Elektronische Zigarette schont den Geldbeutel

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Die elektronische Zigarette setzt sich bei immer mehr Rauchern durch. Grund dafür sind die geringeren Kosten.

Die elektronische Zigarette ist auf dem Vormarsch. Bereits 1,2 Millionen Deutsche rauchen elektrisch, weitere 40 Prozent wollen die E-Zigarette testen. Verantwortlich für diese Entwicklung sind meist die hohen Kosten. Umsteiger können viel Geld sparen – wie viel, hängt vom persönlichen Verbrauch ab.

Die elektronische Zigarette besteht aus drei Komponenten: einem elektrisch betriebenen Verdampfer, einem Akku und einem Depot mit Nikotinlösung. Die Flüssigkeit im Depot enthält Aromastoffe und Nikotin. Zieht man am Mundstück, erhitzt eine kleine batteriebetriebene Heizspirale die Lösung und bringt diese zum Verdampfen. Der entstehende Dampf wird inhaliert und tritt beim Ausatmen als weißes Wölkchen aus dem Mund. Er erzeugt das Gefühl des Rauchens, ist in der Konsistenz aber weicher, kratzt weniger im Hals und schmeckt etwas süßlich.

Einige Modelle sehen dem herkömmlichen Glimmstängel zum Verwechseln ähnlich. Ein LED-Lämpchen simuliert sogar die Glut. Andere Hersteller elektronischer Zigaretten setzen auf ein innovatives Design.

Rauchen ohne Tabaksteuer

Die elektronische Zigarette ist nicht ungefährlich. Nikotin ist und bleibt ein Nervengift und ein Suchtmittel. Wissenschaftliche Belege, ob in dem Dampf der elektronischen Zigarette noch weitere gesundheitsschädigende Substanzen stecken, fehlen bisher. Jedoch dient die elektronische Zigarette vielen Rauchern als Ausstiegshilfe, da der Nikotingehalt kontrolliert herabgesetzt werden kann. Die E-Zigarette ist deshalb wie Nikotinpflaster oder Nikotinkaugummis von der Tabaksteuer befreit.

Anschaffungs- und Betriebskosten der elektronischen Zigarette

Raucher, die täglich eine Schachtel Zigaretten verbrauchen, geben im Jahr etwa 1.800 Euro aus. Ein elektrischer Raucher zahlt bei gleicher Zugmenge etwa 1.200 Euro weniger, da das Zubehör nur einen Bruchteil der Zigarettenschachtel kostet.

Die größten Kosten für die elektronische Zigarette entstehen bei der Anschaffung. Das Starterset kostet beim Marktführer etwa 70 Euro. Die elektronische Zigarette bleibt einem aber mehrere Jahre erhalten. Zusätzlich sind in diesem Paket zwei Ladegeräte und bereits einige Akkus und Verdampfer zum Wechseln enthalten. Die Anfangskosten für die E-Zigarette rechnen sich bei Kettenrauchern bereits nach zwei Wochen.

Um eine optimale Dampfentwicklung zu gewährleisten, sollte man den Verdampfer je nach Nutzungsintensität alle drei bis sechs Monate austauschen; ihn gibt es für etwa 15 Euro. Der Akku betreibt den Verdampfer. Die Batterien haben bei regelmäßiger Anwendung eine Akkuleistung von rund zwei Tagen. Die Haltbarkeit im Dauertest liegt bei etwa 300 Aufladungen. Mit der Zeit lassen Leistung und Betriebsdauer nach und der Akku muss erneuert werden. Hierfür sollte man ungefähr 15 Euro kalkulieren.

Aroma-Liquids rechnen sich

Der Tabak selbst wird bei der elektronischen Zigarette durch Depots mit einer nikotinhaltigen Flüssigkeit ersetzt. Ein Depot reicht in der Regel für 150 Inhalationen. Dies entspricht etwa zehn klassischen Zigaretten. Die Kosten für ein Aroma-Depot liegen bei rund 1 Euro. Man kann das sogenannte Aroma-Liquid auch selbst in die Kartusche füllen und somit einige Euros sparen.

Die Flüssigkeiten sind in zahlreichen Geschmacksrichtungen und Nikotinstärken erhältlich. Einige heißen wie bekannte Zigarettenmarken und schmecken ähnlich. Doch die elektrische Zigarette unterscheidet sich im Geschmack immer von der gewohnten Tabakzigarette. Deshalb sollten gerade Umsteiger im Fachgeschäft die verschiedenen Geschmacksrichtungen austesten. Hier lassen sich auch exotische Geschmacksvarianten für die elektronische Zigarette finden wie Ananas, Zimt, Brathähnchen, Ketchup oder Karamell. Gute Shops bieten die Möglichkeit, vor dem Kauf verschiedene Sorten zu testen ähnlich wie bei einer Weinprobe.

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