Schwerer Missbrauch

Bei Sport trotz Krankschreibung droht Rauswurf

+
Wer krankgeschrieben ist und Sport treibt, riskiert seinen Arbeitsplatz. Foto: Tobias Hase/dpa

Wer mit einer Fußverletzung krankgeschrieben, sollte nicht an einem Hindernislauf teilnehmen. Ein Polizist auf Probe tat es trotzdem und erhielt prompt die Kündigung. Dagegen zog er vor Gericht.

Cottbus (dpa/tmn) - Wer krankgeschrieben ist, muss nicht die ganze Zeit im Bett liegen. Sind Beschäftigte wegen einer Verletzung arbeitsunfähig, nehmen sie aber besser nicht an einer Sportveranstaltung teil.

Zumindest Staatsdienern wie Polizisten droht dann die sofortige Entlassung. Das geht aus einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Cottbus (Az.: 4 L 110/17) hervor, auf die der Bund-Verlag hinweist.

In dem Fall ging es um einen Polizisten, der an einem 16 Kilometer langen Hindernislauf teilgenommen hatte. Von 649 Teilnehmern belegte er dabei immerhin Platz 127, Hindernissen wie Schlammgraben und Sandkuhlen zum Trotz. Den sportlichen Erfolg feierte er anschließend bei Facebook. Gleichzeitig war er allerdings mit einem ärztlichen Attest wegen einer Fußverletzung krankgeschrieben.

Daraufhin entließ ihn das Land Brandenburg aus seinem Dienstverhältnis auf Probe. Der Polizist zog dagegen vor Gericht - ohne Erfolg. Sein Verhalten sei ein außergewöhnlich schwerer Missbrauch der Krankschreibung, so die Richter, und die charakterliche Eignung für den Polizeidienst damit zweifelhaft.

Mitteilung des Gerichts

Auch interessant

Meistgelesen

Bewerbung: Dieser eine Satz steigert Ihre Jobchancen massiv
Bewerbung: Dieser eine Satz steigert Ihre Jobchancen massiv
Unglaublich dreist: Über diese Bewerber lachen sich Personaler kaputt
Unglaublich dreist: Über diese Bewerber lachen sich Personaler kaputt
Gehalt: Die zehn bestbezahlten Berufe für Angestellte
Gehalt: Die zehn bestbezahlten Berufe für Angestellte
Wie Sie auf die Frage "Was ist Ihr Traumjob?" antworten sollten
Wie Sie auf die Frage "Was ist Ihr Traumjob?" antworten sollten

Kommentare