Das Brustzentrum Rotenburg

Lesen Sie hier Informationen zum Brustkrebszentrum Rotenburg.

Welche Aspekte zeichnen das Brustzentrum Rotenburg aus, welches Ziel verfolgt es?

Im Brustzentrum Rotenburg werden alle Untersuchungstechniken und Behandlungsmöglichkeiten für Frauen mit Brustkrebs angeboten. Alle Fachdisziplinen arbeiten unter einem Dach. Insbesondere die Frauenklinik hat sich auf dem Gebiet der Diagnostik und Therapie bei Frauen mit Brusterkrankungen spezialisiert. Es findet eine enge Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern statt, um umfassende Behandlungsmöglichkeiten für Patientinnen im Raum Rotenburg anbieten zu können.

Eine interdisziplinäre Kooperation ist ein wichtiger Faktor in Ihrem Brustzentrum – was heißt das konkret für die Patientinnen und Ärzte?

Die neu aufgebauten Strukturen im Form von Brustzentrum, Tumorzentrum und DMP-Klinik ermöglichen eine Versorgung auf dem heute hohen Niveau. Die Versorgung der Patientinnen erfolgt interdisziplinär mit allen Spezialisten unter einem organisatorischen Dach und in einem zentralen Gebäudekomplex.

Für Brustkrebspatientinnen bieten Sie zusätzlich besondere Informationsmöglichkeiten an. Was hat es mit dem von Ihnen ins Leben gerufenen „Info-Café für Brustkrebspatientinnen“ auf sich?

Professor Dr. med. Harald Meden, seit 1999 Chefarzt der Frauenklinik in Rotenburg (Wümme), hat nach Gründung einer Brustsprechstunde in der Frauenklinik die Entwicklung des Brustzentrums maßgeblich vorangetrieben. Neben dem umfassenden und interdisziplinären Leistungsspektrum des Brustzentrums Rotenburg setzt der Chefarzt sich für einen regen Austausch mit Brustkrebspatientinnen ein.

Durch die Veränderungen der Gesundheitsreform werden die Liegezeiten der Patientinnen im Krankenhaus immer kürzer. Gleichzeitig ist das Wissen über das Mammakarzinom größer geworden. Hieraus resultiert ein erhöhter Informations- und Beratungsbedarf für die Patientinnen. Dies kann in der relativ kurzen stationären Verweildauer nicht in vollem Umfang geleistet werden. Daher habe ich die Idee entwickelt, eine gesonderte, regelmäßig stattfindende Veranstaltung für Patientinnen mit Brustkrebs einzurichten. Dies erfolgt in Form des Info-Cafés.

Stationär behandelte Patientinnen mit Mammakarzinom werden von den Schwestern und Ärzten darüber informiert, dass es das Info-Café für Brustkrebspatientinnen gibt. Ergänzend hierzu wird über das Informationsprogramm informiert. Die Veranstaltungen finden einmal monatlich im Diakoniekrankenhaus statt. Auch für die Arbeit in den Arztpraxen der einweisenden Ärzte ist es wichtig und hilfreich, auf ein solches Informationsangebot hinweisen zu können.

Die psychoonkologische Betreuung von Brustkrebspatientinnen wird im Rahmen der Therapie immer wichtiger. Was bietet das Brustzentrum Rotenburg in diesem Bereich an?

Momentan führen wir Schulungen für Ärzte auf dem Gebiet des Psychoonkologie und Palliativmedizin durch. Das Informations- und Beratungsangebot in diesem Bereich wird derzeit ausgebaut. Darüber hinaus engagiert sich der Sozialdienst unserer Klinik auf diesem Gebiet. Des weiteren leistet die Krankenhausseelsorge wichtige Arbeit für unsere Patientinnen.

Warum ist ein enger Kontakt zu den niedergelassenen Ärzten unerlässlich?

Das wichtigste gemeinsame Ziel ist die optimale Behandlung der Patientin. Angesichts der rasanten Entwicklung der Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten für Frauen mit Brustkrebs ist hier ein rascher Informationsaustausch zwischen Klinik und Praxis unbedingt erforderlich. Auch der Austausch über organisatorische und strukturelle Neuerungen ist besonders wichtig. Mit diesen Zielsetzungen findet einmal pro Jahr eine entsprechende spezielle ärztliche Fortbildung in Form des Rotenburger Mamma-Symposiums statt. In diesem Jahr wurde das 7. Rotenburger Mamma-Symposium ausgerichtet. Ergänzend hierzu und ergänzend zum Info-Café veranstalten wir einmal im Jahr für Patientinnen einen Tag der Brustgesundheit. Dort werden neue Untersuchungs- und Behandlungsverfahren sowie neue Versorgungskonzepte vorgestellt. Es hat sich gezeigt, dass diese Veranstaltungen für die Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten sehr wichtig sind, da die Patientin von den niedergelassenen Ärzten in die Klinik überwiesen bzw. eingewiesen und von dort zurück überwiesen wird. Solche Veranstaltungen sind wichtig für einen möglichst reibungslosen Ablauf in der Versorgung der Patientinnen.

Ergänzend zu diesen Veranstaltungen wurde jetzt als Pilotprojekt ein Qualitätszirkel zum Thema Brustkrebs für niedergelassene Ärzte eingerichtet.

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