Billig-Brustimplantate: Gegenoffensive

Paris/Washingtion - Im Skandal um den weltweiten Verkauf Hunderttausender Billig-Brustimplantate geht der beschuldigte Franzose Jean-Claude Mas in die Offensive.

Über seinen Anwalt gab der Gründer des Unternehmens PIP zu, dass er für die Produktion von Prothesen nicht zugelassenes Silikon verwenden ließ. Von dem eingesetzten Kunststoff gehe allerdings keine besondere Gefahr für die Gesundheit aus, ließ Mas erklären. Alle Silikongele könnten im Körper zu Irritationen führen, sagte Verteidiger Yves Haddad der französischen Nachrichtenagentur AFP. Vorwürfe über eine hohe Reißanfälligkeit der Implantate seien nicht belegt.

Seit in Frankreich neun Krebsfälle nach Implantat-Defekten bekanntwurden, sorgen sich weltweit Zehntausende Frauen um ihre Gesundheit. In einer beispiellosen Aktion hatte das französische Gesundheitsministerium Ende vergangener Woche 30 000 Französinnen eine vorsorgliche Entfernung der minderwertigen Implantate empfohlen - auch wenn die Regierung bislang keine Gefahr eines erhöhten Tumorrisikos sieht.

dpa

Auch interessant

Meistgelesen

Mann spritzte sich eigenen Samen gegen Rückenschmerzen - das sagen Ärzte zur "speziellen" Therapie
Mann spritzte sich eigenen Samen gegen Rückenschmerzen - das sagen Ärzte zur "speziellen" Therapie
Fatale Suchtwelle in den USA: Deshalb könnte die Schmerzmittel-Krise auch uns erreichen
Fatale Suchtwelle in den USA: Deshalb könnte die Schmerzmittel-Krise auch uns erreichen
Statt Kaffee: Warum Sie auf folgendes Getränk umsteigen sollten 
Statt Kaffee: Warum Sie auf folgendes Getränk umsteigen sollten 
Mit diesem alten Soldatentrick schlummern Sie in nur zwei Minuten ein
Mit diesem alten Soldatentrick schlummern Sie in nur zwei Minuten ein

Kommentare