Verblüffender Zusammenhang

Wer in diesem Monat zur Welt kommt, hat ein höheres Herzinfarktrisiko

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Wer im Winter geboren wird, hat einer Studie zufolge ein gesünderes Herz als Sommerkinder.

Der Geburtsmonat bestimmt nicht nur das Sternzeichen, sondern soll auch die Entstehung von Herzkrankheiten begünstigen können. Zählen Sie zur Risikogruppe?

Stier, Löwe oder Waage? Nicht wenige Menschen verlassen sich auf das Sternzeichen eines Menschen, wenn es um dessen Eigenheiten geht. Wissenschaftlich erwiesen sind die Aussagen über die diversen Sternzeichen zwar nicht, doch die Pseudowissenschaft ist eine weltweit beliebte Möglichkeit, unsere Mitmenschen besser einschätzen zu können. Dass der Geburtsmonat Einfluss auf die Entstehung von Herzerkrankungen hat, ist jetzt allerdings wissenschaftlich untersucht worden. Und die Studie fördert Erstaunliches zu Tage.

Im Winter geborene Frauen litten seltener an Herz-Kreislauf-Krankheiten

US-amerikanische und österreichische Forscher kamen zu dem Schluss, dass Menschen, die im Frühjahr und Sommer geboren werden, ein höheres Risiko für Herzkrankheiten haben als diejenigen, die im Herbst oder Winter auf die Welt kommen. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler um Yin Zhang im Fachjournal bmj.

Der Auswertung liegen die Daten von 116.911 Krankenschwestern in den USA zugrunde, die zu Beginn einer Langzeitstudie im Jahr 1976 zwischen 30 und 55 Jahre alt waren. Bis ins Jahr 2014 füllten die Probandinnen alle zwei Jahre Fragebögen aus, die unter anderem die Herzgesundheit abfragten. Den Forschern fiel bei der Auswertung der Daten auf, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Geburtsmonat und dem Sterberisiko durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt gab, wie das Portal Heilpraxisnet berichtete.

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So hätten Frauen, die von März bis Juli geboren wurden, ein höheres Risiko an einer Herzkrankheit zu sterben, als diejenigen, die im November oder Dezember geboren wurden. Am schlimmsten hatte es der Auswertung zufolge im April Geborene getroffen: Sie hatten die höchste Sterblichkeitsrate in Hinblick auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Im Dezember geborene Frauen verstarben am seltensten an Herzkrankheiten.

Mehr zum Thema: Das Herz stärken mit diesen zehn blutdrucksenkenden Lebensmitteln.

Herzkranke Sommerkinder: Ernährung während der Schwangerschaft spielt wohl große Rolle

Warum der Geburtsmonat einen erheblichen Einfluss auf die Entstehung von Herzkrankheiten wie Bluthochdruck haben könnte, ist nicht abschließend geklärt. Forscher vermuten, dass die Faktoren, die während der Schwangerschaft auf eine Frau einwirken, maßgeblich sind. Dazu zählen etwa Ernährung, Klima und Sonneneinstrahlung.

Quellen: www.bmj.com; www.heilpraxisnet.de

Lesen Sie auch: Frau überlebt Herzinfarkt: Diese wichtige Botschaft hat sie vor allem für Frauen.

jg

So beugen Sie Arteriosklerose und damit einem Herzinfarkt am besten vor

Darum hält Nordic Walking durch das Herbstlaub Ihr Herz gesund.
Darum hält Nordic Walking durch das Herbstlaub Ihr Herz gesund. © Armin Weigel/dpa
Eine Angioplastie kann helfen, verschlossene Gefäße wieder zu erweitern, damit das Blut normal fließen kann. Foto: Franziska Gabbert
Eine Angioplastie kann helfen, verschlossene Gefäße wieder zu erweitern, damit das Blut normal fließen kann. Foto: Franziska Gabbert © Andrea Warnecke
Menschen mit Gefäßverkalkung dürfen zwei Eier in verarbeiteter Form pro Woche essen. Foto: Franziska Gabbert
Menschen mit Gefäßverkalkung dürfen zwei Eier in verarbeiteter Form pro Woche essen. Foto: Franziska Gabbert © Franziska Gabbert
Komplett auf Eier verzichten müssen Menschen mit Arteriosklerose nicht: Drei pro Woche sind in Ordnung. Foto: Franziska gabbert
Komplett auf Eier verzichten müssen Menschen mit Arteriosklerose nicht: Drei pro Woche sind in Ordnung. Foto: Franziska gabbert © Franziska Gabbert
Prof. Ernst Weigang ist Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie und Endovaskuläre Therapie am Evangelischen Krankenhaus Hubertus in Berlin. Foto: Martin Thomas/Paul Gerhardt Diakonie/dpa-tmn
Prof. Ernst Weigang ist Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie und Endovaskuläre Therapie am Evangelischen Krankenhaus Hubertus in Berlin. Foto: Martin Thomas/Paul Gerhardt Diakonie/dpa-tmn © Martin Thomas
Rita Rausch ist Ernährungsberaterin bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Foto: Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V./dpa-tmn
Rita Rausch ist Ernährungsberaterin bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Foto: Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V./dpa-tmn © VZ Rheinland-Pfalz

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