Doch keine Alternative?

Zu fettig und zu salzig: Gemüsechips sind kaum gesünder als Kartoffelchips

Eine junge Frau steckt sich eine Handvoll Chips in den Mund.
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Auf Kartoffelchips wollen nur die Wenigsten verzichten.

Die vermeintlich gesunde Alternative zu Kartoffelchips ist oft gar nicht so gesund, wie die Hersteller glauben machen. Das zeigt ein Vergleich der Verbraucherzentrale.

Im Supermarktregal winken ernährungsbewussten* Kunden vermeintlich gesunde Alternativen zu Kartoffelchips – zum Beispiel aus Roter Bete, Mais, Bohnen, Süßkartoffeln, Linsen oder Erbsen. Auf den Verpackungen wird mit bis zu 70 Prozent weniger Fett als in klassischen Kartoffelchips geworben, zudem sollen die Snacks reich an pflanzlichem Protein, Vitamin C und Ballaststoffen sein. Ein Vergleich der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen zeigt auf, dass die Gemüsechips gar nicht so gesund sind, wie die Deklaration glauben macht.

Für die Untersuchung hat die Verbraucherzentrale NRW insgesamt auf 80 frittierte und gebackene Produkte einen genaueren Blick geworfen: im Speziellen auf 37 Chips-Variationen auf Basis von Hülsenfrüchten, 21 Artikel mit Gemüsechips und 22 verschiedene Puff-Snacks, die von 27 Herstellern in den Supermarktregalen und im Online-Handel angeboten werden.

Kartoffelchips vs. Gemüsechips: Wie viele Kalorien und wie viel Fett sind wirklich drin?

Der Blick auf die Nährwertangaben von Gemüsechips zeigt, dass die Produkte im Schnitt rund 495 Kilokalorien und 31 Gramm Fett pro 100 Gramm enthalten. Zum Vergleich: Kartoffelchips weisen im Schnitt rund 535 Kilokalorien und 34 Gramm Fett vor. Der Unterschied ist also gar nicht so groß – vor allem, wenn man bedenkt, dass eine Portion von 60 Gramm bereits rund ein Drittel des Tagesbedarfs an Fett abdeckt.

In der Tabelle sehen Sie, wie die Snack-Produkte im Vergleich zueinander stehen:

ProduktgruppeKilokalorien (Durchschnitt)Fett pro 100 Gramm (Durchschnitt)Salz pro 100 Gramm (Durchschnitt)
Chips aus/mit Hülsenfrüchten439,215,62,3
Chips aus Gemüse495,6231,61,14
Puff-Snacks427,6412,40,84
Kartoffelchips (Vergleichsprodukte zu Chips aus Hülsenfrüchten und Gemüse)535,6034,21,64
Erdnussflips (Vergleichsprodukte für Puff-Snacks)486,0024,81,93

Chips mit Hülsenfrüchten hätten laut Verbraucherzentrale zwar mehr Eiweiß als die Vergleichsprodukte bei den Kartoffelchips, doch der hohe Salzgehalt von 2,3 Gramm würde den positiven Effekt sogleich wieder aufheben. Die empfohlene Tageshöchstmenge von Salz läge bei sechs Gramm und wäre bei einer Chips-Portion von 60 Gramm schon um ein Viertel gedeckt.

Bei den gepufften Snacks gäbe es bei den Produkten zudem eine große Spannweite von 380 Kilokalorien und 1,8 Gramm Fett bis 480 Kilokalorien und 23 Gramm Fett pro 100 Gramm – die Höchstwerte reichen schon fast an den Durchschnittswert bei den überprüften Erdnussflips, die als Vergleichsprodukt dienen, heran.

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Verbraucherzentrale kritisiert Hersteller: Worauf Kunden beim Kauf von Gemüsechips und Co. achten sollten

Die Verbraucherzentrale kritisiert, dass Hersteller den Blick der gesundheitsbewussten Kunden auf ungewöhnliche, neuartige Zutaten sowie vermeintlich gesundheitsfördernde Eigenschaften der Produkte lenken würden und dabei einen „Genuss ohne Reue“ suggerieren. Viele Verbraucher würden deshalb gar nicht mehr auf die Idee kommen, die Nährwertangaben auf der Verpackung zu überprüfen.

„Ein Blick auf die Nährwertangaben lohnt sich jedoch. Allerdings brauchen Verbraucher hierbei auch eine anschauliche und sofort wirksame Hilfe zur Einordnung. Die sehen wir in der verpflichtenden Einführung des sogenannten Nutri-Score – einem farbigen, leicht verständlichen Nährwert-Logo“, so das Fazit von NRW-Verbraucherzentralenvorstand Schuldzinski zum Nährwertcheck. *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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Zehn blutdrucksenkende Lebensmittel

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Kresse als gesundes Würzmittel: Wer Kräuter und Gewürze verwendet, kann Gerichte ganz ohne Kochsalz verfeinern. Auch Basilikum, Koriander, Curry, Ingwer, Thymian usw. gehören zu einer ausgewogenen Ernährung dazu. Besonders Kurkuma soll Cholesterin senken und so die Entwicklung von Herz-Kreislaufkrankheiten verhindern. © dpa/Patrick Pleul
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Bananen enthalten viel Kalium und wenig Natrium und sind deshalb ein wahrer Herzstärker. Auch andere Obstsorten wie Äpfel und auch Trockenobst zählen zu den kaliumreichen und natriumarmen Nahrungsmitteln und sind deshalb für eine herzgesunde Ernährung geeignet. © Frank Leonhardt/dpa
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Es wird diskutiert, ob ein niedriger Vitamin-C-Spiegel im Blut Herzkrankheiten fördert. Zitrusfrüchte wie Zitronen, Orangen aber auch anderes Obst wie Papaya enthalten besonders viel Vitamin C. Dieses soll die Blutgefäße stärken, vor oxidativem Stress schützen und die Aufnahme von Cholesterin hemmen. © Susann Prautsch/dpa
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Blattgemüse wie Spinat enthält Antioxidantien, Ballaststoffe und gesunde Fette und schützt so die Arterien. Brokkoli ist auch ein wahrer Gesundmacher mit Vitamin C, E, Kalium, Kalzium und Ballaststoffen - alles wichtig für ein gesundes Herz. © Jens Kalaene/dpa
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In dunkler Schokolade (mindestens 70 Prozent Kakao-Anteil sollten es sein) stecken Flavonoide und andere pflanzliche Verbindungen, die einen positiven Effekt auf den Cholesterinspiegel haben. Einen Haken gibt es: In Schokolade ist viel Zucker und ungesundes Fett enthalten, weshalb man sie nicht in rauen Mengen essen sollte. Rohkakao ist eine gesunde Alternative. © Oliver Berg/dpa
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Omega-3-Fettsäuren sollen gutes Cholesterin erhöhen, Entzündungen im Körper hemmen und das Risiko für Herzerkrankungen senken. Vor allem in Seefisch wie Forelle, Makrele, Lachs und Sardine ist viel enthalten. Gute Omega-3-Lieferanten sind außerdem Samen wie etwa Chia und Sesam. © Daniel Bockwoldt/dpa
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