Neue Analyse

Ein Jahr Lockdown: Wie steht es um den Jobmarkt in Deutschland? Studie stimmt hoffnungsvoll

Ein Jahr Corona-Lockdown: Während die einen im Homeoffice ausharren, haben andere ihren Job verloren oder sind in Kurzarbeit.
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Ein Jahr Corona-Lockdown: Während die einen im Homeoffice ausharren, haben andere ihren Job verloren oder sind in Kurzarbeit.

Vor einem Jahr begann der erste Lockdown in Deutschland. Während zu Beginn viele Unternehmen auf Neueinstellung verzichteten, scheint sich nun das Blatt gewendet zu haben.

Seit dem 16. März 2020 herrscht Ausnahmezustand in Deutschland – auch am Arbeitsmarkt. Viele Unternehmen waren zu Beginn der Pandemie zögerlich, neue Mitarbeiter einzustellen. Ein Jahr später sieht die Situation anders aus.

Wie eine Studie des Jobportals Stepstone zeigt, hat der Arbeitsmarkt im Vergleich zum Vorjahr wieder deutlich angezogen. Das Portal hat für seine Analyse die Anzahl neu geschalteter Stellenanzeigen auf StepStone.de von Januar 2020 bis Mitte März 2021 ausgewertet, sowie die Zahl der neuen Mitgliedschaften und Bewerbungen* auf StepStone.de verglichen.

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Ausgeschreibene Stellen wieder auf Vor-Corona-Niveau

Das Ergebnis: Die Zahl der neu ausgeschriebenen Stellen auf dem Jobportal liegt aktuell wieder leicht über dem Niveau von Anfang März 2020 – dem Zeitraum, in dem noch keinerlei Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie galten. Im Vergleich mit dem Beginn des Lockdowns Mitte März 2020 ist die Zahl der offenen Jobs um 71 Prozent gestiegen.

„Wir merken deutlich, dass das Thema Mitarbeitergewinnung bei den Unternehmen weit oben auf der Agenda steht“, sagt Dr. Tobias Zimmermann, Arbeitsmarktexperte bei StepStone. „Für Menschen auf Jobsuche bedeutet das: Sie haben gute Chancen, eine neue Stelle zu finden, die wirklich zu ihnen passt.“ 

Offene Jobs im Handwerk, sozialen Bereich und Verwaltung

Vergleicht man die Zahl der neu veröffentlichten Jobs auf StepStone.de mit denen von vor einem Jahr, zeigt sich: Besonders stark gestiegen ist die Nachfrage beispielsweise nach Handwerker:innen (plus 132 Prozent) sowie nach Arbeitnehmer:innen im sozialen und Bildungsbereich (plus 126 Prozent). Aber auch Mitarbeiter:innen in der Verwaltung (plus 102 Prozent) sowie in der Logistik (plus 82 Prozent) sind gefragt. Neben Fachkräften mit handwerklichem Knowhow haben besonders Menschen, die in der Pflege arbeiten, derzeit gute Karten auf dem Arbeitsmarkt. Denn Pflegekräfte sind nach wie vor immens wichtig für unsere Gesellschaft – das hat die Corona-Pandemie mehr denn je gezeigt“, sagt Zimmermann.

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Deutlich mehr Bewerbungen als im Frühjahr 2020

Und wie haben sich die Jobsuchen entwickelt? Eine Analyse der Online-Jobplattform zeigt: Die Zahl der Bewerbungen über StepStone.de ist seit April 2020 um mehr als ein Drittel gestiegen. „Das Interesse an Jobs ist groß“, sagt Zimmermann. „Viele Menschen hinterfragen derzeit ihre Jobsituation – auch ausgelöst durch die Corona-Pandemie. Ist ihre Stelle krisensicher? Oder: Ist die Branche auf Dauer die richtige? Die aktuelle Situation kann daher auch Chancen bieten, einmal über den Tellerrand zu schauen und sich nach einem Job umzusehen, der wirklich zu den aktuellen Lebensumständen passt.“ *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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