Prostata: Kleines Organ mit vielen Aufgaben

3D-Modell einer Prostata
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3D-Modell einer Prostata.

Schon der Name klingt für die meisten Männer vor allem nach Problemen. Von der genauen Lage der Prostata erfahren viele erst, wenn diese zu Beschwerden führt.

Die Vorsteherdrüse, meist mit dem lateinischen Fachwort als Prostata bezeichnet, trägt ihren Namen, weil sie der Blase quasi vorsteht. Das kastaniengroße Drüsenorgan umschließt unterhalb dieser die Harnröhre. Sie ist zudem von einer Kapsel umgeben, an der empfindliche Nerven entlanglaufen – ein Grund, warum Prostata-Operationen zu Komplikationen führen können. Eine wichtige Funktion der Drüse ist es, eine Flüssigkeit zu produzieren, die beim Samenerguss dem Sperma beigemischt wird und die Samenzellen ernährt. Auch spielt das Organ eine Rolle im Hormonstoffwechsel. So wird dort der Botenstoff Testosteron in das biologisch aktive Dihydrotestosteron umgewandelt.

Vergrößerte Drüse

Mit fortschreitendem Alter nimmt die Prostata in der Regel an Größe zu. Dies ist an sich harmlos, kann aber zu ernsten Beschwerden führen. Typisch sind überfallartiger Harndrang oder ein dünnerer Urinstrahl. Wenn der Harnstrahl also plötzlich dünn wird oder während des Wasserlassens abbricht, muss dahinter keineswegs eine Krebserkrankung stecken. Meist ist eine gutartige Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie) die Ursache. Doch auch diese sollte behandelt werden. Sonst kann es etwa zu plötzlichem Harnverhalt kommen. Der Betroffene kann plötzlich überhaupt nicht mehr Wasser lassen.

Krebs sehr häufig

Zur Verfügung stehen bei der Therapie verschiedene Medikamente. Nehmen die Beschwerden zu, sollte man auch bei einer gutartigen Vergrößerung eine Operation erwägen. Zum Einsatz kommen etwa minimalinvasive Techniken mit dem Laser. Doch entwickeln sich in der Vorsteherdrüse leider oft auch bösartige Zellen. Während bei jüngeren Männern Prostatatumore sehr selten sind, sind sie in hohem Alter häufig. Doch unterscheiden sich diese in der Aggressivität. Nicht immer sterben die Betroffenen daran. So fand man bei Obduktionen von 80-Jährigen, die nicht an Prostatakrebs gestorben waren, bei bis zu 80 Prozent Tumorzellen.

sog

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