Angst erzeugt Schwindel

Anfallsartiger Schwindel mit meist tieffrequentem Tinnitus und einem schwankenden Hörverlust kennzeichnen die Menièresche Erkrankung.

Diese wird in Industrienationen mit einer Häufigkeit um 1:1 000 geschätzt. Stellt sich das als oft existentiell bedrohlich erlebte Schwindel-Ereignis öfters ein, so kann die Angst vor dem Schwindel so groß werden, dass sie selbst als Unsicherheit und Schwindel empfunden und damit zu einer eigenen Krankheitskomponente wird. Oft macht sich dann ein „ständiges“ Schwindelgefühl, ein „psychogener Schwindel“ bemerkbar. Diese oft stufenlosen Übergänge zwischen organisch bedingtem und (reaktivem) psychogenem Schwindel machen die Menièresche Erkrankung zu einem der vielgestaltigsten Schwindelphänomene, die einer besonderen Betrachtung sowohl hinsichtlich der Diagnose wie auch der Therapie bedarf.

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