In Bewerbungen immer das Brutto-Gehalt angeben

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In vielen Stellenanzeigen werden Jobanwärter aufgefordert, in ihren Bewerbungsunterlagen auch ihre Vorstellungen vom Gehalt zu äußern.

Hamburg - Bewerber sollten ihre Vorstellungen vom Gehalt immer als Brutto-Gehalt angeben. Auf keinen Fall sollten Jobanwärter, gefragt nach den Vorstellungen vom Gehalt, den Verdienst netto beziffern.

Das empfiehlt die Gehaltsexpertin Heike Friedrichsen aus Hamburg, die auch einen Ratgeber zum Thema Gehaltsverhandlung geschrieben hat. “Das ist absolut unüblich und macht keinen Sinn.“ Denn was netto vom Gehalt übrig bleibt, kann bei jedem Arbeitnehmer anders sein und hängt an Faktoren wie der Steuerklasse, der Kirchenzugehörigkeit oder möglichen Freibeträgen.

In vielen Stellenanzeigen werden Jobanwärter aufgefordert, in ihren Bewerbungsunterlagen auch ihre Vorstellungen vom Gehalt zu äußern. “Die Personaler wollen sehen, ob der neue Bewerber für die Firma überhaupt bezahlbar ist“, erklärt die Expertin. Gibt man die Gehaltsvorstellungen an, gehören sie idealerweise an das Ende des Anschreibens. Gut sei es, eine Gehaltsspanne mit einer Unter- und einer Obergrenze anzugeben.

So viel kassierten die Bosse der Dax-Konzerne 2011

Sie wollten immer schon wissen, was Deutschlands mächtigste Bosse verdienen? Klicken Sie sich durch und sehen Sie, wieviel die Konzernlenker der 30 Dax-Unternehmen kassieren. Die Zahlen stellen die Verdienste inklusive langfristiger Vergütungsbestandteile im Jahr 2011 dar. Quellen sind das manager magazin, die Humboldt Universität und das Statistische Bundesamt. © dpa
30 Martin Blessing (Commerzbank) 500.000 € © dpa
29 Thomas-B. Quaas (Beiersdorf) 1.649.000 € © dpa
28 Norbert Steiner (K+S) 2.217.000 € © dpa
27 Dr. Georg Pachta-Reyhofen (MAN) 2.626.000 € © dpa
26 Christoph Franz (Lufthansa) 2.798.000 € © dpa
25 Dr. Eckhard Cordes (Metro) 3.152.000 € © dpa
24 Ulf Schneider (Fresenius SE) 3.234.000 € © dpa
23 René Obermann (Deutsche Telekom) 3.237.000 € © dpa
22 Reto Francioni (Deutsche Börse) 3.536.000 € © dpa
21 Dr. Nikolaus von Bomhard (Münchener Rück) 3.625.000 € © dpa
20 Dr. Ben Lipps (FMC) 3.628.000 € © dpa
19 Peter Bauer (Infineon) 3.680.000 € © dapd
18 Dr. Bernd Scheifele (Heidelberg Cement) 3.757.000 € © dpa
17 Karl-Ludwig Kley (Merck) 4.200.00 € © dapd
16 Michael Diekmann (Allianz) 4.386.000 € © dpa
15 Marijn Dekkers (Bayer) 4.418.000 € © dpa
14 Dr. Johannes Teyssen (E.ON) 4.515.000 € © dpa
13 Kurt Bock (BASF) 4.749.000 € © dpa
12 Heinrich Hiesinger (ThyssenKrupp) 5.026.000 € © dpa
11 Dr. Frank Appel (Deutsche Post) 5.221.000 € © dpa
10 Kasper Rorsted (Henkel) 5.410.000 € © dpa
9 Herbert Hainer (Adidas) 5.940.000 € © dpa
8 Dr. Norbert Reithofer (BMW) 6.134.000 € © dpa
7 Dr. Jürgen Großmann (RWE) 6.408.000 € © dpa
6 Bill McDermott/ Jim Hagemann Snabe (SAP) 6.588.000 € © dpa
5 Prof. Dr. Wolfgang Reitzle (Linde) 6.741.000 € © dpa
4 Peter Löscher (Siemens) 8.623.000 € © dpa
3 Dr. Dieter Zetsche (Daimler) 8.654.000 € © dpa
2 Dr. Josef Ackermann (Deutsche Bank) 9.355.000 € © dpa
1 Prof. Dr. Martin Winterkorn (Volkswagen) 17.456.000 € © dpa

Wichtig sei, dass die von dem Bewerber angegebene Gehaltsspanne realistisch ist. Dafür müsse der Jobanwärter im Vorfeld gut recherchieren, so Friedrichsen. Er könne etwa eine kostenpflichtige, professionelle Gehaltsanalyse von einer Agentur machen lassen oder selbst im Internet schauen und etwa Daten des Statistischen Bundesamts auswerten. So wüssten Jobanwärter in einem ersten Schritt, was das marktübliche gezahlte Gehalt ist.

In einem zweiten Schritt sollten Jobanwärter das Gehalt ansehen, das sie bisher bekommen haben. Bei einem Wechsel könne man in der Regel mehr als den bisherigen Lohn verlangen, so die Expertin. Immer vorausgesetzt, dass der Lohn in der Spanne der auf dem Markt üblichen Gehälter liegt.

dpa

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