Die richtige Zahnhygiene

59 elektrische Zahnbürsten bei Stiftung Warentest: Testsieger ist unerwartet günstig

Künstliches Gebiss und elektrische Zahnbürste
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Immer mehr Menschen nutzen elektrische Zahnbürsten. Es gibt erhebliche Unterschiede in der Qualität.

Regelmäßiges Zähneputzen schützt vor Karies. Elektrische Zahnbürsten versprechen die beste Mundhygiene – doch nicht alle Produkte können im Test überzeugen.

  • Die einen schwören auf Ihre elektrische Zahnbürste, andere greifen lieber zur altbewährten Handzahnbürste.
  • Die richtige Putztechnik ist entscheidend: Wer zu fest schrubbt, schadet dem Zahnfleisch und dem Zahnschmelz, wer nicht vom Zahnfleisch in Richtung Zähne fegt, putzt Bakterien unter den Zahnfleischrand.
  • Das Werbeversprechen vieler elektrischer Zahnbürsten: Durch Ultraschalltechnologie, Andruckkontrolle, die zu starken Druck beim Putzen signalisiert, und verschiedene Putzprogramme sollen die Zähne schonend aber dennoch hygienisch sauber werden. Stiftung Warentest hat 59 Produkte unter die Lupe genommen.

Zweimal täglich und von Rot nach Weiß Zähne putzen*: Diesen Rat vom Zahnarzt haben viele in der Kindheit eingetrichtert bekommen. Aktuell gilt er immer noch, allerdings hat sich einiges in Hinblick auf das richtige „Werkzeug“ getan. So findet man in immer weniger Badezimmern herkömmliche Handzahnbürsten: Viele greifen lieber täglich zur elektrischen Variante. Diese gibt es mittlerweile in den verschiedensten Ausführungen – stylish in Schwarz oder Rosé, mit verschiedenen voreingestellten Putzprogrammen, Erinnerungsfunktion für den Bürstenkopfwechsel und vielem mehr.

Doch nicht alle Produkte sind so gut wie ihr Werbeversprechen. So prüfte die Stiftung Warentest als große deutsche Verbraucherorganisation 59 elektrische Zahnbürsten auf ihre Reinigungskraft und ihre Handhabung. Auch ob sie den Belastungen im Dauertest standhalten und damit eine lange Lebensdauer haben, wurde getestet. Mit „sehr gut“ konnte keine der 59 Zahnbürsten überzeugen, allerdings wurden 16 Stück mit der Note „gut“ ausgezeichnet.

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Elektrische Zahnbürsten bei Stiftung Warentest: keine Bestnote, aber 16 überzeugen mit Bewertung „gut“

Keine der geprüften elektrischen Zahnbürsten wurde mit „sehr gut“ bewertet. Die Testsieger des Stiftung-Warentest-Vergleichs im Überblick:

  • Sonicare Diamond Clean Smart von Philips (werblicher Link) – mittlerer Ladenpreis 197,00 Euro: Qualitätsurteil „gut“ (Note 1,8)
  • Genius X 20000N von Braun Oral-B – mittlerer Ladenpreis 190,00 Euro: Qualitätsurteil „gut“ (Note 1,9)
  • Pro 900 Sensi Ultra Thin von Braun Oral-B – mittlerer Ladenpreis 29,00 Euro: Qualitätsurteil „gut“ (Note 1,9)

Diese elektrischen Zahnbürsten fallen mit der Note „mangelhaft“ durch

Unzureichende Zahnreinigung, schlechte Handhabung, nur kurze Haltbarkeit und somit nicht umweltfreundlich: Drei elektrische Zahnbürsten haben im Test mit der Note „mangelhaft“ abgeschnitten. Darunter auch zwei teure Produkte:

  • Sonic Electric Toothbrush Model 507 von Fairywill – mittlerer Ladenpreis 20,20 Euro: Qualitätsurteil „mangelhaft“ (Note 5,0)
  • Issa 2 von Foreo – mittlerer Ladenpreis 150,00 Euro: Qualitätsurteil „mangelhaft“ (Note 5,3)
  • Issa von Foreo – mittlerer Ladenpreis 169,00 Euro: Qualitätsurteil „mangelhaft“ (Note 5,5)

Alle elektrischen Zahnbürsten im Stiftung-Warentest-Vergleich

(jg) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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Diese Dinge sind schlecht für Ihre Zähne

Snacks: Knabbereien wie Chips und Flips oder auch Gummibärchen, Bonbons und andere Süßigkeiten enthalten viel Zucker und Stärke. Diese wird von Plaque-Bakterien in Säure umgewandelt, die wiederum den Zähnen, genauer gesagt dem Zahnschmelz, schadet. Ein weiterer Nachteil: Snacks sorgen für eine verminderte Produktion von Speichel, der im Mund eine wichtige Schutzfunktion übernimmt.
Snacks: Knabbereien wie Chips und Flips oder auch Gummibärchen, Bonbons und andere Süßigkeiten enthalten viel Zucker und Stärke. Diese wird von Plaque-Bakterien in Säure umgewandelt, die wiederum den Zähnen, genauer gesagt dem Zahnschmelz, schadet. Ein weiterer Nachteil: Snacks sorgen für eine verminderte Produktion von Speichel, der im Mund eine wichtige Schutzfunktion übernimmt. © Pixabay
Fruchtsäfte: Das Problem bei Fruchtsäften ist der teilweise hohe Zuckergehalt. Orangensäfte enthalten manchmal nur unwesentlich weniger Zucker als Limonaden.
Fruchtsäfte: Das Problem bei Fruchtsäften ist der teilweise hohe Zuckergehalt. Orangensäfte enthalten manchmal nur unwesentlich weniger Zucker als Limonaden. © Pixabay
Kaffee: Es ist kein Geheimnis. Kaffee sorgt für Verfärbungen der Zähne. Das gleiche gilt für das ...
Kaffee: Es ist kein Geheimnis. Kaffee sorgt für Verfärbungen der Zähne. Das gleiche gilt für das ... © Pixabay
Rauchen: Es erhöht zudem das Risiko für Entzündungen des Zahnfleisches und kann zu Zahnverlusten führen. Im schlimmsten Fall kann Rauchen auch Mund-, Lippen oder Zungenkrebs verursachen.
Rauchen: Es erhöht zudem das Risiko für Entzündungen des Zahnfleisches und kann zu Zahnverlusten führen. Im schlimmsten Fall kann Rauchen auch Mund-, Lippen oder Zungenkrebs verursachen. © Pixabay
Piercings: Metalle von Piercings im Mundbereich schaden nicht nur den Zähnen, sondern auch dem Zahnfleisch. Dies kann teilweise gravierende Folgen haben, Zähne können im schlimmsten Fall sogar ausfallen.
Piercings: Metalle von Piercings im Mundbereich schaden nicht nur den Zähnen, sondern auch dem Zahnfleisch. Dies kann teilweise gravierende Folgen haben, Zähne können im schlimmsten Fall sogar ausfallen. © Pixabay
Wein: Die in Rotwein enthaltenen chromogenen Moleküle und Tannine können zu einer Verfärbung der Zähne führen. Gleichzeitig schadet die Säure in Rot- und Weißwein dem Zahnschmelz.
Wein: Die in Rotwein enthaltenen chromogenen Moleküle und Tannine können zu einer Verfärbung der Zähne führen. Gleichzeitig schadet die Säure in Rot- und Weißwein dem Zahnschmelz. © Pixabay
Zähneknirschen: Speziell angefertigte Schienen können übermäßiges nächtliches Zähneknirschen und dadurch Schäden an der Zahnsubstanz vermeiden.
Zähneknirschen: Speziell angefertigte Schienen können übermäßiges nächtliches Zähneknirschen und dadurch Schäden an der Zahnsubstanz vermeiden. © picture alliance / dpa
Essstörungen: Auch auf die Zähne können Sie sich auswirken. Denn Menschen etwa, die unter der Binge-Eating-Störung leiden, bekommen periodische Heißhungerattacken und verlieren die Kontrolle über Ihr Essverhalten. Dieses exzessive Essverhalten kann schädlich für die Zähne sein.
Essstörungen: Auch auf die Zähne können Sie sich auswirken. Denn Menschen etwa, die unter der Binge-Eating-Störung leiden, bekommen periodische Heißhungerattacken und verlieren die Kontrolle über Ihr Essverhalten. Dieses exzessive Essverhalten kann schädlich für die Zähne sein. © picture alliance / dpa
Verpackungen oder Flaschen mit dem Mund öffnen: So wie im Bild sollte es eigentlich sein. Doch viele Menschen öffnen Bierflaschen oder andere Verpackungen mit den Zähnen. Das sollten Sie besser lassen, da die Materialien theoretisch splittern könnten. Auf alle Fälle ist das Öffnen von Verpackungen schädlich für die Zähne. Ähnlich ist es mit dem Stifte oder Fingernägel kauen.
Verpackungen oder Flaschen mit dem Mund öffnen: So wie im Bild sollte es eigentlich sein. Doch viele Menschen öffnen Bierflaschen oder andere Verpackungen mit den Zähnen. Das sollten Sie besser lassen, da die Materialien theoretisch splittern könnten. Auf alle Fälle ist das Öffnen von Verpackungen schädlich für die Zähne. Ähnlich ist es mit dem Stifte oder Fingernägel kauen. © Pixabay

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