Das kann jeder umsetzen

So beugen Sie Arteriosklerose und damit einem Herzinfarkt am besten vor

Darum hält Nordic Walking durch das Herbstlaub Ihr Herz gesund.
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Darum hält Nordic Walking durch das Herbstlaub Ihr Herz gesund.
Eine Angioplastie kann helfen, verschlossene Gefäße wieder zu erweitern, damit das Blut normal fließen kann. Foto: Franziska Gabbert
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Eine Angioplastie kann helfen, verschlossene Gefäße wieder zu erweitern, damit das Blut normal fließen kann. Foto: Franziska Gabbert
Menschen mit Gefäßverkalkung dürfen zwei Eier in verarbeiteter Form pro Woche essen. Foto: Franziska Gabbert
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Menschen mit Gefäßverkalkung dürfen zwei Eier in verarbeiteter Form pro Woche essen. Foto: Franziska Gabbert
Komplett auf Eier verzichten müssen Menschen mit Arteriosklerose nicht: Drei pro Woche sind in Ordnung. Foto: Franziska gabbert
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Komplett auf Eier verzichten müssen Menschen mit Arteriosklerose nicht: Drei pro Woche sind in Ordnung. Foto: Franziska gabbert
Prof. Ernst Weigang ist Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie und Endovaskuläre Therapie am Evangelischen Krankenhaus Hubertus in Berlin. Foto: Martin Thomas/Paul Gerhardt Diakonie/dpa-tmn
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Prof. Ernst Weigang ist Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie und Endovaskuläre Therapie am Evangelischen Krankenhaus Hubertus in Berlin. Foto: Martin Thomas/Paul Gerhardt Diakonie/dpa-tmn
Rita Rausch ist Ernährungsberaterin bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Foto: Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V./dpa-tmn
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Rita Rausch ist Ernährungsberaterin bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Foto: Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V./dpa-tmn

An den Folgen von Arteriosklerose sterben so viele Europäer wie an keiner anderen Erkrankung. Ist das Herz erstmal betroffen, helfen Medikamente. Am besten lassen Sie es erst gar nicht so weit kommen.

Ständig zirkuliert das Blut durch den Körper. Es versorgt Organe wie Muskeln, aber auch das Gewebe mit lebenswichtigen Nährstoffen. Doch nicht alles, was sich im Blut befindet, tut dem Körper gut. Zu viel Fett und Kalk können sich mit der Zeit dauerhaft in den Gefäßwänden ablagern. Die Gefäße verkalken, heißt es umgangssprachlich. Medizinisch ist von Arteriosklerose die Rede.

Oft jahrelang unerkannt, kann Herzinfarkt die Folge von Arteriosklerose sein

Arteriosklerose ist eine chronische Erkrankung. "Sie darf keinesfalls unterschätzt werden", sagt Prof. Ernst Weigang, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie und Endovaskuläre Therapie am Evangelischen Krankenhaus Hubertus in Berlin. Weil die Gefäßwände starrer und dicker und somit enger werden, kann das Blut nicht mehr frei fließen. Die Blutmenge, die zum Herzmuskel fließt, nimmt ab. Der Herzmuskel wird nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Daraus kann sich ein Herzinfarkt entwickeln.

Das Tückische: "Oft merken Betroffene über Jahre hinweg nichts von einer Arteriosklerose", erklärt Weigang. Wie genau es zu der Verkalkung kommt? Ärzte vermuten heute, dass sich die Gefäßwand entzündet oder verletzt wird und die Einlagerungen von Fetten und Kalk erst dadurch möglich werden. Unklar ist aber, was konkret die Entzündung oder Verletzung verursacht.

Einfach mal die Treppe nehmen? Wie das Herz gesund bleibt.

Arteriosklerose und somit Herzinfarkt und Schlaganfall vorbeugen

Bekannt ist dagegen, was Arteriosklerose begünstigt: zu viel und zu fetthaltiges Essen, zu wenig Bewegung, ein erhöhter Blutdruck und Blutzucker sowie Rauchen. Solange die Krankheit still voranschreitet, bemerken die Betroffenen nichts. Die Ablagerungen können sich aber von der Gefäßwand lösen. Mit Blutgerinnseln verklumpen sie dann zu einem Propf, der eine Arterie verstopft. Es droht ein Herzinfarkt oder ein Schlaganfall. Die Hälfte der Todesfälle in Europa geht laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf solche Folgeerkrankungen der Arteriosklerose zurück.

Ein Arzneimittel, das direkt gegen Arteriosklerose wirkt, gibt es zwar nicht, sagt Ursula Sellerberg von der Bundesapothekerkammer. Die Erkrankung kann aber zum Beispiel mit Blutverdünnern behandelt werden. Sie verhindern, dass sich Blutgerinnsel bilden. Sind die Cholesterin-Werte erhöht, dann können Fettsenker dazu beitragen, dass die Werte des schädlichen LDL-Cholesterins gesenkt werden.

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Viel Obst und Gemüse gegen Arteriosklerose

"Wer übergewichtig ist, sollte unbedingt abnehmen", rät die Ernährungsberaterin Rita Rausch von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz in Mainz. Eine reduzierte Kalorienzufuhr mit mäßigem Fettanteil kann dazu beitragen, dass das Risiko für einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall sinkt. Das heißt aber nicht, dass Menschen mit Arteriosklerose komplett auf Fett oder Eier verzichten müssen. "Drei Eier pro Woche, davon zwei in verarbeiteter Form, sind in Ordnung."

Wichtig ist eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten sowie regelmäßige Bewegung. "Für bereits Erkrankte gibt es vielerorts sogenannte Gefäßsportgruppen", erklärt Weigang. Dort werden spezielle Übungen gezeigt, die zu einer besseren Durchblutung beitragen.

Liste mit Gefäßsportgruppen der Deutschen Gefäßliga

Mehr zum Thema Herzgesundheit: Bluthochdruck? Diese Falte am Ohr zeigt, wie gesund Ihr Herz ist.

dpa

Wie gesund ist die nordische Diät?

Ein Klassiker der nordischen Küche: Matjesfilets. Foto: Christin Klose
Ein Klassiker der nordischen Küche: Matjesfilets. Foto: Christin Klose © Christin Klose
Wer sich gesund ernähren will, muss nicht unbedingt in die Ferne schweifen. Auch was im eigenen Garten wächst, kann sehr gesund sein. Ein Beispiel sind Blaubeeren. Foto: Christin Klose
Wer sich gesund ernähren will, muss nicht unbedingt in die Ferne schweifen. Auch was im eigenen Garten wächst, kann sehr gesund sein. Ein Beispiel sind Blaubeeren. Foto: Christin Klose © Christin Klose
Beeren wie Holunder gehören ebenso zur nordischen Diät wie einheimisches Wurzelgemüse. Foto: Mascha Brichta
Beeren wie Holunder gehören ebenso zur nordischen Diät wie einheimisches Wurzelgemüse. Foto: Mascha Brichta © Mascha Brichta
Prof. Dr. Matthias Schulze ist Leiter der Abteilung Molekulare Epidemiologie am Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam – Rehbrücke (DIfE). Foto: Till Budde/DIfE
Prof. Dr. Matthias Schulze ist Leiter der Abteilung Molekulare Epidemiologie am Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam – Rehbrücke (DIfE). Foto: Till Budde/DIfE © Till Budde
Fisch ist sowohl in der Mittelmeerküche als auch in der nordischen Küche zuhause. Foto: Roman Märzinger/Westend61
Fisch ist sowohl in der Mittelmeerküche als auch in der nordischen Küche zuhause. Foto: Roman Märzinger/Westend61 © Roman Märzinger

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