Mythos oder Wahrheit

Allergie durch zu viel Hygiene?

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Neben der Hygiene sind Allergien auch auf Umweltfaktoren wie Pollen zurückzuführen.

Wer als Kind nicht im Sandkasten spielen durfte, ist anfälliger für Allergien. Was hat es mit diesem bekannten Gesundheitsmythos auf sich? Ein Allergieforscher klärt auf.

"Ein bisschen Dreck hat noch keinem geschadet": Ein Spruch, den Eltern oft zu hören bekommen. Dahinter steckt die weit verbreitete Annahme, dass zu viel Hygiene Allergien auslöst.

Aber stimmt das eigentlich? "Das lässt sich mit einem klaren Jein beantworten", sagt Prof. Torsten Zuberbier, Leiter der Europäischen Stiftung für Allergieforschung (ECARF).

Dafür spreche, dass Allergien in der westlichen Welt viel häufiger geworden sind, seit die Hygiene sich verbessert hat. Andererseits haben aber auch Kinder, die etwa auf einem Bauernhof aufwachsen, heute häufiger Allergien als früher, betont Zuberbier. Allergien seien demnach neben der Hygiene auch auf Umweltfaktoren wie Rußpartikel oder Pollen in der Luft zurückzuführen.

Es sei wichtig, das richtige Maß an Hygiene einzuhalten. Ständig mit Desinfektionsmitteln herumzusprühen, empfiehlt sich daher nicht. Sich bewusst Keimen auszusetzen, aber genauso wenig, sagt der Experte.

Milch direkt vom Bauernhof schützt Kinder vor Asthma. Münchner Forscher haben nun herausgefunden, warum der Verzehr von Rohmilch diesen Effekt hervorruft.

dpa/tmn

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