Es ist Apfelzeit - Tipps zum Lagern und Zubereiten

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Apfelkuchen, Apfelmus, Apple Crumble, Apfelsaft - ja, es ist Apfelzeit! Foto: Ralf Hirschberger

Berlin (dpa/tmn) - Äpfel lassen sich monatelang lagern. Sie gehören daher nicht nur zur typischen Herbst-, sondern auch zur Winterküche. Darüber hinaus sind sie gesund, lecker, vielseitig und gut zu verarbeiten. Hier ein paar Tipps und Ideen:

Wie bewahre ich Äpfel aus dem Garten möglichst lange auf?

Äpfel sind druckempfindlich. Daher sollten sie nicht gestapelt gelagert werden. Darauf weist die Initiative "Zu gut für die Tonne" des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hin. Am besten lagern Äpfel kühl und dunkel, mit Folie abgedeckt, bei hoher Luftfeuchtigkeit und gut durchlüftet, zum Beispiel im Keller, in der frostsicheren Garage oder auf Dachböden. Bei idealen Bedingungen halten Äpfel sich etwa drei bis fünf Monate.

Alternativ rät die Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse (BVEO), die Früchte in den Kühlschrank zu legen. Wer wenig Platz hat, verpackt Äpfel am besten in verschließbare Folienbeutel aus Polyethylen mit kleinen Luftlöchern. Dabei entsteht eine sauerstoffarme Atmosphäre - wie bei der Großraumlagerung. Das verhindert das Austrocknen und erhält die Luftfeuchtigkeit.

Mit welchen Früchten vertragen Äpfel sich nicht?

Äpfel verströmen Ethylengas, das den Reifeprozess beschleunigt. Unreife Bananen, Nektarinen, Honigmelonen, Birnen, Pfirsiche und auch Avocados entwickeln sich daher weiter, wenn man einen Apfel danebenlegt. Aber Vorsicht: Sind diese Früchte bereits reif, verderben sie in der Nachbarschaft von Äpfeln schnell, erläutert die Stiftung Warentest.

Die Äpfel bekommen beim Lagern Flecken - was tun?

Lagern Äpfel lange, können sich dunkle Punkte bilden. Diese schmecken bitter, sind aber nicht giftig. Auch schrumpelige Äpfel oder solche mit kleinen Fehlern müssen laut der Initiative nicht weggeworfen werden. Sind Äpfel nicht von Schädlingen oder Schimmel befallen, lassen sie sich einkochen, zu Mus verarbeiten, in Müsli raspeln oder pürieren. Auch für Apfelkuchen oder als Bratäpfel eignen sie sich.

Aus welchem Apfel mache ich am besten Mus?

Boskoop, Fiesta oder Cox Orange eignen sich für Apfelmus und für Bratäpfel. Zu Mus empfiehlt die Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse (BVEO) Kartoffelpuffer mit etwas geriebenem Sellerie im Teig. Für Tarte Tatin oder Crumble sollten man zu Rotem Gravensteiner und Holsteiner Cox greifen.

Wie kann ich Saft selbst herstellen?

Aus saftigen Kochsorten wie Boskoop, Braeburn und Roter Gravensteiner wird Apfelsaft gemacht. Dafür geschälte und entkernte Äpfel würfeln und mit Wasser aufkochen. Ein Stampfer zerdrückt die Früchte, etwas Zucker hinzufügen und den Saft durch ein Sieb abgießen.

Wie erkennen Allergiker verträgliche Äpfel?

Wer allergisch gegen manche Sorten ist, kann sich mit einem Test absichern: Ein kleines Stück eines ungeschälten Apfels wird kurz an die Lippen gehalten. Danach abwarten, ob sich eine allergische Reaktion entwickelt, erklärt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Vor allem alte Apfelsorten wie der Boskoop seien verträglich, da sie Polyphenole enthalten, die das Apfelallergen ausschalten.

Literatur:

Stiftung Warentest: Haushalt nebenbei. 500 saubere Expertentricks, Berlin, 224 S., 16.90 Euro, ISBN-13: 978-3-86851-403-2.

BUND-Infos Apfelallergie

Aktion Zu gut für die Tonne

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