Tinnitus: Ursache im Hörzentrum - neue Therapie

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Mangelnde Hemmung von Nervenzellen im Hörzentrum als Ursachen von Tinnitus.

Tinnitus geht möglicherweise auf eine mangelnde Hemmung von Nervenzellen im Hörzentrum zurück. Dieses Resultat einer amerikanischen Studie könnte neue Verfahren zum Behandlung der Ohrgeräusche eröffnen.

Weltweit leiden Millionen Menschen in unterschiedlichem Maße an Klingeln, Rauschen oder Brummen. Die Hintergründe der Dauertöne sind noch immer weitgehend ungeklärt. Um die Ursache zu ermitteln, lösten Forscher der Universität Pittsburgh bei Mäusen durch lautem Lärm Tinnitus aus.

Danach zeigten Untersuchungen des Hirngewebes bei den Tieren auffällige Veränderungen in einem bestimmten Teil des Hörzentrums. Dieser sogenannte dorsale cochleare Nucleus (DCN) reagierte bei Tinnitus-Mäusen stärker auf elektrische Stimulation als bei gesunden Artgenossen. Dies lag offenbar daran, dass ein auf dem Botenstoff GABA beruhender Signalweg, der gewöhnlich die Nervenzellen hemmt, weitgehend blockiert ist. Möglicherweise könnten Stoffe, die die Hemmung durch den Botenstoff GABA verstärken, die Ohrgeräusche bessern, schreiben die Forscher im Fachblatt “PNAS“.

(Quelle: “Proceedings of the National Academy of Sciences“, Online-Vorabveröffentlichung)

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