Allergie-Ratgeber

Warum eine Erdnussallergie keine Nussallergie ist - und was Sie sonst beachten müssen

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Mit einer Erdnussallergie ist nicht zu spaßen. (Symbolbild)

Darf man bei einer Erdnussallergie trotzdem andere Nüsse bedenkenlos essen? Und welche Allergene sollten gemieden werden? Die Antworten dazu lesen Sie hier.

Die Erdnussallergie ist eine der häufigsten Ursachen für schwere Anfälle von Allergien, die im schlimmsten Fall sogar tödlich enden können. Dabei sollte jedoch beachtet werden, dass zwischen Schalenfrüchten, also Nüssen, und Hülsenfrüchten, also etwa Erdnüssen, unterschieden wird.

Allergie: Erdnüsse gehören zu den Hülsenfrüchten, nicht zu den Schalenfrüchten wie andere Nüsse

Dr. Yvonne Braun, Diplom-Oecotrophologie, erklärte gegenüber Mein Allergieportal: "Die Gruppe der Schalenfrüchte (Nüsse) umfasst Cashewkerne, Haselnüsse, Macadamianüsse, Mandeln, Paranüsse, Pekanüsse, Pistazien und Walnüsse. Bei einer 'Nussallergie' ist es sehr selten, dass wirklich eine Allergie gegen alle Nüsse vorliegt. Am Häufigsten ist die Allergie gegen Haselnüsse und Walnüsse."

Bei Erdnüssen handelt es sich dagegen um Hülsenfrüchte. Braun zufolge sollte die Verträglichkeit einzelner Nusssorten von einem Allergologen diagnostiziert werden. Wenn die Ergebnisse feststehen, sollten die Schalenfrüchte gemieden werden, die die Allergie auslösen. Andere könnten jedoch verzehrt werden.

Ein pauschaler Verzicht müsse meist nicht sein, dennoch komme es natürlich vor, dass jemand, der gegen Schalenfrüchte allergisch sei, auch gegen Hülsenfrüchte allergisch sei. Auch das müsse in jedem Fall von einem Arzt abgeklärt werden.

Lesen Sie hier: Gefährliche Nussallergie: Was bei allergischem Schock zu tun ist.

Diese Lebensmittel zählen zu Schalenfrüchten

  • Cashewkerne
  • Haselnüsse
  • Macadamianüsse
  • Mandeln
  • Paranüsse
  • Pekanüsse
  • Pistazien
  • Walnüsse

Lesen Sie hier: Allergietest bei Heuschnupfen: So funktioniert er, Heimtests und Kostenübernahme.

Diese Lebensmittel zählen zu Hülsenfrüchten

  • Weiße Bohnen
  • Kidneybohnen
  • Grüne Bohnen
  • Linsen
  • Erdnüsse
  • Kichererbsen
  • Sojasprossen
  • Linsen
  • Erbsen

Lesen Sie hier: Hausmittel gegen Heuschnupfen: Was hilft wirklich bei juckenden Augen und verstopfter Nase?

Diese Lebensmittel zählen weder zu Schalen-, noch zu Hülsenfrüchten

Zudem gibt es auch Lebensmittel, die oft in die eine oder andere Kategorie gesteckt werden, welche aber von Allergikern - sofern nicht diagnostiziert - nicht pauschal gemieden werden müssen. Das sind etwa:

  • Sonnenblumenkerne
  • Leinsamen
  • Sesam 
  • Kokosnüsse
  • Pinienkerne
  • Kürbiskerne

Lesen Sie hier: Heuschnupfen vorbeugen: Wer diese Regel beachtet, senkt das Pollenallergie-Risiko.

Darum sind Hülsenfrüchte für Erdnussallergiker meist problematisch

Sofern nicht anders vom Arzt diagnostiziert, sind Hülsenfrüchte für Nussallergiker meist unproblematisch. Anders sieht es hier laut Braun für Erdnussallergiker aus: "Die Erdnuss gehört zu den Hülsenfrüchten, genau wie die Sojabohne, andere Bohnenarten, Linsen, Erbsen und Kichererbsen. Daher besteht eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass es auch zu Kreuzreaktionen mit anderen Hülsenfrüchten kommen kann. Vor allem, wenn eine primäre Sensibilisierung gegen das Speicherprotein der Erdnuss vorliegt, ist eine ausführliche Diagnostik unbedingt notwendig."

Lesen Sie hier: Fiese Frühblüher: Diese Pollenallergie schlägt schon früh zu.

Das sind die Symptome einer Erdnussallergie

Die Symptome können oft sogar lebensbedrohlich sein. Bei manchen Menschen mit Erdnussallergie können selbst kleine Mengen von Erdnüssen eine schwerwiegende Reaktion auslösen. Eine allergische Reaktion auf Erdnüsse tritt normalerweise innerhalb der ersten Minuten nach der Berührung mit Umgebungseinflüssen auf.

Herkömmliche Anzeichen und Symptome von Erdnussallergien können folgende sein:

  • Laufende Nase
  • Hautreaktionen wie Nesselsucht, Rötungen oder Schwellungen
  • Allergischer Juckreiz oder Kribbeln in Mund und Rachen
  • Durchfall sowie Magenkrämpfe, Übelkeit oder Erbrechen
  • Kurzatmigkeit

Anzeichen einer Erdnussallergie, die zur Anaphylaxie, also zu tödlichen Reaktionen bei Allergikern führen können:

  • Verengung der Atemwege
  • Schwellung des Halses, die das Atmen erschwert
  • Starker Blutdruckabfall
  • Schneller Puls
  • Schwindel, Benommenheit
  • Bewusstseinsverlust

Auch interessant: So heftig wird die Pollensaison für Heuschnupfen-Geplagte.

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Zehn blutdrucksenkende Lebensmittel

Kresse als gesundes Würzmittel - Wer Kräuter und Gewürze verwendet, kann Gerichte ganz ohne Kochsalz verfeinern. Auch Basilikum, Koriander, Curry, Ingwer, Thymian usw. gehören zu einer ausgewogenen Ernährung dazu. Besonders Kurkuma soll Cholesterin senken und so die Entwicklung von Herz-Kreislaufkrankheiten verhindern.
Kresse als gesundes Würzmittel: Wer Kräuter und Gewürze verwendet, kann Gerichte ganz ohne Kochsalz verfeinern. Auch Basilikum, Koriander, Curry, Ingwer, Thymian usw. gehören zu einer ausgewogenen Ernährung dazu. Besonders Kurkuma soll Cholesterin senken und so die Entwicklung von Herz-Kreislaufkrankheiten verhindern. © dpa/Patrick Pleul
Bananen enthalten viel Kalium und wenig Natrium und sind deshalb ein wahrer Herzstärker. Auch andere Obstsorten und auch Trockenobst zählen zu den kaliumreichen und natriumarmen Nahrungsmitteln und sind deshalb für eine herzgesunde Ernährung geeignet.
Bananen enthalten viel Kalium und wenig Natrium und sind deshalb ein wahrer Herzstärker. Auch andere Obstsorten wie Äpfel und auch Trockenobst zählen zu den kaliumreichen und natriumarmen Nahrungsmitteln und sind deshalb für eine herzgesunde Ernährung geeignet. © Frank Leonhardt/dpa
Es wird diskutiert, ob ein niedriger Vitamin-C-Spiegel im Blut Herzkrankheiten fördert. Zitrusfrüchte wie Zitronen, Orangen aber auch anderes Obst wie Papaya enthalten besonders viel Vitamin C. Dieses soll die Blutgefäße stärken, vor oxidativem Stress schützen und die Aufnahme von Cholesterin hemmen.
Es wird diskutiert, ob ein niedriger Vitamin-C-Spiegel im Blut Herzkrankheiten fördert. Zitrusfrüchte wie Zitronen, Orangen aber auch anderes Obst wie Papaya enthalten besonders viel Vitamin C. Dieses soll die Blutgefäße stärken, vor oxidativem Stress schützen und die Aufnahme von Cholesterin hemmen. © Susann Prautsch/dpa
Blattgemüse wie Spinat enthält Antioxidantien, Ballaststoffe und gesunde Fette und schützt so die Arterien. Brokkoli ist auch ein wahrer Gesundmacher mit Vitamin C, E, Kalium, Kalzium und Ballaststoffen - alles wichtig für ein gesundes Herz.
Blattgemüse wie Spinat enthält Antioxidantien, Ballaststoffe und gesunde Fette und schützt so die Arterien. Brokkoli ist auch ein wahrer Gesundmacher mit Vitamin C, E, Kalium, Kalzium und Ballaststoffen - alles wichtig für ein gesundes Herz. © Jens Kalaene/dpa
In dunkler Schokolade (mindestens 70 Prozent Kakao-Anteil sollten es sein) stecken Flavonoide und andere Verbindungen, die einen positiven Effekt auf den Cholesterinspiegel haben. Einen Haken gibt es: In Schokolade ist viel Zucker und ungesundes Fett enthalten, weshalb man sie nicht in rauen Mengen essen sollte. Rohkakao ist eine gesunde Alternative.
In dunkler Schokolade (mindestens 70 Prozent Kakao-Anteil sollten es sein) stecken Flavonoide und andere pflanzliche Verbindungen, die einen positiven Effekt auf den Cholesterinspiegel haben. Einen Haken gibt es: In Schokolade ist viel Zucker und ungesundes Fett enthalten, weshalb man sie nicht in rauen Mengen essen sollte. Rohkakao ist eine gesunde Alternative. © Oliver Berg/dpa
Omega-3-Fettsäuren sollen gutes Cholesterin erhöhen, Entzündungen im Körper hemmen und das Risiko für Herzerkrankungen senken. Vor allem in Seefisch wie Forelle, Makrele, Lachs und Sardine ist viel enthalten. Gute Omega-3-Lieferanten sind außerdem Samen wie Chia und Sesam.
Omega-3-Fettsäuren sollen gutes Cholesterin erhöhen, Entzündungen im Körper hemmen und das Risiko für Herzerkrankungen senken. Vor allem in Seefisch wie Forelle, Makrele, Lachs und Sardine ist viel enthalten. Gute Omega-3-Lieferanten sind außerdem Samen wie etwa Chia und Sesam. © Daniel Bockwoldt/dpa
Wer häufig Ballaststoffe isst, reduziert das Risiko Herz-Kreislaufkrankheiten zu bekommen. Vor allem Hülsenfrüchte wie Linsen und Bohnen liefern viele Ballaststoffe, aber auch Vollkornprodukte, Getreide wie Amaranth und Dinkel, Obst und Gemüse.
Wer häufig Ballaststoffe isst, reduziert das Risiko Herz-Kreislaufkrankheiten zu bekommen. Vor allem Hülsenfrüchte wie Linsen und Bohnen liefern viele Ballaststoffe, aber auch Vollkornprodukte, Getreide wie Amaranth und Dinkel, Obst und Gemüse. © Andreas Gebert/dpa
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Heidelbeeren liefern viele Antioxidantien, die die Zellen und so auch die Blutgefäße schützen. Deshalb wird ihnen eine herzgesunde Wirkung zugesprochen. Auch andere Beeren haben diesen Effekt. © Mohssen Assanimoghaddam/dpa
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