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Vorstellungsgespräch: Mit drei harten Fragen finden Arbeitgeber heraus, ob Sie es ehrlich meinen

Bewerberin im Jobinterview. Bei bestimmten Fragen sollten Bewerber im Vorstellungsgespräch auf jeden Fall ehrlich bleiben.
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Flunkern verboten: Bei bestimmten Fragen sollten Bewerber im Vorstellungsgespräch auf jeden Fall ehrlich bleiben.

Im Vorstellungsgespräch wird die Wahrheit von Bewerbern gerne „gedehnt“, um einen guten Eindruck zu hinterlassen. Personaler haben aber so ihre Tricks, um die wahren Absichten zu enttarnen.

Im Wettkampf um die besten Jobs nehmen es Bewerber oft nicht so genau mit der Wahrheit. Da wird die ausgeschriebene Stelle zum absoluten Traumjob erklärt, obwohl der satte Gehaltsscheck viel mehr lockt . Ob es ein Bewerber wirklich ernst meint und auch optimal zur gesuchten Position passt, lässt sich mit ein paar Fragen im Vorstellungsgespräch herausfinden*. Für Bewerber können diese Fragen jedoch durchaus hart werden.

Frage 1: „Warum wollen Sie diesen Job?“

So einfach sie auch klingt: Mit dieser Frage finden Personaler recht schnell heraus, wie es um die Absicht des Bewerbers steht – selbst wenn nicht jede Aussage zu 100 Prozent zutrifft. Doch selbst das sagt eine Menge über die Motivation des Bewerbers aus, meint Bewerbungsexperte und Consultant Josh Spector dem Magazin BusinessInsider: „So wird beurteilt, wie gut ein Kandidat den Beruf versteht und einschätzen kann, wonach gesucht wird. Und auch, ob die Bewerber wirklich das wollen, was der Arbeitgeber zu bieten hat.“

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Frage 2: „Auf welche anderen Stellen haben Sie sich noch beworben?“

Obwohl diese Frage zunächst zu persönlich erscheint, so hat sie für Personaler durchaus ihren Sinn: „Diese Frage zwingt den potenziellen Mitarbeiter, ehrlich zu sein“, verrät Spector. Denn sie gibt Aufschluss darüber, welcher Teil des Stellenangebots den Bewerber am meisten interessiert. Wer etwa im Gespräch zuvor betont hat, wie wichtig es ihm ist, bei einer Non-Profit-Organisation (NPO) zu arbeiten, aber dann bei dieser Frag nur gewinnorientierte Unternehmen aufzählt, dessen wahre Absichten werden schnell enttarnt.

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Im Video: Welche Lügen sind im Vorstellungsgespräch erlaubt?

Frage 3: „Was sind ihre Schwächen?“

Und auch dieser Klassiker verrät recht schnell, ob der Jobsuchende es ehrlich meint: „Die Standardantworten kennen eh alle Personalverantwortlichen. Wenn als Schwäche immer wieder Ungeduld genannt wird, ist das langweilig und nicht authentisch“, verrät Personalexpertin Nadia Grötsch im Interview mit Absolventa.de. „Ich möchte doch mit dieser Frage die Kandidaten nicht bloßstellen, sondern herausfinden, wie sie sich selbst einschätzen und ob sie reflektiert mit dieser Einschätzung umgehen. Deshalb sollte man sich vorher schlüssige und vor allem wahre Antworten überlegen“, so die erfahrene Personalerin. Wer hier flunkert, fliegt ohnehin schnell auf. Deshalb sollten Bewerber hier unbedingt bei der Wahrheit bleiben – auch wenn sie manchmal weh tut. (as) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Mehr zum Thema „Welches Tier wären Sie gerne?“ So beantworten Sie skurrile Fragen im Vorstellungsgespräch.

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Zehn Dinge, die Sie im Bewerbungsgespräch sofort disqualifizieren

Wer sich zu viel schminkt oder übermäßig stylt, der fällt bei 5 Prozent aller Personalchefs sofort durch. Wenn Sie sich also nicht gerade in einer Firma für Stylingprodukte bewerben, sollten Sie knalligen Lippenstift, zu viel Haargel oder auffälligen Lidschatten lieber sein lassen.
Wer sich zu viel schminkt oder übermäßig stylt, der fällt bei 5 Prozent aller Personalchefs sofort durch. Wenn Sie sich also nicht gerade in einer Firma für Stylingprodukte bewerben, sollten Sie knalligen Lippenstift, zu viel Haargel oder auffälligen Lidschatten lieber sein lassen. © pexels
Zu schlaff, zu stark oder verschwitzt? Ein schlechter Händedruck fällt bei sechs Prozent der Personaler negativ auf.
Zu schlaff, zu stark oder verschwitzt? Ein schlechter Händedruck fällt bei sechs Prozent der Personaler negativ auf. © pixabay
Wer mit einem Coffee-to-go oder der Coladose in der Hand beim Vorstellungsgespräch erscheint, sorgt bei 14 Prozent der Recruiter für Stirnrunzeln.
Wer mit einem Coffee-to-go oder der Coladose in der Hand beim Vorstellungsgespräch erscheint, sorgt bei 14 Prozent der Recruiter für Stirnrunzeln. © pexels
Ihr bewerbt euch für einen Job in der Bank, erscheint aber in Jeans und T-Shirt? Zu lässige Kleidung disqualifiziert Sie bei 24 Prozent aller Personalchefs. Kleiden Sie sich also lieber etwas zu schick als zu bequem - damit macht man nichts falsch.
Ihr bewerbt euch für einen Job in der Bank, erscheint aber in Jeans und T-Shirt? Zu lässige Kleidung disqualifiziert Sie bei 24 Prozent aller Personalchefs. Kleiden Sie sich also lieber etwas zu schick als zu bequem - damit macht man nichts falsch. © pexels
Gegen einen kleinen Snack vor dem Job Interview ist nichts einzuwenden - aber bitte lassen Sie Ihr Essen in der Tasche verschwinden, bevor es ernst wird. 38 Prozent aller Personaler finden es ziemlich unhöflich, wenn Sie nebenbei ihr belegtes Brot oder gar einen miefigen Döner kauen.
Gegen einen kleinen Snack vor dem Job Interview ist nichts einzuwenden - aber bitte lassen Sie Ihr Essen in der Tasche verschwinden, bevor es ernst wird. 38 Prozent aller Personaler finden es ziemlich unhöflich, wenn Sie nebenbei ihr belegtes Brot oder gar einen miefigen Döner kauen. © pixabay
Fallen Sie Ihrem Gegenüber besser nicht ins Wort: Für 39 Prozent der Recruiter ist das ein absolutes No-Go und disqualifiziert Sie auf der Stelle.
Fallen Sie Ihrem Gegenüber besser nicht ins Wort: Für 39 Prozent der Recruiter ist das ein absolutes No-Go und disqualifiziert Sie auf der Stelle. © pixabay
Eigentlich sollte das selbstverständlich sein, aber wer ungepflegt zum Bewerbungsgespräch erscheint, ist bei der Hälfte der Personalchefs unten durch. Also lieber noch einmal duschen, Haare waschen und ein Deo benutzen, bevor Sie sich auf den Weg machen.
Eigentlich sollte das selbstverständlich sein, aber wer ungepflegt zum Bewerbungsgespräch erscheint, ist bei der Hälfte der Personalchefs unten durch. Also lieber noch einmal duschen, Haare waschen und ein Deo benutzen, bevor Sie sich auf den Weg machen. © pexels
"Wer zu spät kommt, den betraft das Leben" - oder der Personalchef. Denn wer beim Vorstellungsgespräch zu spät erscheint, disqualifiziert sich sofort bei 58 Prozent der Unternehmen. Planen Sie sich also genügend Puffer für die Anfahrt ein.
"Wer zu spät kommt, den betraft das Leben" - oder der Personalchef. Denn wer beim Vorstellungsgespräch zu spät erscheint, disqualifiziert sich sofort bei 58 Prozent der Unternehmen. Planen Sie sich also genügend Puffer für die Anfahrt ein. © pixabay
Finger weg vom Handy - das gilt nicht nur beim Familienessen, sondern auch fürs Vorstellungsgespräch. Bei 71 Prozent aller Recruiter schießen Sie sich gleich ins Abseits, wenn Sie im Gespräch Ihr Telefon zücken.
Finger weg vom Handy - das gilt nicht nur beim Familienessen, sondern auch fürs Vorstellungsgespräch. Bei 71 Prozent aller Recruiter schießen Sie sich gleich ins Abseits, wenn Sie im Gespräch Ihr Telefon zücken. © pexels
Das größte No-Go für Personalchefs ist aber unhöfliches Verhalten gegenüber Mitarbeitern. Wer die Empfangsdame anzickt oder andere Mitarbeiter herumkommandiert, der fliegt bei stolzen 86 Prozent aller Personalchefs von der Kandidatenliste.
Das größte No-Go für Personalchefs ist aber unhöfliches Verhalten gegenüber Mitarbeitern. Wer die Empfangsdame anzickt oder andere Mitarbeiter herumkommandiert, der fliegt bei stolzen 86 Prozent aller Personalchefs von der Kandidatenliste. © pixabay

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