Keine Medikamente nötig?

Bluthochdruck mit Mikronährstoffen behandeln? Magnesium und Vitamin D entfalten blutdrucksenkende Wirkung

Mit Stressreduktion, gesunder Ernährung und Bewegung lässt sich leichter Bluthochdruck oft in den Griff bekommen. Auch Magnesium und Vitamin D können Wirkung zeigen.

Mikronährstoffe spielen eine wichtige Rolle für sämtliche Stoffwechselprozesse im Körper. So sorgt etwa der Mineralstoff Magnesium* dafür, dass unsere Zähne, Knochen und Muskeln gesund bleiben. Vitamin A ist wichtig für den Aufbau einer gesunden Haut und stärkt die Sehkraft. Eine lange Reihe weiterer Mikronährstoffe wie B-Vitamine, Calcium, Kalium oder Folsäure können – und sollten – wir dem Körper über die Ernährung zuführen. Im Fall von Magnesium und Vitamin D konnten Forscher bereits vor längerer Zeit nachweisen, dass sie einem häufigen Volksleiden entgegen wirken: dem Bluthochdruck.

So informierte die Deutsche Apotheker Zeitung (DAZ) bereits im Jahr 2012, dass zahlreiche Studien belegen würden, dass ein Mangel an Magnesium und an Vitamin D die Entwicklung eines Bluthochdrucks begünstigt. So führt die DAZ Studien auf, die zeigen, dass Personen mit einem Vitamin-D-Mangel gegenüber Personen mit gutem Vitamin-D-Status ein 3,2-fach erhöhtes Risiko haben, Bluthochdruck zu entwickeln. In einigen Interventionsstudien wurde der diastolische und systolische Blutdruck durch die Supplementierung von Vitamin D gesenkt, heißt es weiter.

Können Nahrungsergänzungsmittel blutdrucksenkende Wirkung entfalten?

Bluthochdruck bekämpften mit gesunder Ernährung und Nahrungsergänzung mit Magnesium

In Hinblick auf die Magnesium-Gabe bei Bluthochdruck informiert die Pharmazeutische Zeitung (PZ), dass Magnesium in hochdosierter Form sowohl in der Prävention als auch als (ergänzende) Therapiemaßnahme einen zentralen Stellenwert in der Behandlung von Hypertonie erlangt. Das Fachblatt führt eine Studie auf, in welcher 1.101 Personen über einen Zeitraum von zwölf Wochen täglich 150 mg, 300 mg oder 450 mg Magnesium eingenommen hatten. Dabei kamen die Studienleiter zu dem Ergebnis, dass die am höchsten dosierte Magnesiumgabe den Blutdruck am effektivsten gesenkt hatte.

Das PZ-Fazit: „Unter Einbeziehung der Ergebnisse der vorliegenden Arbeit kann behauptet werden, dass eine gezielte Magnesiumzufuhr je nach Blutdrucksituation entweder eine eigenständige oder eine ergänzende Form der Behandlung darstellt. Liegt der Hypertonie keine genetische Disposition zugrunde, sondern wird vorrangig durch einen ungesunden Lebensstil begünstigt, kann vermutet werden, dass die Kombination aus einer gesunden Ernährung und einer oralen Magnesiumtherapie sogar der medikamentösen Therapie überlegen ist. (...) Zusammengefasst geben die ausgewerteten Daten den Hinweis, dass eine höhere Magnesiumdosierung auch bei keinem offensichtlichen Magnesiummangel einen grenzwertigen Blutdruck stabilisieren beziehungsweise eine medikamentöse Therapie unterstützten kann“.

Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln immer mit Arzt oder Ärztin absprechen

Eine Überdosierung von Mikronährstoffen kann jedoch unerwünschte Wirkungen haben. Im Fall von zu hoch dosierten magnesiumhaltigen Nahrungsergänzungsmitteln können das Durchfälle und Magen-Darm-Beschwerden sein bei einer zusätzlichen Magnesiumzufuhr ab 300 Milligramm pro Tag. Eine Dosis von über 2.500 Milligramm pro Tag könne sogar sehr gefährliche Nebenwirkungen wie Blutdruckabfall oder Muskelschwäche haben, heißt es vonseiten der VerbraucherzentraleSprechen Sie deshalb immer zuerst mit Ihrem behandelnden Arzt, bevor Sie Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen – egal ob es sich dabei um Magnesium, Calcium, Vitamin D oder andere Nährstoffe handelt. Dieser kann sie auch in Hinblick auf die optimale Behandlung von Bluthochdruck beraten. (jg) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Mehr Quellen: https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/

Weiterlesen: Bluthochdruck natürlich senken: So brauchen Sie bald keine Medikamente mehr

Zehn blutdrucksenkende Lebensmittel

Kresse als gesundes Würzmittel - Wer Kräuter und Gewürze verwendet, kann Gerichte ganz ohne Kochsalz verfeinern. Auch Basilikum, Koriander, Curry, Ingwer, Thymian usw. gehören zu einer ausgewogenen Ernährung dazu. Besonders Kurkuma soll Cholesterin senken und so die Entwicklung von Herz-Kreislaufkrankheiten verhindern.
Kresse als gesundes Würzmittel: Wer Kräuter und Gewürze verwendet, kann Gerichte ganz ohne Kochsalz verfeinern. Auch Basilikum, Koriander, Curry, Ingwer, Thymian usw. gehören zu einer ausgewogenen Ernährung dazu. Besonders Kurkuma soll Cholesterin senken und so die Entwicklung von Herz-Kreislaufkrankheiten verhindern. © dpa/Patrick Pleul
Bananen enthalten viel Kalium und wenig Natrium und sind deshalb ein wahrer Herzstärker. Auch andere Obstsorten und auch Trockenobst zählen zu den kaliumreichen und natriumarmen Nahrungsmitteln und sind deshalb für eine herzgesunde Ernährung geeignet.
Bananen enthalten viel Kalium und wenig Natrium und sind deshalb ein wahrer Herzstärker. Auch andere Obstsorten wie Äpfel und auch Trockenobst zählen zu den kaliumreichen und natriumarmen Nahrungsmitteln und sind deshalb für eine herzgesunde Ernährung geeignet. © Frank Leonhardt/dpa
Es wird diskutiert, ob ein niedriger Vitamin-C-Spiegel im Blut Herzkrankheiten fördert. Zitrusfrüchte wie Zitronen, Orangen aber auch anderes Obst wie Papaya enthalten besonders viel Vitamin C. Dieses soll die Blutgefäße stärken, vor oxidativem Stress schützen und die Aufnahme von Cholesterin hemmen.
Es wird diskutiert, ob ein niedriger Vitamin-C-Spiegel im Blut Herzkrankheiten fördert. Zitrusfrüchte wie Zitronen, Orangen aber auch anderes Obst wie Papaya enthalten besonders viel Vitamin C. Dieses soll die Blutgefäße stärken, vor oxidativem Stress schützen und die Aufnahme von Cholesterin hemmen. © Susann Prautsch/dpa
Blattgemüse wie Spinat enthält Antioxidantien, Ballaststoffe und gesunde Fette und schützt so die Arterien. Brokkoli ist auch ein wahrer Gesundmacher mit Vitamin C, E, Kalium, Kalzium und Ballaststoffen - alles wichtig für ein gesundes Herz.
Blattgemüse wie Spinat enthält Antioxidantien, Ballaststoffe und gesunde Fette und schützt so die Arterien. Brokkoli ist auch ein wahrer Gesundmacher mit Vitamin C, E, Kalium, Kalzium und Ballaststoffen - alles wichtig für ein gesundes Herz. © Jens Kalaene/dpa
In dunkler Schokolade (mindestens 70 Prozent Kakao-Anteil sollten es sein) stecken Flavonoide und andere Verbindungen, die einen positiven Effekt auf den Cholesterinspiegel haben. Einen Haken gibt es: In Schokolade ist viel Zucker und ungesundes Fett enthalten, weshalb man sie nicht in rauen Mengen essen sollte. Rohkakao ist eine gesunde Alternative.
In dunkler Schokolade (mindestens 70 Prozent Kakao-Anteil sollten es sein) stecken Flavonoide und andere pflanzliche Verbindungen, die einen positiven Effekt auf den Cholesterinspiegel haben. Einen Haken gibt es: In Schokolade ist viel Zucker und ungesundes Fett enthalten, weshalb man sie nicht in rauen Mengen essen sollte. Rohkakao ist eine gesunde Alternative. © Oliver Berg/dpa
Omega-3-Fettsäuren sollen gutes Cholesterin erhöhen, Entzündungen im Körper hemmen und das Risiko für Herzerkrankungen senken. Vor allem in Seefisch wie Forelle, Makrele, Lachs und Sardine ist viel enthalten. Gute Omega-3-Lieferanten sind außerdem Samen wie Chia und Sesam.
Omega-3-Fettsäuren sollen gutes Cholesterin erhöhen, Entzündungen im Körper hemmen und das Risiko für Herzerkrankungen senken. Vor allem in Seefisch wie Forelle, Makrele, Lachs und Sardine ist viel enthalten. Gute Omega-3-Lieferanten sind außerdem Samen wie etwa Chia und Sesam. © Daniel Bockwoldt/dpa
Wer häufig Ballaststoffe isst, reduziert das Risiko Herz-Kreislaufkrankheiten zu bekommen. Vor allem Hülsenfrüchte wie Linsen und Bohnen liefern viele Ballaststoffe, aber auch Vollkornprodukte, Getreide wie Amaranth und Dinkel, Obst und Gemüse.
Wer häufig Ballaststoffe isst, reduziert das Risiko Herz-Kreislaufkrankheiten zu bekommen. Vor allem Hülsenfrüchte wie Linsen und Bohnen liefern viele Ballaststoffe, aber auch Vollkornprodukte, Getreide wie Amaranth und Dinkel, Obst und Gemüse. © Andreas Gebert/dpa
Heidelbeeren liefern viele Antioxidantien, die die Zellen und so auch die Blutgefäße schützen. Deshalb wird ihnen eine herzgesunde Wirkung zugesprochen. Auch andere Beeren haben diesen Effekt.
Heidelbeeren liefern viele Antioxidantien, die die Zellen und so auch die Blutgefäße schützen. Deshalb wird ihnen eine herzgesunde Wirkung zugesprochen. Auch andere Beeren haben diesen Effekt. © Mohssen Assanimoghaddam/dpa
Knoblauch wirkt als Blutdruck- und Cholesterinsenker und beugt so Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor.
Knoblauch wirkt als Blutdruck- und Cholesterinsenker und beugt so Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor. © Sven Hoppe/dpa
Nüsse enthalten gesunde Fette und Ballaststoffe und machen sie deshalb zum perfekten Bestandteil herzgesunder Ernährung.
Nüsse enthalten gesunde Fette und Ballaststoffe und machen sie deshalb zum perfekten Bestandteil herzgesunder Ernährung. © Gregor Fischer/dpa

Rubriklistenbild: © Lisa Krassuski

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