Sturz auf der Treppe

Arbeitsunfälle gibt es auch im Homeoffice

Auch im Homeoffice gilt der Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung - aber nicht bei jedem Unfall. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
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Auch im Homeoffice gilt der Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung - aber nicht bei jedem Unfall. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Unfälle während der Arbeitszeit passieren auch im Homeoffice. Doch nicht immer gilt das dann als Arbeitsunfall. Was ist zum Beispiel, wenn der Paketbote klingelt?

Köln (dpa/tmn) - Zuhause passieren bekanntlich die meisten Unfälle. Geschieht dies während der Zeit im Homeoffice stellt sich die Frage: War es ein Arbeitsunfall?

Passiert der Unfall in Folge einer versicherten Tätigkeit, steht er grundsätzlich unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Darauf weist die Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) in ihrem Online-Magazin hin. Somit sind nur Tätigkeiten, die im engen Zusammenhang mit den beruflichen Aufgaben zu tun haben, in dieser Form versichert.

Stürzt der im Homeoffice Arbeitende beispielsweise auf der Kellertreppe, um die für den Job notwendige Internetverbindung zu überprüfen, gilt dies als Arbeitsunfall. Rutscht er hingegen bei einer privaten Paketannahme während der Dienstzeit aus, fällt das nicht unter den Versicherungsschutz.

Diese so genannten eigenwirtschaftlichen - also privaten - Tätigkeiten wären auch im Büro grundsätzlich nicht gesetzlich unfallversichert, so die Experten. Damit wären zum Beispiel auch der Gang zur Toilette und das Kaffeetrinken in der Küche im Homeoffice nicht versichert.

© dpa-infocom, dpa:200908-99-474369/2

Artikel der BG ETEM

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