-SOS: So machen Sie ärgerliche Fehler beim Suppe kochen ungeschehen 

Winterzeit ist Suppenzeit! Beim Suppe kochen können aber schnell kleine Fehler passieren: versalzen, zu dünn, zu fettig ... Hier gibt es Tricks zur Rettung Ihrer Suppe.

Kartoffelsuppe*, Hühnersuppe, Nudelsuppe ... Es gibt so viele verschiedene Suppen-Rezepte auf der Welt. Gehören Sie zur Fraktion Suppenkasper, die gar keine Suppe als Mahlzeit mag, oder doch eher zu den Suppenliebhabern, die gar nicht genug von der Vielfalt an Rezepten bekommen und am liebsten ständig neue Suppen ausprobieren würden? In letzterem Fall ist Ihnen bei der Zubereitung sicher auch schon mal der eine oder andere kleine Fehler unterlaufen. Aber nicht verzagen! Für (fast) jeden Suppen-Fehler gibt es eine Lösung, um das Gericht zu retten.

Die Suppe ist zu salzig: Tipps zur Rettung versalzener Suppen

„Ist die Suppe versalzen, ist der Koch verliebt.“, sagt man laut einer deutschen Redewendung. Schön und gut – aber niemand möchte eine versalzene Suppe essen. Damit Ihnen der Fehler mit zu viel Salz gar nicht erst passiert, achten Sie darauf, zuerst nur wenig zu salzen: Da Suppe einkocht, wird sie im Kochverlauf salziger. Lieber nachwürzen als versalzen!

Wenn Ihnen dennoch beim Suppekochen der Salzstreuer aus der Hand rutscht, können Sie wie folgt Last-Minute-Abhilfe schaffen:

  • Geben Sie Wasser, Sahne oder Milch hinzu. Aber: Je mehr Flüssigkeit hinzugegeben wird, desto weniger aromatisch schmeckt die Suppe.
  • Auch Milchprodukte wie Frischkäse, Crème fraîche oder Naturjoghurt können den Salzgeschmack neutralisieren.
  • Oder reiben Sie eine geschälte, rohe Kartoffel hinein und kochen Sie die Suppe nochmal auf.

Lesen Sie auch: Blitzrezept: So kochen Sie Hühnersuppe in nur 30 Minuten.

Die Suppe ist zu dünn: Eindicken mit diesen cleveren Tricks

Dünne Suppen sind manchmal gewünscht – in anderen Fällen aber wünscht man sich ein dickflüssigeres, cremiges Ergebnis. Cremesuppen stellt man klassischerweise mit einem Schuss Sahne oder Milch her. Aber auch andere Tricks funktionieren gut:

  • Wenn Sie eine cremige Gemüsesuppe kochen wollen, greifen Sie zu mehlig kochenden Kartoffeln. Diese kochen Sie zusammen mit dem Gemüse weich und pürieren alles. Die Kartoffeln sorgen für eine gute Bindung und eine schön sämige Konsistenz.
  • Wenn Ihnen erst am Ende der Kochzeit auffällt, dass die Suppe zu dünn geraten ist: Rühren Sie ein paar Fertig-Kartoffelpüree-Flocken ein. Pro Liter Suppe etwa 3 EL Püreeflocken.
  • Ein Klassiker ist auch Speisestärke: Rühren Sie diese mit etwas Wasser an und geben Sie die Mischung zur heißen Suppe.
  • Wenn die Einlage schon in der Suppe war, müssen Sie das Gemüse oder Fleisch wieder herausnehmen und die Suppe einkochen, damit sie dicker wird.

Die Suppe ist zu scharf: Schärfe mildern durch Strecken

Wenn die Suppe zu scharf gewürzt ist, können Sie zu ähnlichen Maßnahmen wie bei zu salziger Suppe greifen. Strecken Sie die Suppe mit Flüssigkeit: bei klaren Suppen mit Wasser, bei cremigen Suppen mit Milch oder Sahne. Geben Sie aber nur kleine Mengen nach und nach hinzu und probieren Sie, damit am Ende nicht die ganze Würze verloren geht.

Wenn es sich um zu viel verwendetes Chili handelt, können Sie auch mit einer Tasse Öl Abhilfe schaffen: Rühren Sie die Suppe um und warten Sie, bis sich das Öl wieder an der Oberfläche gesammelt hat. Schöpfen Sie das Öl ab – das Capsaicin in Chilis ist fettlöslich und kann zusammen mit dem Öl entsorgt werden.

Auch lecker: Mit dieser einfachen Geheimzutat wird Tomatensuppe besonders lecker.

Die Suppe ist zu fettig: unschöne Fettaugen einfach entfernen

Wenn die Suppe oder Bouillon zu fettig geraten ist, können Sie versuchen, ein Küchenpapier oder eine Papierserviette zu einem Viereck zu falten und über die Suppe zu ziehen, damit sie das Fett aufsaugt. Alternativ stellen Sie die Suppe in den Kühlschrank: Nach ein paar Stunden setzt sich das Fett an der Oberfläche ab, dann können Sie es einfach abschöpfen. Letztere Methode eignet sich natürlich nicht, wenn die Suppe zum sofortigen Verzehr gedacht war. Wie Sie außerdem schnell Fettaugen aus der Suppe entfernen können, erfahren Sie hier.

Suppen schön anrichten

Das Auge isst bekanntlich mit. Richten Sie Ihre Suppe deshalb in schönen Suppenschüsseln an! Die Schalen von KIVY (werblicher Link) in weiß sind schlicht gehalten, aber durch die Diamantstruktur dennoch ein besonderer Anblick.

Klare Suppen: Ideen für leckere Suppeneinlagen

Je nach Suppen-Rezept wird Ihr Gericht durch eine Einlage noch leckerer und sättigend. Gerade für klare Suppen und Brühen eignen sich zum Beispiel:

  • Croûtons
  • Eierstich
  • Pfannkuchenstreifen (für Flädlesuppe)
  • Reis
  • Grießnocken

(mad) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Weiterlesen: Warum Kartoffelwasser viel zu schade für den Abfluss ist: nicht weggießen.

Acht Fehler beim Nudeln kochen, die fast jeder macht – auch Sie?

Was, zwei Liter Wasser für eine Single-Portion Nudeln? Ja! Nudeln sollten vollständig von Wasser bedeckt sein. Sonst gibt es Nudel-Klump. Faustregel: Ein Liter auf 100 Gramm Nudeln.
Was, zwei Liter Wasser für eine Single-Portion Nudeln? Ja! Nudeln sollten vollständig von Wasser bedeckt sein. Sonst gibt es Nudel-Klump. Faustregel: Ein Liter auf 100 Gramm Nudeln. © Pixabay
Das Wasser muss kochen. Erst dann kommen die Nudeln dazu.
Das Wasser muss kochen. Erst dann kommen die Nudeln dazu. © Pixabay
Faustregel: Breite Nudeln passen zu schweren, stückigen Soßen wie Bolognese – feine Nudeln zu leichten Soßen.
Faustregel: Breite Nudeln passen zu schweren, stückigen Soßen wie Bolognese – feine Nudeln zu leichten Soßen. © Pixabay
Kippen Sie auch einen Schluck Olivenöl ins Wasser, damit die Spaghetti nicht aneinanderkleben? Ganz schlecht, denn das Öl verklebt die Oberfläche der Nudeln, so dass sie die Soße nicht mehr richtig aufnehmen können. Besser: Etwas Kochwasser in die Schüssel – oder Nudeln gleich mit der Sauce vermischen.
Kippen Sie auch einen Schluck Olivenöl ins Wasser, damit die Spaghetti nicht aneinanderkleben? Ganz schlecht, denn das Öl verklebt die Oberfläche der Nudeln, so dass sie die Soße nicht mehr richtig aufnehmen können. Besser: Etwas Kochwasser in die Schüssel – oder Nudeln gleich mit der Sauce vermischen. © Pixabay
Mit Salz sollte man sparsam umgehen – aber nicht beim Nudelnkochen. Denn nur ein kleiner Teil des Salz kommt auch in der Nudel an. Ein Teelöffel pro Liter sollte es schon sein.
Mit Salz sollte man sparsam umgehen – aber nicht beim Nudelnkochen. Denn nur ein kleiner Teil des Salz kommt auch in der Nudel an. Ein Teelöffel pro Liter sollte es schon sein. © Pixabay
Nudeln brauchen wirklich nicht viel Aufmerksamkeit. Aber zwei, drei Mal rühren zwischendurch tut ihnen gut. Es verhindert, dass sie zusammenkleben.
Nudeln brauchen wirklich nicht viel Aufmerksamkeit. Aber zwei, drei Mal rühren zwischendurch tut ihnen gut. Es verhindert, dass sie zusammenkleben. © Pixabay
Die Nudeln sind fertig, doch wo ist jetzt das Nudelsieb? Während Sie in der Schublade kramen, werden die Spaghetti labberig – das war’s dann mit al dente.
Die Nudeln sind fertig, doch wo ist jetzt das Nudelsieb? Während Sie in der Schublade kramen, werden die Spaghetti labberig – das war’s dann mit al dente. © Pixabay
Schreck lass nach – die kalte Dusche bei Abschrecken spült die Stärke von den Nudeln. So kann die Soße nicht mehr an ihnen haften.
Schreck lass nach – die kalte Dusche bei Abschrecken spült die Stärke von den Nudeln. So kann die Soße nicht mehr an ihnen haften. © Pixabay

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