Gesundheit

Fingerknacken: Nur eine lästige Angewohnheit oder ist das Knacken sogar schädlich?

Ein muskulöser Mann mit Mütze sitzt vor dunklem Hintergrund und lässt seine Finger knacken (Symbolfoto).
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Fingerknacken ist nicht gesund (Symbolfoto).

Manche Menschen lassen gerne ihre Finger knacken und treiben damit ihr Umfeld in den Wahnsinn. Doch hat es auch negative Folgen für die Knacker?

Sacramento – Erstaunlicherweise haben sich Forscher in den vergangenen Jahrzehnten immer mal wieder mit dem Fingerknacken und seinen Folgen beschäftigt. Klar ist inzwischen, woher das Ploppen kommt, das manch Zuhörer Schauer über den Rücken jagt. Das Ärzteblatt schreibt, dass das Geräusch mit einem Vakuum zusammenhängt: In der Gelenkschmiere sei Kohlenstoffdioxid in gelöster Form enthalten. „Zieht der Knacker seine Gelenke lang, geht das CO2 in Gasform über, es bilden sich Bläschen.“ Wenn diese dann platzen, ploppt es. Eine kleine Studie von kanadischen Forschern, die im Fachmagazin PlosOne erschien, bestätigt, dass das Geräusch durch ein Vakuum ausgelöst wird.

Die Herkunft des Geräuschs wäre also hinreichend geklärt, doch hat die Angewohnheit auch einen Nutzen? Passionierte Knacker behaupten, dass es eine Art Entspannung bringt. Zwischen 25 und 45 Prozent der Menschen sind Studien zufolge in der Lage, ihre Gelenke absichtlich knacken zu lassen. Meist wollen sie damit aber nicht provozieren. Die Angewohnheit, die Fingergelenke knacken zu lassen, hat Studien zufolge keine wirklich messbare funktionelle Relevanz, zumindest nicht kurzfristig. Doch schadet es dann etwa?**24vita.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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