Schilddrüse beeinflusst Farbensehen

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Fluoreszenzmikroskopische Aufnahmen der Zapfenzellen in der Retina einer erwachsenen gesunden Ratte.

Bisher ging man davon aus, dass die Farbempfindlichkeit der Zapfen in der erwachsenen Retina festgelegt ist. Doch nun haben Forscher herausgefunden, dass Hormone der Schilddrüse auch dafür verantworlich sind.

Es ist bekannt, dass die Schilddrüse hat einen Einfluss auf die Herzschlag-Folge und den Blutdruck hat.  Nun haben Forscher  vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main eine neue Funktion der Drüse entdeckt: Schilddrüsen-Hormone steuern das Gleichgewicht der für die Farbwahrnehmung im Auge zuständigen Zellen. Ein Mangel dieser Hormone führe dazu, dass Farben verändert wahrgenommen werden.

Nach Experimenten mit Mäusen und ratten, vermuten die Wissenschaftler, dass ein Regelkreis bei allen Säugetieren einschließlich des Menschen vorliegt. Ein im Erwachsenenalter auftretender Schilddrüsenhormonmangel (Hypothyreose) würde sich dann auch auf das Farbensehen auswirken.

Schilddrüsenhormone spielen eine wesentliche Rolle bei der Entwicklung des Körpers und auch des Nervensystems. Eine angeborene Unterfunktion oder gar ein Fehlen der Schilddrüse (congenitale Hypothyreose) führen zu gravierenden körperlichen und geistigen Entwicklungsstörungen.

Quelle: Max-Planck-Gesellschaft

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