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Mitarbeiter kassiert 90.000 Dollar fürs Nichtstun – und keiner merkt es

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Von: Andrea Stettner

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Ein Mann legt seine Füße auf den Schreibtisch. Im Büro hätten es wohl einige mitbekommen, wenn ein Mitarbeiter nichts zu tun hat. (Symbolbild)
Im Büro hätten es wohl einige mitbekommen, wenn ein Mitarbeiter nichts zu tun hat. (Symbolbild) © ingimage/Imago

Ein gut bezahlter IT-Spezialist automatisiert im Homeoffice seinen Job. Sein Arbeitgeber ahnt nichts – und das schon seit über einem Jahr.

Die Digitalisierung hat so seine Vorteile, erspart sie uns doch eine Menge Arbeit. Diesen Umstand wollte sich auch ein junger IT-Spezialist zu Nutze machen: Im Homeoffice ergriff er die Chance und automatisierte seinen Job. Statt zu arbeiten spielt er lieber Videospiele – und kassiert dafür auch noch ein stattliches Gehalt*. Auf der Plattform Reddit berichtet er nun, wie ihm das gelang.

Im Homeoffice ergreift Mitarbeiter Chance aufs Nichtstun

„Ich arbeite in einer mittelgroßen Anwaltskanzlei und wurde als IT-Spezialist angestellt, um die digitalen Beweise für Verhandlungen zu verwalten“, berichtet er unter dem Psyeudonym „Throwaway59724“ auf Reddit. Die Jobbeschreibung klang gut. Er musste lediglich einen Cloud-Server betreuen, auf dem Beweise und Dokumente von den Anwälten hochgeladen wurden. Doch schnell bemerkte er, dass dieser Job keineswegs Arbeit für einen Vollzeitjob bot. Deshalb trödelte er im Büro oft herum.

Als dann die Pandemie kam und er ins Homeoffice geschickt wurde, ergriff er die Chance, seine Arbeit ganz einzustellen – und stattdessen den Computer für sich arbeiten zu lassen. „Innerhalb einer Woche gelang es mir, ein Skript zu entwickeln und zum Laufen zu kriegen, das meinen kompletten Job erledigte“, erklärt er sein Vorgehen. Seine einzige Aufgabe bestand noch darin, zu prüfen, ob alle einkommenden Dateien hochgeladen wurden. „Ich sitze vielleicht 10 Minuten am Tag am Schreibtisch“, berichtet er weiter.

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90.000 Dollar Gehalt – und niemand bemerkt den Schwindel

Sein süßes Nichtstun ließ er sich gut bezahlen: Satte 90.000 Dollar kassiert er pro Jahr in seinem Job. Doch von schlechtem gewissen keine Spur: „Am Anfang fühlte ich mich etwas schuldig, dass ich die Kanzlei abzocke. Aber dann überzeugte ich mich, dass es schon in Ordnung sei. So lange jeder bekommt was er möchte, entsteht ja kein Schaden“, erklärt er sich. Und  solange alles funktioniere, würde ohnehin niemand Verdacht schöpfen. Deshalb habe er auch keine Angst, gefeuert zu werden. Angeblich geht die Sache jetzt schon seit einem Jahr gut. Ob sein Chef ihm noch auf die Schliche kommt, bleibt abzuwarten. Übrigens, in diesen Berufen verdienen Sie das beste Gehalt. (as) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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