Bei diesen Krankheiten hilft Musiktherapie

Berlin - Schöne Musik entspannt und macht glücklich. Schon vor der Antike machten sich Ärzte die heilende Wirkung von Klängen zu Nutze. Bei bestimmten Krankheiten ist die Therapieform besonders erfolgreich.

Chronische Kopfschmerzen und Migräne können erfolgreich mit Musiktherapie behandelt werden. Studien von Wissenschaftlern der SRH Hochschule Heidelberg belegen, dass sich bei einer Kombination von medizinischer Schmerztherapie und Musiktherapie die Stärke der Schmerzen deutlich verringert. Zur Verbesserung der Lebensqualität von Patienten tragen die aktive wie auch die passive Form der Musiktherapie bei.

Bei der aktiven Form steht das Improvisieren im Vordergrund. Frei von allem Leistungsdruck projiziert der Kopfschmerzpatient seine angestauten Emotionen auf das Instrument. Dabei kommt es nicht darauf an, wie es klingt. Vielmehr soll im musikalischen Rollenspiel mit dem Therapeuten eine gewisse Erstarrung gelöst werden, die sich nach Aussage der Forscher bei vielen Schmerzpatienten in allen Lebensbereichen zeigt.

Bei der passiven Musiktherapie geht es um das Musikhören zur Entspannung. Verbunden mit unterstützenden Übungen und Gesprächen mit dem Therapeuten kann die Musik den Stresszustand mindern, in dem sich der Betroffene fast immer befindet. Die Musik kann so auf die Gefühlswelt einwirken und tiefere Schichten zum Klingen bringen, zu denen die Sprache nicht vordringen kann.

Die Wurzeln dieser Therapieform gehen auf Zeiten vor der Antike zurück. Die Musiktherapie nutzt dieses alte Wissen und erweitert es durch neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu ihrem heutigen Wirkungsverständnis.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa

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