Medikamente, wenig Durst

Warum Hitze älteren Menschen so zu schaffen macht

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An heißen Tagen müssen besonders Senioren viel trinken. Am besten eignen sich Mineralwasser oder isotonische Getränke. Foto: Roland Weihrauch

Besonders Senioren haben unter der aktuellen Hitzewelle zu leiden. Aber wie können ältere Menschen sich gegen die hohen Außentemperaturen wappnen?

Berlin (dpa) - Der Hochsommer ist da und bringt Deutschland ins Schwitzen. Vor allem Senioren macht das zu schaffen - aber wieso eigentlich? 

"Das hat zunächst einen physiologischen Grund: Ältere Menschen haben deutlich weniger Wasser im Organismus, dafür etwas mehr Fett", sagt der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG), Hans Jürgen Heppner.

Außerdem hätten ältere Menschen von Haus aus ein geringeres Durstgefühl - warum das so ist, sei noch nicht abschließend erforscht, sagt Heppner. "Sie müssen im höheren Alter eher nach einem Stundenplan trinken als nach Durst." Erschwerend hinzu komme, dass viele Senioren Medikamente nehmen, die zu einer erhöhten Ausscheidung von Flüssigkeit führen.

Der Wassermangel kann den Blutkreislauf und die Versorgung, etwa des Gehirns, mit wichtigen Mineralien stören. So erklärt sich auch, dass viele dehydrierte Menschen verwirrt oder geistesabwesend wirken. Mindestens eineinhalb Liter empfiehlt Heppner daher an Hitzetagen zu trinken - zusätzlich zu dem was man zum Essen trinkt. "Am besten Mineralwasser, eine Brausetablette oder ein isotonisches Getränk."

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