Studie: Fernsehen macht Kinder dumm

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Die Flimmerkiste fasziniert vor allem Kinder.

Sandmännchen, Sesamstraße oder SpongeBob- schon kleine Kinder lieben diese TV-Sendungen. Doch wer früh anfängt und zu lang vor der Flimmerkiste sitzt, wird nach einer aktuellen Studie dumm und dick.

Kleine Kinder sollten möglichst wenig fernsehen. Den der TV-Konsum schädigt die geistige und körperliche Entwicklung nachhaltig, wie jetzt eine kanadische Studie zeigt.

Demnach drohen die Kleinen geistig und körperlich träge zu werden. “Die frühe Kindheit ist eine entscheidende Phase für die Hirnentwicklung und die Prägung des Verhaltens“, sagt Studienleiterin Linda Pagani von der Universität Montreal. “Während dieser Zeit kann viel Fernsehkonsum zu ungesunden Gewohnheiten führen.“

Die Psychologin prüfte zunächst den Fernsehkonsum von rund 1.300 Kindern im Alter von 2,5 und vier Jahren. Als die Kinder zehn Jahre alt waren, befragte Pagani dann ihre Lehrer nach Leistung und Verhalten der Schüler.

Bilder aus 40 Jahren Sesamstraße

„Es war einmal vor 40 Jahren in New York...“ - So fangen Märchen für kleine Kinder an. Auch die Sesamstraße ist ein Märchen. Ursprünglich sollten sozialschwache Kinder für die Vorschule gefördert werden. © KiKA
Den deutschen Sendern war die Sesamstraße zu multikulturell. Der Bayerische Rundfunk nahm das Original aus dem Programm. Begründung: „Kulturelle Überfremdung“ der Kinder. © KiKa
Ursprüngliche Crew. Die erste Sendung lief am 10. November 1969 im amerikanischen Fernsehen. Das Format spielte in den New Yorker Slums. © KiKa
Spendenaktion. Die Sesamstraße unterstützt viele soziale Projekte. © dpa
Ernie und Bert © dpa
Ägyptische Sesamstraße. Barbara Bush ist zu Besuch. © dpa
„Manama Na...“ - Wissen Sie noch, wie es weiter geht? Genau! „Batipitipi!“ Ein ähnlicher Ohrwurm wie die Songs von Ernie. © dpa
Ob das wohl schmeckt? Biolek hat Rumpel aus der Mülltonne zu Gast. © dpa
Finchen, die Schnecke, kennen nur die deutschen Kinder. © dpa
Ernie aus Amerika. © dpa
„Keeeekse!“ Von diesem bekommt das Krümelmonster nie genug. © dpa
In Amerika sind die Figuren quietschbunt und total verrückt. © dpa
Die Sesamstraße in Amerika. Der Eindruck eines Slums ist hier gewünscht. © dpa
Miss Piggy - das „Starschwein“ und Dauerverlobte von Kermit. Im Gegensatz zu Disney gibt es Blicke in die Zukunft, in der beide verheiratet sind und Kinder haben. Auch leichte Andeutungen zum Thema Sex hört man von der Diva. © dpa
„Quietscheentchen nur mit dir...“ Diesen Ohrwurm kennen nicht nur Kinder. © dpa
Werbung in Amerika. © dpa
Bert, Samson, Bibo und das Krümelmonster. © dpa
„Graf Zahl“ - Er lehrt die Kinder das Rechnen auf eine liebevoll gruselige Art und Weise. © dpa
Samson, Tiffy und die neuen, menschlichen Darsteller der Sesamstraße: Vijak Bayani (l), Caroline Kiesewetter und Nils Julius (r) © dpa
Die Sesamstraße gibt es tatsächlich. Sie liegt in Köln im „Märchenviertel“. Mit der Kindersendung hat sie allerdings nichts zu tun. Der Name der Straße bezieht sich auf „Ali Baba und die 40 Räuber„. Mit „Sesam öffne dich!“ konnten sie an ihre Schätze. © dpa
Ernie und Bert beim Musical „Sesamstraße„ © dpa
2000 ausgestrahlte Folgen. © dpa
Dirk Bach tritt als Zauberer regelmäßig in der Sesamstraße auf.  © dpa
Keine Angst vor Ernie! Kinder und ihre Eltern demonstrieren für einen kinderfreundlichen Sendeplatz der Sesamstraße. © dpa
Herr von Bödefeld - der ewige Nörgler - mit einem seiner Puppenväter. © dpa
Tiffiy, Finchen und Marianne Sägebrecht. Viele deutsche Schauspieler waren hier zu Gast. © dpa
Ingolf Lück, wer hätte das gedacht. Hier mit Rumpel, der deutschen Version von Oscar dem Mülltonnenmonster. © dpa
Immer wieder auf der Bühne. Ernie und Bert sind heiß begehrt. © dpa
Frohe Weihnacht in der Männer-WG. © dpa
Sind sie oder sind sie nicht?! Böse Zungen behaupten, Ernie und Bert wären mehr als nur gute Freunde. © dpa
„Wer hat´s gesehen?“ Ernie und Bert als Kandidaten. © dpa
OB Klaus Wowereit empfängt die beiden Freunde. © dpa
Zu Besuch beim Sandmännchen. © dpa
Finchen und Rumpel bekommen Besuch von einem Indianer. © dpa
Michelle Obama in der Sesamstraße. Ursprünglich war das Format für farbige und unterpriviligierte Kinder gedacht. © dpa

Das erschreckende Resultat stellen die Forscher in der Zeitschrift “Archives of Pediatrics and Adolescent Medicine“ vor: Hatten die Teilnehmer im Kleinkindalter viel ferngesehen, so waren sie schlechter in der Schule, neigten verstärkt zu Trägheit, ernährten sich schlechter und hatten einen höheren Körper-Masse-Index (BMI). (Quelle: “Archives of Pediatrics and Adolescent Medicine“, Vol. 164, S. 425-431)

DAPD

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