Gehirn filtert Geräusche

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Lärm, der kaum auszuhalten ist (Archivbild): Das Gehirn filtert wichtige Geräusche nach Priorität aus.

Wichtige Geräusche werden vom Gehirn schon frühzeitig registriert und mit erhöhter Priorität verarbeitet. Dies wiesen nun Psychologen der Universität Mannheim in einer Studie nach.

Ständig strömen Geräusche und Bilder der Umgebung über die Sinnesorgane in das Gehirn. Damit die Informationsflut den Menschen nicht heillos überfordert, muss das Gehirn die wichtigen Reize herausfiltern.

Dazu bearbeitet es jene Eindrücke bevorzugt, die besonders wichtig zum Überleben und Funktionieren sind. “Das ist ein evolutionär sinnvoller Mechanismus, der uns schneller reagieren lässt“, erläutert der Psychologe Georg Alpers.

Wie die Mannheimer Forscher im Fachblatt “NeuroImage“ schreiben, spricht schon das Hörzentrum besonders stark auf emotional bedeutsame Geräusche an.

In der Studie wurden Probanden emotional bedeutsame Töne vorgespielt.  Gleichzeitig verfolgten und analysierten die Wissenschaftler die Hirnaktivität mit Hilfe der Nah-Infrarot Spektroskopie die Sauerstoffsättigung verschiedener Hirnareale bei 17 Probanden, die 60 unterschiedlichen Geräuschen lauschten.

dapd/ Quelle: “NeuroImage“, Vol. 55, S. 1200-1207

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