Verharren in Trauer kann krankhaft sein

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Die Trauer wegen eines Verlusts kann pathologisch werden. Hier hilft ein Therapeut. Foto: Patrick Seeger

Leipzig (dpa/tmn) - Wer sechs Monate nach dem Verlust einer geliebten Person noch immer stark verzweifelt ist, sollte einen Therapeuten um Rat fragen. Die Diagnose könnte pathologische Trauer sein.

Trauer kann krankhafte Züge annehmen. Sind Trauernde nach sechs Monaten immer noch stark in ihrer Verzweiflung gefangen, und finden nicht in den Alltag zurück, kann ihnen eine Therapie zur Bewältigung der Trauer helfen. Weitere Anzeichen sind, wenn Betroffene ihr Leben als sinn- und bedeutungslos empfinden und sich intensiv nach dem Verstorbenen sehnen. Darauf weist Prof. Anette Kersting von der Universität Leipzig hin, die zum Thema Trauer forscht.

In einer Studie konnte sie nachweisen, dass fast 7 Prozent der Menschen in Deutschland, die einen Verlust erlebt haben, eine pathologische Trauer entwickeln. Eine psychotherapeutische Behandlung kann Betroffenen helfen, ihre Trauer zu bewältigen. Außerdem bietet eine Selbsthilfegruppe die Möglichkeit, sich auszutauschen.

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