Folgenschwere Operation

Drogenabhängig durch Weisheitszahn-OP - dieser verstörende Grund steckt dahinter

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Eine Weisheitszahn-OP ist nur ein kleiner Eingriff - kann aber problematische Folgen haben.

Meistens passiert es im Jugendalter: Die Weisheitszähne brechen durch und müssen entfernt werden. Auf was Sie dabei unbedingt achten sollten, um Schlimmeres zu verhindern.

Die meisten von uns haben es bereits hinter sich: Die Weisheitszahn-Operation. Bei manchen müssen alle vier, bei manchen nur die unteren, bei wieder anderen nur die oberen Weisheitszähne entfernt werden. An sich eine Routine-Operation, haben amerikanische Ärzte jetzt Erschreckendes herausgefunden.

Schmerzmittel nach Weisheitszahn-OP machen erschreckend viele Menschen abhängig

Eine Studie aus den USA kommt zu dem Ergebnis, dass ganze sechs Prozent aller Operierten von starken Schmerzmitteln abhängig werden. Was klingt wie aus einem schlechten Film, hat einen plausiblen Grund. Raeford Brown von der University of Kentucky erklärt ihn so: "Eine der ersten Situationen, in denen Menschen mit Opioiden (Mittel zur Schmerzlinderung) in Kontakt kommen, ist ihre Weisheitszahn-OP. Patienten bekommen meisten eine 30-tägige Verschreibung von Oxycodon, und wenn du das erstmal 30 Tage lang nimmst, ist das Risiko, dass du es länger nimmst, extrem hoch."

Paracetamol oder Ibuprofen als ausreichend starke Schmerzmittel bevorzugen

Und das ist längst kein amerikanisches Problem mehr. Die Weltgesundheitsorganisation WHO veröffentlichte neue Zahlen zum Pro-Kopf-Konsum von Opioiden. Demnach liegt Deutschland schon auf einer Höhe mit den USA.

Dabei ist eine Schmerzmittelabhängigkeit durch diese eher kleinen Operationen leicht zu vermeiden. Alan Schoeder, Autor der Studie, rät zu weniger starken Schmerzmitteln wie Paracetamol oder Ibuprofen. Diese würden ausreichen, um den Schmerz nach der OP zu lindern.

Forscher entwickeln revolutionäres Schmerzmittel - das soll nun Ibuprofen & Co. ablösen.

Auch nach kleinen Operationen verschreiben viele Ärzte Opioide

Vielleicht könnte sogar Angst um ihren Ruf ein Grund dafür sein, warum Ärzte das anders handhaben: Christoph Stein von der Charité in Berlin sagte dem News-Portal Welt, dass behandelnde Ärzte ihre Patienten mittlerweile sogar nach kleineren Operationen mit großen Packungen Opioiden nach Hause schicken, weil die Mediziner sicher gehen wollen, dass die Patienten zufrieden sind und nicht wegen Schmerzen wiederkehren - eine anscheinend suchtfördernde Nachsorgemaßnahme.

Steht eine Weisheitszahn-OP an, sollte man deshalb eingehend mit dem behandelnden Arzt durchsprechen, welche Nachsorge geeignet ist.

Stiftung Warentest hat Schmerzmittel getestet: Das kam bei Paracetamol & Co. im Vergleich heraus.

jg/glomex

Diese Dinge sind schlecht für Ihre Zähne

Snacks: Knabbereien wie Chips und Flips oder auch Gummibärchen, Bonbons und andere Süßigkeiten enthalten viel Zucker und Stärke. Diese wird von Plaque-Bakterien in Säure umgewandelt, die wiederum den Zähnen, genauer gesagt dem Zahnschmelz, schadet. Ein weiterer Nachteil: Snacks sorgen für eine verminderte Produktion von Speichel, der im Mund eine wichtige Schutzfunktion übernimmt.
Snacks: Knabbereien wie Chips und Flips oder auch Gummibärchen, Bonbons und andere Süßigkeiten enthalten viel Zucker und Stärke. Diese wird von Plaque-Bakterien in Säure umgewandelt, die wiederum den Zähnen, genauer gesagt dem Zahnschmelz, schadet. Ein weiterer Nachteil: Snacks sorgen für eine verminderte Produktion von Speichel, der im Mund eine wichtige Schutzfunktion übernimmt. © Pixabay
Fruchtsäfte: Das Problem bei Fruchtsäften ist der teilweise hohe Zuckergehalt. Orangensäfte enthalten manchmal nur unwesentlich weniger Zucker als Limonaden.
Fruchtsäfte: Das Problem bei Fruchtsäften ist der teilweise hohe Zuckergehalt. Orangensäfte enthalten manchmal nur unwesentlich weniger Zucker als Limonaden. © Pixabay
Kaffee: Es ist kein Geheimnis. Kaffee sorgt für Verfärbungen der Zähne. Das gleiche gilt für das ...
Kaffee: Es ist kein Geheimnis. Kaffee sorgt für Verfärbungen der Zähne. Das gleiche gilt für das ... © Pixabay
Rauchen: Es erhöht zudem das Risiko für Entzündungen des Zahnfleisches und kann zu Zahnverlusten führen. Im schlimmsten Fall kann Rauchen auch Mund-, Lippen oder Zungenkrebs verursachen.
Rauchen: Es erhöht zudem das Risiko für Entzündungen des Zahnfleisches und kann zu Zahnverlusten führen. Im schlimmsten Fall kann Rauchen auch Mund-, Lippen oder Zungenkrebs verursachen. © Pixabay
Piercings: Metalle von Piercings im Mundbereich schaden nicht nur den Zähnen, sondern auch dem Zahnfleisch. Dies kann teilweise gravierende Folgen haben, Zähne können im schlimmsten Fall sogar ausfallen.
Piercings: Metalle von Piercings im Mundbereich schaden nicht nur den Zähnen, sondern auch dem Zahnfleisch. Dies kann teilweise gravierende Folgen haben, Zähne können im schlimmsten Fall sogar ausfallen. © Pixabay
Wein: Die in Rotwein enthaltenen chromogenen Moleküle und Tannine können zu einer Verfärbung der Zähne führen. Gleichzeitig schadet die Säure in Rot- und Weißwein dem Zahnschmelz.
Wein: Die in Rotwein enthaltenen chromogenen Moleküle und Tannine können zu einer Verfärbung der Zähne führen. Gleichzeitig schadet die Säure in Rot- und Weißwein dem Zahnschmelz. © Pixabay
Zähneknirschen: Speziell angefertigte Schienen können übermäßiges nächtliches Zähneknirschen und dadurch Schäden an der Zahnsubstanz vermeiden.
Zähneknirschen: Speziell angefertigte Schienen können übermäßiges nächtliches Zähneknirschen und dadurch Schäden an der Zahnsubstanz vermeiden. © picture alliance / dpa
Essstörungen: Auch auf die Zähne können Sie sich auswirken. Denn Menschen etwa, die unter der Binge-Eating-Störung leiden, bekommen periodische Heißhungerattacken und verlieren die Kontrolle über Ihr Essverhalten. Dieses exzessive Essverhalten kann schädlich für die Zähne sein.  
Essstörungen: Auch auf die Zähne können Sie sich auswirken. Denn Menschen etwa, die unter der Binge-Eating-Störung leiden, bekommen periodische Heißhungerattacken und verlieren die Kontrolle über Ihr Essverhalten. Dieses exzessive Essverhalten kann schädlich für die Zähne sein.    © picture alliance / dpa
Verpackungen oder Flaschen mit dem Mund öffnen: So wie im Bild sollte es eigentlich sein. Doch viele Menschen öffnen Bierflaschen oder andere Verpackungen mit den Zähnen. Das sollten Sie besser lassen, da die Materialien theoretisch splittern könnten. Auf alle Fälle ist das Öffnen von Verpackungen schädlich für die Zähne. Ähnlich ist es mit dem Stifte oder Fingernägel kauen.
Verpackungen oder Flaschen mit dem Mund öffnen: So wie im Bild sollte es eigentlich sein. Doch viele Menschen öffnen Bierflaschen oder andere Verpackungen mit den Zähnen. Das sollten Sie besser lassen, da die Materialien theoretisch splittern könnten. Auf alle Fälle ist das Öffnen von Verpackungen schädlich für die Zähne. Ähnlich ist es mit dem Stifte oder Fingernägel kauen. © Pixabay

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