Böse Folgen

Firma will Kennzeichnung: Frauen sollen in der Arbeit Anstecker tragen, wenn sie ihre Periode haben

Mit einem "Perioden-Stecker" sollen Frauen in einem japanischen Geschäft mehr Empathie bekommen.
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Mit einem "Perioden-Stecker" sollen Frauen in einem japanischen Geschäft mehr Empathie bekommen.

Ein Geschäft in Japan hat für Frauen, die ihre Regel haben, den "Perioden-Anstecker" eingeführt. Die Aktion stößt auf wenig Gegenliebe - insbesondere im Netz wird gewettert.

Eigentlich war die Aktion laut Geschäftsführung gut gemeint: Mitarbeiterinnen, die ihre Periode haben, sollten die Möglichkeit haben, darauf aufmerksam zu machen. Dafür wurden sie von ihrem Arbeitgeber dazu ermutigt, einen "Perioden-Anstecker" unter ihr Namensschild zu heften. Dieser zeigt den Cartooncharakter Miss Period, auf Deutsch Frau Periode.

"Perioden-Anstecker" soll Frauen während der Menstruation helfen

Durch die Anstecker wollte das japanische Bekleidungsgeschäft "Michi Kake", das sich in einem Kaufhaus in der Hafenstadt Osaka befindet, erreichen, dass Frauen, die menstruieren, längere Pausen und mehr Hilfe im Laden bekommen sollten. Dabei bedachten die Verantwortlichen wohl nicht, dass auch Kunden unweigerlich mit der Periode der Mitarbeiterinnen konfrontiert würden- und die reagierten empört.

"Es war niemals die Absicht, diese Informationen mit den Kunden zu teilen", erklärte die Pressesprecherin des Unternehmens laut der BBC. Die Anstecker wurden im Oktober 2019 eingeführt, konnten aber auf freiwilliger Basis benutzt werden. Die Idee zu der Kennzeichnung stammte sogar von den Mitarbeiterinnen selbst, als eine neue Abteilung im Laden eröffnet wurde, die dem "Wohlbefinden von Frauen" gewidmet war. Bei "Michi Kake" handelt es sich um ein Geschäft für Artikel rund um den weiblichen Körper und die Menstruation.

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Shitstorm wegen "Perioden-Anstecker" lässt nicht lange auf sich warten

Die Anstecker seien zudem dazu da, das gesellschaftliche Tabu um die Periode zu bekämpfen, wie Geschäftsführer Takahiro Imazu gegenüber WWD Japan erklärte. Allerdings nahmen Kunden und die Öffentlichkeit - insbesondere im Ausland - die Aktion nicht gut auf. Demnach hätte es laut dem Kaufhaus Daimaru, in dem sich das Geschäft befindet, "viele Beschwerden" gegeben, manche von ihnen "bezüglich Belästigung".

Auch im Netz ziehen User über das Kaufhaus her: "Das Stigma rund um Perioden beenden, indem man menstruierenden Frauen nahelegt, der ganzen Welt mitzuteilen, dass sie bluten? Klingt nach einer völlig vernünftigen und garantiert nicht stigmatisierenden Idee!", empört sich zum Beispiel eine Twitter-Nutzerin:

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Wie eine Pressesprecherin des Geschäfts erklärte, fühlten sich auch nicht alle Mitarbeiterinnen mit den Ansteckern wohl und zeigten sich zurückhaltend, diese zu tragen. Das Unternehmen will die Praktik zwar nicht ganz vernachlässigen, aber einen Weg finden, Frauen während der Periode zu unterstützen ohne die Öffentlichkeit in Alarmbereitschaft zu versetzen.

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