Er hofft auf eine Chance

Autist (19) postet ehrliche Bewerbung auf LinkedIn – jetzt kann er sich vor Jobangeboten kaum retten

Ein junger Autist wendet sich in einem offenen Brief an seinen zukünftigen Arbeitgeber. Seine Bewerbung trifft voll ins Schwarze – und beschert ihm Jobangebote aus der ganzen Welt.

Autisten haben es auf dem Arbeitsmarkt schwer. Obwohl viele von ihnen über herausragende Fähigkeiten verfügen, scheuen es dennoch viele Arbeitgeber, sich auf diese besonderen Menschen einzulassen. Doch davon wollte sich ein junger US-Amerikaner nicht unterkriegen lassen. Ende Februar postet der 19-jährige Ryan auf dem Karrierenetzwerk LinkedIn* eine grundehrliche, herzerwärmende Bewerbung. Und ahnt wohl nicht, welchen Nerv er damit bei den Menschen trifft.

Autist postet Bewerbung auf LinkedIn: „Mir ist klar, dass jemand wie Sie mir eine Chance geben muss“

„Lieber zukünftiger Arbeitgeber“, beginnt er sein handgeschriebenes Anschreiben, „Ich habe Autismus. Ich besitze aber auch einen einzigartigen Humor, habe eine Begabung für Mathe, bin wirklich gut in Technologien und kann wirklich schnell lernen.“ Am liebsten würde er im Bereich Animation arbeiten oder in der IT, schreibt er weiter.

Und dann wird es herzergreifend: „Mir ist klar, dass jemand wie Sie mir eine Chance geben muss. Ich lerne nicht wie typische Leute“, schrieb Ryan. „Ich würde einen Mentor brauchen, der mich einlernt, aber ich lerne schnell, und wenn man mir einmal etwas erklärt hat, verstehe ich es.“ Sollt er eine Chance bekommen, so würde er hart arbeiten und verspricht: „Sie werden es nicht bereuen.“

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Bewerbung erreicht tausende Menschen - und

Mit seinem ehrlichen und aufrichtigen Bewerbungsschreiben traf er tausende Menschen direkt ins Herz. Wie die US-Nachrichtenseite WJLA.com berichtet, sollen inzwischen mehr als 6 Millionen Menschen seinen Beitrag gelesen haben, mehr als 170.000 Nutzer haben seinen LinkedIn-Post geliked. Seitdem wird sein Postfach mit Hilfsangeboten geradezu überschwemmt. Ryan ist laut WJLA sogar mit Experten großer Unternehmen wie Dell im Gespräch.

Seine Eltern könnten nicht stolzer sein. „Jede Mutter möchte, dass ihre Kinder erwachsen werden, ein Leben führen, sich selbst ernähren und unabhängig sind“, berichtet seine Mutter Tracy gegenüber WJLA, „sie brauchen alle eine Chance“. Er selbst hat nur einen Kommentar zu den letzten Wochen: „Verrückt!“ (as) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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Zehn Dinge, die Sie im Bewerbungsgespräch sofort disqualifizieren

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Wer sich zu viel schminkt oder übermäßig stylt, der fällt bei 5 Prozent aller Personalchefs sofort durch. Wenn Sie sich also nicht gerade in einer Firma für Stylingprodukte bewerben, sollten Sie knalligen Lippenstift, zu viel Haargel oder auffälligen Lidschatten lieber sein lassen. © pexels
Zu schlaff, zu stark oder verschwitzt? Ein schlechter Händedruck fällt bei sechs Prozent der Personaler negativ auf.
Zu schlaff, zu stark oder verschwitzt? Ein schlechter Händedruck fällt bei sechs Prozent der Personaler negativ auf. © pixabay
Wer mit einem Coffee-to-go oder der Coladose in der Hand beim Vorstellungsgespräch erscheint, sorgt bei 14 Prozent der Recruiter für Stirnrunzeln.
Wer mit einem Coffee-to-go oder der Coladose in der Hand beim Vorstellungsgespräch erscheint, sorgt bei 14 Prozent der Recruiter für Stirnrunzeln. © pexels
Ihr bewerbt euch für einen Job in der Bank, erscheint aber in Jeans und T-Shirt? Zu lässige Kleidung disqualifiziert Sie bei 24 Prozent aller Personalchefs. Kleiden Sie sich also lieber etwas zu schick als zu bequem - damit macht man nichts falsch.
Ihr bewerbt euch für einen Job in der Bank, erscheint aber in Jeans und T-Shirt? Zu lässige Kleidung disqualifiziert Sie bei 24 Prozent aller Personalchefs. Kleiden Sie sich also lieber etwas zu schick als zu bequem - damit macht man nichts falsch. © pexels
Gegen einen kleinen Snack vor dem Job Interview ist nichts einzuwenden - aber bitte lassen Sie Ihr Essen in der Tasche verschwinden, bevor es ernst wird. 38 Prozent aller Personaler finden es ziemlich unhöflich, wenn Sie nebenbei ihr belegtes Brot oder gar einen miefigen Döner kauen.
Gegen einen kleinen Snack vor dem Job Interview ist nichts einzuwenden - aber bitte lassen Sie Ihr Essen in der Tasche verschwinden, bevor es ernst wird. 38 Prozent aller Personaler finden es ziemlich unhöflich, wenn Sie nebenbei ihr belegtes Brot oder gar einen miefigen Döner kauen. © pixabay
Fallen Sie Ihrem Gegenüber besser nicht ins Wort: Für 39 Prozent der Recruiter ist das ein absolutes No-Go und disqualifiziert Sie auf der Stelle.
Fallen Sie Ihrem Gegenüber besser nicht ins Wort: Für 39 Prozent der Recruiter ist das ein absolutes No-Go und disqualifiziert Sie auf der Stelle. © pixabay
Eigentlich sollte das selbstverständlich sein, aber wer ungepflegt zum Bewerbungsgespräch erscheint, ist bei der Hälfte der Personalchefs unten durch. Also lieber noch einmal duschen, Haare waschen und ein Deo benutzen, bevor Sie sich auf den Weg machen.
Eigentlich sollte das selbstverständlich sein, aber wer ungepflegt zum Bewerbungsgespräch erscheint, ist bei der Hälfte der Personalchefs unten durch. Also lieber noch einmal duschen, Haare waschen und ein Deo benutzen, bevor Sie sich auf den Weg machen. © pexels
"Wer zu spät kommt, den betraft das Leben" - oder der Personalchef. Denn wer beim Vorstellungsgespräch zu spät erscheint, disqualifiziert sich sofort bei 58 Prozent der Unternehmen. Planen Sie sich also genügend Puffer für die Anfahrt ein.
"Wer zu spät kommt, den betraft das Leben" - oder der Personalchef. Denn wer beim Vorstellungsgespräch zu spät erscheint, disqualifiziert sich sofort bei 58 Prozent der Unternehmen. Planen Sie sich also genügend Puffer für die Anfahrt ein. © pixabay
Finger weg vom Handy - das gilt nicht nur beim Familienessen, sondern auch fürs Vorstellungsgespräch. Bei 71 Prozent aller Recruiter schießen Sie sich gleich ins Abseits, wenn Sie im Gespräch Ihr Telefon zücken.
Finger weg vom Handy - das gilt nicht nur beim Familienessen, sondern auch fürs Vorstellungsgespräch. Bei 71 Prozent aller Recruiter schießen Sie sich gleich ins Abseits, wenn Sie im Gespräch Ihr Telefon zücken. © pexels
Das größte No-Go für Personalchefs ist aber unhöfliches Verhalten gegenüber Mitarbeitern. Wer die Empfangsdame anzickt oder andere Mitarbeiter herumkommandiert, der fliegt bei stolzen 86 Prozent aller Personalchefs von der Kandidatenliste.
Das größte No-Go für Personalchefs ist aber unhöfliches Verhalten gegenüber Mitarbeitern. Wer die Empfangsdame anzickt oder andere Mitarbeiter herumkommandiert, der fliegt bei stolzen 86 Prozent aller Personalchefs von der Kandidatenliste. © pixabay

Rubriklistenbild: © Twitter / @SawyerHackett (Screenshot)

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