Arthritis erhöht Schlaganfall-Risiko

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Arthritis-Patienten haben ein höheres Schlaganfall-Risiko.

Über 800.000 Deutsche leiden an einer entzündlichen-rheumatischen Erkrankung. Jetzt haben Wissenschaftler festgestellt, dass Arthritis-Patienten auch ein erhöhtes Schlaganfall-Risiko haben.  

Das Risiko, Vorhofflimmern zu entwickeln und einen Schlaganfall zu erleiden, ist bei Menschen mit Rheumatoider Arthritis (RA) deutlich erhöht. Der Berufsverband Deutscher Rheumatologen (BDRh) verweist auf eine entsprechende dänische Studie und spricht sich dafür aus, bei RA-Patienten regelmäßig zu überprüfen, ob Vorhofflimmern vorliegt. Dass Menschen mit einer chronischen Gelenkentzündung ein erhöhtes Herzinfarktrisiko haben, ist bereits aus verschiedenen Untersuchungen bekannt.

Diese sieben Promis erlitten einen Schlaganfall

Bab-Star Wolfgang Niedecken 
Bab-Star Wolfgang Niedecken ist wieder auf der Bühne. Seit dem 3. Mai 2012 ist der Frontman mit seiner Band BAP auf Tour "Volles Programm - Tour 2012".  Im November 2011 bangte die Nation um den Sänger: Schlaganfall - ein Blutgerinsel war in Richtung Gehirn gewandert und hatte ihn in Lebensgefahr gebracht. © dpa
Gaby Köster
TV-Ulknudel Gaby Köster ("Ritas Welt") war plötzlich lange von der Bildfläche verschwunden. Im Januar 2008 hatte Köster einen Schlaganfall erlitten, der ihre linke Körperhälfte lähmte. Über ihre Krankheit hat sie das Buch "Ein Schnupfen hätte auch gereicht – Meine zweite Chance" geschreiben. Jetzt kommt die TV-Komikerin in der neuen RTL-Show "RTL Comedy Woche" zurück auf die Mattscheibe. © dpa
Horst Lichter
Fernsehkoch Horst Lichter ist bei seinen Zuschauern nicht nur für seine wundervollen Gerichte bekannt, sondern auch für seine ansteckende Lebensfreude. Doch auch er hat schwere Zeiten hinter sich. Wie er im Jahr 2008 in einem Interview erzählte, hatte er jeweils im Alter von 26 und 28 Jahren einen Schlaganfall. Er soll dabei sogar ein Nahtod-Erlebnis gehabt haben, sagte Lichter. © dpa
Jean-Paul Belmondo
Während seines Urlaubs auf der Insel Korsika im Jahr 2001 erleidet der französische Schauspieler Jean-Paul Belmondo einen Schlaganfall. Sein Zustand ist kritisch. Nach einer langen Rehabilitation erholt sich "Bébel" aber wieder. Seinen jüngsten Auftritt in Deutschland hatte die Film-Legende als Zuschauer beim Boxkampf zwischen Jean-Marc Mormeck und Wladimir Klitschko in Düsseldorf. © dpa
Der deutsche Theaterschauspieler Michael Hinz war vielen auch als Serien-Darsteller bekannt. Er spielte in Krimi-Reihen wie "Der Kommissar", "Derrick" oder "SOKO 5113". Im November 2008 starb der 68-jährige Schauspieler an den Folgen eines Schlaganfalls in einer Münchner Klinik.   © dpa
Peter Struck
Während seiner Amtszeit als Verteidigungsminister erlitt Peter Struck im Jahr 2004 einen Schlaganfall. Nach einer zehnwöchigen Arbeitspause nahm er allerdings wieder seine politische Arbeit auf. Dabei wirkte Struck aber dünner und schwächer. Gesprächspartner berichteten zudem von leichten Sprachstörungen. Nach den Bundestagswahlen und dem Regierungswechsel im Jahr 2005 schied er aus seinem Amt aus. © dpa
Sängerin Michelle
Es war nur eine Minute bis zu ihrem Konzert in Wuppertal, als Sängerin Michelle sich plötzlich schwach fühlte und ihre Lippen taub wurden. Schnell wurde sie mit Lähmungserscheinungen ins Klinikum Barmen gebracht. Dort stellten die Ärzte bei der 31-Jährigen die Diagnose "Schlaganfall" fest. Doch Michelle erholte sich schnell und stand schon wenig später wieder in Cottbus auf der Bühne.  © dpa

Für die im Frühjahr im Fachblatt „British Medical Journal“ veröffentlichte Studie wurden die Daten von mehr als RA-Patienten ausgewertet. Im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung war bei ihnen das Risiko für Vorhofflimmern um 40 Prozent erhöht, das für Schlaganfälle um 30 Prozent. Betroffene Patienten sollten sich regelmäßig auf mögliche Erkrankungen ihres Herzens untersuchen lassen, empfiehlt der BDRh-Vorsitzende Edmund Edelmann. „Nur wenn diese rechtzeitig behandelt werden, lassen sich herzbedingte Todesfälle womöglich verhindern.“

Auch kardiovaskuläre Risikofaktoren - Rauchen, erhöhte Blutfettwerte, Bluthochdruck, Diabetes und Übergewicht - sollten so gering wie möglich gehalten werden.

Rheumatoide Arthritis ist eine entzündlich-rheumatische Erkrankung. In Deutschland leiden daran schätzungsweise 800.000 Menschen, Frauen sind deutlich stärker betroffen als Männer.

dapd

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