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Elternzeit: Warum sich ein „Kontaktehalteprogramm“ lohnt

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Eine Frau arbeitet mit einem Kind auf dem Schoß
Mütter und Väter können während ihrer Elternzeit auch wenige Stunden arbeiten. So bleiben Arbeitgeber und Arbeitnehmer in Kontakt. © Christin Klose/dpa-tmn

Wer längere Zeit nicht im Austausch mit dem eigenen Team ist, fühlt sich irgendwann nicht mehr richtig zugehörig. Das gilt auch für die Elternzeit. Wie lässt sich der Kontakt aufrecht halten?

Köln - Wer gute Teammitglieder im Unternehmen halten möchte, sollte auch das Thema Elternzeit mit Plan und Professionalität angehen. Darauf weist Jutta Rump in einem Interview auf der Webseite des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (KOFA) hin.

Der Direktorin des Instituts für Beschäftigung und Employability (Ibe) zufolge steigt die Gefahr, dass Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter den privaten Einschnitt der Elternzeit nutzen, um sich beruflich neu zu orientieren tendenziell mit der Länge der Elternzeit.

Teammitglieder in Elternzeit über News informieren

Entscheidend sei aber auch ein Kontakthalteprogramm. Dazu gehöre eine kontinuierliche Informationspolitik, so Rump: Gibt es Neuigkeiten im Unternehmen, müssen auch Teammitglieder in Elternzeit informiert werden.

Das müsse nicht zwangsläufig die Führungskraft übernehmen. Auch andere Teammitglieder können wichtige Veränderungen zum Beispiel in einem Telefonat weitergeben - währenddessen ist auch Zeit für Klatsch und Tratsch.

Nicht mit Anrufen überfallen

Rump warnt allerdings davor, Eltern während ihrer Abwesenheit mit solchen Anrufen zu „überfallen“. Arbeitgeber müssten es auch akzeptieren, wenn Mitarbeitende in Elternzeit keinen regelmäßigen Austausch wünschen.

Um in Kontakt zu bleiben, bieten sich sonst auch Teamevents oder etwa Sommer- und Weihnachtsfeiern an. Darüber hinaus dürfen Beschäftigte während der Elternzeit auch einige Stunden arbeiten. Unter Umständen bietet sich das für eine punktuelle Urlaubsvertretung an - die Optionen sollten laut Rump aber im Vorfeld offen besprochen werden. dpa

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