Schuppig und wund

Weißer Hautkrebs: Bei diesen auffälligen Stellen ab zum Arzt

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Die Hände sind oft betroffen: Weißer Hautkrebs ist nicht einfach zu erkennen - einige Warnsignale der Haut sollten Sie zum Hautarzt führen.

Frühzeitig erkannt kann der weiße Hautkrebs mit einer Wahrscheinlichkeit von über 95 Prozent geheilt werden. Erfahren Sie hier, wie Sie die bösartige Hautveränderung erkennen.

Hautärzte schlagen Alarm: Zurzeit gibt es in Deutschland jährlich rund 300.000 Neudiagnosen von Hautkrebs, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) meldete. Bei 23.000 Fällen handelt es sich um den gefährlichen schwarzen Hautkrebs, die überwiegende Mehrzahl der Patienten leidet am weißen Hautkrebs - der weitaus besser heilbar und selten lebensbedrohlich ist, sofern man ihn rechtzeitig behandelt.

Rot, schuppig oder wie eine Narbe: So erkennen Sie weißen Hautkrebs

Deshalb ist es so wichtig, bei Hautveränderungen einen Hautarzt aufzusuchen. Doch wie erkennt man weißen Hautkrebs, unter den Basalzellkarzinome und Plattenepithelkarzinome gezählt werden? Die bösartige Zellveränderung bei einem Basalzellkarzinom zeigt sich dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen zufolge in der Regel als glänzendes wächsernes Knötchen, das am Rand von kleineren Knötchen besetzt sein kann. In manchen Fällen schimmern auch rote Blutgefäße durch. Im Verlauf kann sich ein Geschwür bilden, die Hauterhebung fällt ein und fängt an zu nässen und zu bluten - ein Zeichen, dass ein Tumor wächst. Verheilt die Wunde nicht und fängt immer wieder an zu bluten, spricht alles für ein Basalzellkarzinom. Basalkarzinome können aber auch klar abgegrenzt, rötlich oder rosa und schuppig aussehen. In manchen Fällen ist diese Art von Hautkrebs aber auch dunkel gefärbt oder ähnelt einer Narbe. 

Plattenepithelkarzinome werden, wie das Basalzellkarzinom auch, zum weißen Hautkrebs gezählt. Ersteres zu erkennen und von einem Basalzellkarzinom zu unterscheiden, ist für den Laien nicht einfach, weil sich die beiden Hautkrebs-Arten in ihrer Ausprägung sehr ähneln können. Typisch beim Plattenepithelkarzinom sind schuppige und gerötete Hautstellen, die eine bräunliche Farbe annehmen können. Auch schorfige und verkrustete Wunden, die bluten können, sind ein Anzeichen.

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Weißer Hautkrebs im Gesicht: Diese Stellen sind besonders gefährdet

Generell kann weißer Hautkrebs zwar überall am Körper entstehen, doch manche Stellen sind besonders gefährdet. Betroffen sind besonders häufig Stirn, Ohren, Glatze, Nase, Unterlippe, Nacken und Hände - also Stellen, die besonders häufig der Sonne ausgesetzt sind. Beine und Oberkörper sind der Deutschen Krebshilfe zufolge weitaus seltener betroffen.

Wie der Focus berichtete, müssen besonders Menschen mit heller Haut, blonden oder roten Haaren und heller Augenfarbe aufpassen, weil sie in der Regel schneller einen Hautkrebs entwickeln als Menschen mit dunklerem Hauttyp. Auch diejenigen, die berufsbedingt viel an der Sonne sind, sollten verstärkt auf Hautveränderungen achten und regelmäßig zum Hautarzt gehen.

Mehr zum Thema: Das Ohr einer Britin wird schwarz und muss amputiert werden - dieser beklemmende Grund steckt dahinter.

Weißen Hautkrebs behandeln und vorbeugen

Diagnostiziert ein Dermatologe weißen Hautkrebs, hängt die Behandlung davon ab, wie weit fortgeschritten der Krebs bereits ist. In vielen Fällen genügt eine Operation, um das entartete Gewebe zu entfernen. Je nach Größe und Art des Tumors können allerdings auch Medikamente und Bestrahlung zum Einsatz kommen.

Um es erst gar nicht soweit kommen zu lassen, sollten Sie sich so selten wie nur möglich den UV-Strahlen der Sonne aussetzen. Meiden Sie die Sonnenstrahlung zwischen 11 und 15 Uhr am besten komplett und schützen Sie sich mit Sonnenschutzmitteln mit hohem Lichtschutzfaktor. Hier gilt: Dick auftragen! "Eine Packung Sonnenschutz hält pro Person vielleicht zwei Wochen. Aber nicht drei Sommer lang für eine Familie", sagte Dirk Schadendorf, Hautarzt am Uniklinikum Essen, der dpa.

Dieser Artikel ersetzt nicht den Gang zum Hautarzt. Nur dieser kann die richtige Diagnose stellen und eine geeignete Therapie einleiten.

Weiterlesen: Stiftung Warentest prüft Sonnencremes mit hohem Lichtschutzfaktor - zwei teure Produkte fallen durch.

jg

Hautkrebs - die unterschätze Gefahr

Sonnen im Liegestuhl
Sonnenanbeter am Strand, Solariumsbesucher oder Bauarbeiter, die in der prallen Mittagssonne schuften - sie alle setzen sich UV-Strahlung aus, die das Hauptrisiko für Hautkrebs ist. Krebserkrankungen sind in Deutschland weiter auf dem Vormarsch. Der am Dienstag veröffentlichte Arztreport der Barmer GEK belegt das: 2012 waren schätzungsweise 1,56 Millionen Menschen von Krebs betroffen - Tendenz steigend. © dpa-mzv
Hautkrebs
Wie viele Neuerkrankungen gibt es? Jedes Jahr erkranken in Deutschland laut Barmer-Report mehr als 200.000 Menschen neu an Hautkrebs. Die Deutsche Krebshilfe geht sogar von jährlich rund 234.000 Neuerkrankungen aus. Allein mehr als 20.000 Diagnosen betreffen den gefährlichen "schwarzen" Hautkrebs. © dpa-mzv
Schwarzer Hautkrebs
Welche Arten von Hautkrebs gibt es? Die gefährlichste Form ist das maligne Melanom, der sogenannte schwarze Hautkrebs. Er kann sich rasch über das Lymphgefäßsystem oder die Blutbahn im Körper ausbreiten. © dpa
Hautkrebs
Der sogenannte helle Hautkrebs, zu dem das Basalzellkarzinom und das Plattenephithelkarzinom zählen, ist deutlich verbreiteter, bildet aber seltener Metastasen. Kennzeichen sind leichte Verhornungen auf der Haut, vornehmlich an Stellen, die besonders der Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind wie Gesicht und Nacken.   © dpa
Hautkrebs-Screening
2012 starben laut Statistischem Bundesamt 2875 Menschen an einem schwarzen Hautkrebs. Die Prognosen sind Experten zufolge vergleichsweise günstig: Zwei Jahre nach der Erstdiagnose leben noch 97,3 Prozent der Männer und 97,5 Prozent der Frauen. Beim hellen Hautkrebs sind die Prognosen noch etwas günstiger. Grundsätzlich gilt: Wird Hautkrebs früh erkannt, bestehen gute Heilungschancen. © dpa
UV-Strahlung Sonne
Welche Faktoren begünstigen die Entstehung? Hauptrisikofaktor ist die UV-Strahlung der Sonne, die die Haut schädigen und Krebs hervorrufen kann. Auch das künstliche UV-Licht von Solarien erhöht das Hautkrebsrisiko, weshalb zum Beispiel die Deutsche Krebshilfe von Solarienbesuchen abrät. Neben UV-Strahlen beeinflusst nach Angaben des unabhängigen IQWiG-Instituts vor allem das Erbgut, ob jemand erkrankt. © dpa
Sonne in den Bergen
Was sind weitere Risikofaktoren? Menschen mit heller Haut haben ein höheres Risiko als jene mit dunklerer Haut. Auch häufiger und starker Sonnenbrand vor allem im Kindesalter steigert das Risiko, ebenso eine höhere Zahl von Muttermalen und Leberflecken. Hat jemand einen Hautkrebsfall in der eigenen Familie, kann dies das eigene Risiko steigern. Auch manche Chemikalien und bestimmte Medikamente können Hautkrebs fördern. Nicht zuletzt wächst das Hautkrebsrisiko mit zunehmendem Alter. © obs
Solarium
Dürfen Minderjährige ins Solarium? Nein. Seit 2009 ist unter 18-Jährigen die Benutzung von Solarien verboten. 2012 wurden die Vorschriften für Sonnenstudio-Betreiber nochmals verschärft. So gilt unter anderem ein Mindestabstand für Lampen. Das Personal muss jeden Kunden außerdem beraten. © dpa
Hautkrebs erkennen?
Wie kann ich Hautkrebs erkennen? Man sollte auf auffällige Hautstellen achten. Schwarze Melanome etwa können in sehr unterschiedlicher Form auftreten. Sie können zum Beispiel asymmetrisch sein, einen fransigen Rand haben, sich verfärben oder größer werden. Verdächtige Flecken sollten beim Hausarzt oder Dermatologen abgeklärt werden. © dpa
Sonnen
Gibt es eine Früherkennungsuntersuchung? Ja. Ab dem 35. Lebensjahr können sich gesetzlich Versicherte alle zwei Jahre untersuchen lassen. Das Hautkrebs-Screening bezahlt die Kassen. © dpa-mm
Sonnencreme
Wie kann ich Hautkrebs generell vorbeugen? Da wichtigste ist ein guter Sonnenschutz durch entsprechende Kleidung, Mützen und Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, um sich gegen Sonnenbrand zu wappnen. © dpa
Unter dem Sonnenschirm
Im Sommer sollte man sich vor allem mittags und am frühen Nachmittag besser im Schatten aufhalten. Zur Vorsicht raten Experten bei Lebens- und Nahrungsergänzungsmitteln, die mit dem Versprechen angepriesen werden, Hautkrebs vorzubeugen. Dafür gebe es keine zuverlässigen wissenschaftlichen Belege. © dpa-mzv

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