Gesundheitsatlas 2012

Hier leben die Deutschen am längsten

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"Jopie" Heesters wohnte am Starnberger See und wurde 108 Jahre alt.

Hamburg - Wer in Deutschland gebildet und reich ist, wird meist überdurchschnittlich alt. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie. Woran das liegt und wo es sich hierzulande gut alt werden lässt:

Johannes („Jopie“) Heesters ist der prominenteste Beweis: Im Landkreis Starnberg lebt es sich am längsten. Nach dem am Donnerstag im Hamburger Magazin „Stern“ (Ausgabe 51/2012) veröffentlichten „Gesundheitsatlas Deutschland“ haben dort 60 Jahre alte Männer im Durchschnitt noch fast 25 Jahre vor sich, Frauen verbleiben sogar knapp 27 Jahre. Der Sänger und Schauspieler Heesters, der am Starnberger See lebte, starb an Heiligabend 2011 im Alter von 108 Jahren.

Als Grund für die Langlebigkeit in dem südlich von München gelegenen Landkreis nennt die Erhebung, dass gesunde Deutsche an Plätzen leben, wo sich die Gebildeten und Reichen wohlfühlen. Am Starnberger See wohnen die meisten Einkommensmillionäre und es gibt die höchste Ärztedichte Deutschlands. Der Landkreis liegt laut dem „Gesundheitsatlas“ um mehrere Jahre über dem bundesweiten Durchschnitt von 21,6 weiteren Lebensjahren für 60-jährige Männer und 25,1 Jahren für gleichaltrige Frauen.

Noch größer ist der Abstand im Landkreis Starnberg zu den gesundheitlich am stärksten benachteiligten Regionen Deutschlands. Zu den Problemzonen zählen nach den Angaben unter anderem Gelsenkirchen (Nordrhein-Westfalen), Pirmasens (Rheinland-Pfalz) und der Landkreis Jerichower Land (Sachsen-Anhalt).

Egal ob es um Rücken oder Herz geht, die Erhebung zeigt nach Angaben des Magazins ganz deutlich: In wirtschaftlich starken Regionen wie Bayern und Baden-Württemberg sind die Menschen besonders gesund. So haben zusammen mit dem Landkreis Rottweil (Baden-Württemberg) die Menschen in der mittelfränkischen Stadt Schwabach die niedrigste Rate bei der Lungenkrebssterblichkeit. Beim Brustkrebs zeigen sich hingegen kaum regionale Unterschiede.

Grundlage für den „Gesundheitsatlas Deutschland“ waren nach Angaben des Magazins unter anderem die Diagnosedaten aller 17,7 Millionen stationär behandelten Klinikpatienten des Jahres 2011.

dpa

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