Krankenstand der Deutschen steigt weiter

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Deutsche Arbeitnehmer blieben 2011 häufiger wegen Krankheit zuhause.

Berlin - Arbeitnehmer in Deutschland werden immer häufiger krankgeschrieben. In diesem Jahr stieg die Zahl der Krankmeldungen zum fünften Mal in Folge an.

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Immer häufiger fallen Arbeitnehmer wegen psychischer Erkrankungen aus: In den ersten drei Quartalen 2011 stieg die Zahl der Krankheitstage aufgrund seelischer Leiden um 13,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, wie der BKK Bundesverband am Donnerstag in Berlin mitteilte. Damit hätten psychische Erkrankungen maßgeblich zum höchsten Krankenstand insgesamt seit fünf Jahren beigetragen: Von Januar bis September waren am Tag im Schnitt 4,2 Prozent der Belegschaft krankgeschrieben.

In den ersten drei Quartalen 2010 lag dieser Anteil bei 4,0 Prozent. Besonders hohe Ausfallraten verzeichneten die Betriebe im Februar: Wegen einer Grippewelle in diesem Monat nahm der Krankenstand im ersten Quartal um fast zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Die Zahlen basieren auf der monatlichen Krankenstand-Statistik des BKK Bundesverbandes, in dem die Gesundheitsdaten von 12,1 Millionen Versicherten ausgewertet werden.

Psychisch Erkrankte fehlen im Schnitt 35,2 Tage lang, während es bei durchschnittlichen körperlichen Beschwerden nur 12,8 Tage sind. Jeder dritte Tag, für den die Kassen Krankengeld zahlen, ist damit inzwischen durch eine psychische Störung bedingt, teilte die Techniker Krankenkasse (TK) mit. Insgesamt sind die Ausgaben für das Krankengeld nach Angaben der TK im Laufe der vergangenen fünf Jahre um fast 37 Prozent auf 7,8 Milliarden Euro in 2010 gestiegen.

dpa/dapd

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