Mehr als 1000 Menschen bundesweit an Masern erkrankt

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Laut RKI erkrankten seit Jahresbeginn 1043 Menschen an Masern. Auch in Berlin, wo die meisten Fälle gemeldet wurden, gibt es bisher keinen Engpass bei der Impfstoff-Versorgung. Foto: Lukas Schulze

Gut sechs Monate ist es her, dass in Deutschland gehäuft Masernfälle auftraten. Doch auch jetzt ist der Virus noch lange nicht auf dem Rückzug. Laut des Robert-Koch-Instituts nimmt die Zahl der Erkrankten weiterhin zu.

Berlin (dpa) - Die Masern greifen in Deutschland weiter um sich. Die Zahl der gemeldeten Fälle im Jahr 2015 ist nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) auf 1043 gestiegen.

Zuletzt waren in der Vorwoche rund 900 Masernerkrankungen gemeldet worden. Knapp zwei Drittel der Fälle gehen auf Berlin zurück: Das dortige Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) registrierte bis Montagmorgen 684 Fälle seit Jahresbeginn.

Bei der Impfstoff-Versorgung gibt es nach Angaben des Berliner Apotheker-Vereins allenfalls Verzögerungen, aber keine Engpässe. Wer sich impfen lasse wolle, müsse maximal einen Werktag auf den Impfstoff warten. Nicht alle Arztpraxen hätten den Kombi-Impfstoff - meist gegen Masern, Mumps und Röteln - vorrätig, hieß es.

Seit Beginn der Masernwelle im Oktober 2014 sind in Berlin nach Lageso-Angaben 805 Menschen an Masern erkrankt. Ein Kleinkind starb durch das Virus. Die meisten Patienten hatten keinen ausreichenden Impfschutz.

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