Ist Kortison-Creme gefährlich?

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Bei Neurodermitis oder Schuppenflechte kann eine Kortisonsalbe Linderung verschaffen. Wird sie richtig angewendet, sind Folgeschäden für die Haut nahezu ausgeschlossen. 

Gegen Entzündungen der Haut hilft Kortison-Creme. Weit verbreitet ist der Glaube, dass die Salbe gleichzeitig aber die Haut dünner macht. Welche Risiken hat die Anwendung wirklich?

Sie kommt ziemlich häufig zum Einsatz, hat aber wahrlich keinen guten Ruf: Kortison-Creme. Viele fürchten, sie sei schädlich. Aber stimmt das eigentlich?

"Das ist wie mit einem Küchenmesser", sagt Prof. Torsten Zuberbier, Leiter der Europäischen Stiftung für Allergieforschung (ECARF). Bei der richtigen Anwendung sei der Nutzen groß und der Schaden gleich null. Die frei verkäuflichen Kortison-Cremes seien außerdem sehr niedrig dosiert.

Man sollte Kortison-Creme allerdings nicht wie Kosmetik benutzen: Auf Dauer wird die Haut dünner, und erweiterte Blutäderchen werden sichtbar, warnt Zuberbier. Außerdem sei es wichtig, das richtige Produkt zu verwenden: Bei nässenden Hautproblemen sollte es eine Creme sein, bei Trockenheit eher eine Salbe.

Der schlechte Ruf des Kortisons stamme noch aus den 50er Jahren: Da wurde es auch innerlich in viel zu hohen Dosen angewandt und rief starke Nebenwirkungen hervor. Dazu können bei dauerhafter Einnahme etwa Diabetes, Bluthochdruck, Thrombose, Gewichtszunahme sowie grüner und grauer Star zählen.

dpa/tmn

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