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Kennen Sie den Boreout? Sieben Anzeichen, dass Sie in Ihrem Job unterfordert sind

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Von: Nina Büchs

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Nicht nur Stress, auch Langeweile im Job und Unterforderung können krank machen. Der sogenannte Boreout kann entstehen. Achten Sie am besten auf bestimmte Alarmsignale.

Viele Routinen, permanente Unterforderung, fehlende Sinnhaftigkeit, ständige Langeweile und Unzufriedenheit im Arbeitsalltag: Wer sich hierbei angesprochen fühlt, sollte dies nicht verdrängen oder unterschätzen. Denn auf Dauer kann der Zustand zu „Boreout“ führen – mit erheblichen Auswirkungen auf die körperliche und psychische Gesundheit. Betroffene leiden unter anderem unter Schlafstörungen, einer erhöhten Infektanfälligkeit und anhaltender Erschöpfung. Auch Depressionen können nach Angaben der Helios Kliniken auftreten.

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Boreout: Depression, Gereiztheit, Infektanfälligkeit – die Symptome

Müde Frau am Laptop.
Fehlende Sinnhaftigkeit oder ständige Langeweile können Anzeichen von Boreout im Job sein. (Symbolbild) © Markus Mielek/Imago

Boreout im Job: Sieben Anzeichen zeigen, wer betroffen ist

Wie aber lässt sich feststellen, wer von Boreout betroffen ist? Die Techniker Krankenkasse hat einige Anzeichen aufgelistet, die möglicherweise einen Hinweis darauf geben könnten, ob man selbst Boreout-gefährdet ist:

Mit dem Thema Boreout haben sich auch die Schweizer Unternehmensberater Philippe Rothlin und Peter Werder auseinandergesetzt. So heißt es in ihrem Buch „Diagnose Boreout“, dass der gesamtwirtschaftliche Schaden durch Boreout in Deutschland schätzungsweise mehr als 250 Millionen Euro beträgt.

Unterforderung im Beruf – was kann man dagegen tun?

Wer sich nun in den aufgeführten Punkten wiederfindet, sollte seinen Frust nicht aufschieben, sondern handeln. Verschiedene Optionen zeigen, was man in diesem Fall selbst unternehmen kann. Der Karriere-Coach Dr. Bernd Slaghuis empfiehlt Betroffenen zum Beispiel, über interne Veränderungsmöglichkeiten nachzudenken. Eine Lösung könnte zum Beispiel sein, nach internen Stellenausschreibungen Ausschau zu halten, in denen die eigenen Stärken und das Fach- und Erfahrungswissen einen Wert haben. Eventuell gibt es dort Aufgaben oder Arbeitsbereiche, die mehr Abwechslung und Freude in den Arbeitsalltag bringen könnten. Es lohnt sich deshalb, auch mit Kollegen und Führungskräften aus anderen Abteilungen zu sprechen. Möglicherweise sollten Betroffene auch darüber nachdenken, den Arbeitsplatz und damit ihren Job zu wechseln. Fünf Fragen sollte man sich vor der Kündigung jedoch stellen. 

Um neue Kräfte zu sammeln, könnte es auch sinnvoll sein, eine Auszeit vom Arbeitsleben zu nehmen. Welche Option die richtige ist, sollten Arbeitnehmer für sich selbst entscheiden und dabei keine große Angst vor Lücken im Lebenslauf haben.

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