Tennisarm: Spritzen zeigen wenig Wirkung

Kortison, Botox oder Hyaluronsäure - was hilft bei einem sogenannten Tennisarm? Dänische Wissenschaftler haben jetzt untersucht, ob die Spritzen wirklich helfen. Das Ergebnis verblüfft.

Schmerzen im Ellebogen können quälend sein. Seit den 50er Jahren injezieren Orthopäden bei einem Tennisarm in vielen Fällen Kortison. Der wohl bekannteste Effekt dieses Medikaments ist die Hemmung von Entzündungssymptomen. Doch mittlerweile gibt es auch andere neue Mittel zum Spritzen, wie Eigenblut, Hyaluronsäure, Botulinumtoxin, Plasma. 

In einer Meta-Studie haben jetzt dänische Forscher um Dr. Thøger Persson Krogh von der Uniklinik Kopenhagen acht verschiedenen Therapien untersucht. Das Fazit: Eine Injektionstherapie bei Epicondylitis radialis humeri ("Tennisarm") entbehrt demnach jeder Grundlage.

Die Wissenschaftler haben dafür 1381 Patientendaten aus 17 vorliegenden Studien ausgewertet. Nur Botulinumtoxinspritzen hätten gegenüber Placebo einen besseren Effekt, auch wenn die das Medikament vorrübergehend die Finger lähmt.

ml 

Rubriklistenbild: © DAK Gesundheit

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