Bewerbungstipp

Lebenslauf: Google-Mitarbeiterin verrät, auf welche Punkte Personaler besonderen Wert legen

Der Lebenslauf sollte perfekt sitzen, denn bei den Bewerbungsunterlagen nimmt er inzwischen den größten Stellenwert ein. Worauf Personaler besonders Wert legen, verrät eine Personalchefin von Google.

Google zählt seit Jahren zu den beliebtesten Arbeitgebern der Welt. Rund 3 Millionen Bewerbungen soll der Suchmaschinen-Konzern jedes Jahr erhalten. Doch anders, als viele vermuten würden, wird der Lebenslauf* hier tatsächlich noch von Personalern gelesen – und nicht von einem Bot nach Schlüsselwörtern abgescannt.

Personaler bei Google prüfen jeden einzelnen Lebenslauf

„Bei Google verlassen wir uns bei der Einstellung immer noch auf Menschen – das ist das Wichtigste, was wir tun“, erklärt Kyle Ewing, Personal-Chefin bei Google, dem US-Magazin Fast Company. „Wir schulen die Leute darin, Lebensläufe auf Fähigkeiten und Kompetenzen zu prüfen.“ Deshalb ist es für Bewerber so wichtig, dass die Bewerbungsunterlagen all seine Talente und Errungenschaften widerspiegeln. Uns das ist immer wichtig, egal ob Sie sich bei Google bewerben oder bei einer anderen Firma.

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Im Lebenslauf sollten sich Bewerber besonders auf vier Punkte konzentrieren.

Lebenslauf: Vier Punkte sind Personalern besonders wichtig

Laut der Personal-Expertin sollten Bewerber besonders auf vier Punkte in ihrem Lebenslauf achten, und entsprechend Zeit darin investieren:

  1. Ihre Erfahrungen: Bewerber sollten den Lebenslauf nutzen, nicht nur Joberfahrungen oder Schulabschlüsse aufzulisten. Wer persönliche Herzens-Projekte, den Job als Nachhilfelehrer oder sein Engagement in einem Ehrenamt aufführt, zeichnet von sich ein ganzheitliches Bewerberbild.
  2. Ihre Erfolge: Nennen Sie Ihre Erfolge im Curriculum Vitae (CV) und belegen diese mit Zahlen. Jedoch ohne damit zu prahlen, so etwa: „Ich habe den Umsatz von 15 kleinen Geschäftskunden gegenüber dem Vorquartal um 10 Prozent gesteigert, indem ich neue Softwarefunktionen eingeführt habe.“
  3. Schlüsselwörter hervorheben & Bulletpoints verwenden: Scannen Sie die Stellenbeschreibung nach relevanten Schlüsselbegriffen ab. Welche Ihrer Kennnisse und Fähigkeiten passen dazu? Diese sollten Bewerber unbedingt in ihrem CV nennen. Wer zusätzlich Bulletpoints zur Gliederung des Lebenslaufs verwendet, erleichtert Personalern, dass sie ihn auch bis zum Ende durchlesen.
  4. Warum Sie in das Unternehmen passen: Wer jetzt noch deutlich macht, warum er das Team mit seinen Fähigkeiten und seiner Lebenserfahrung bereichern kann, hat gute Karten auf ein Vorstellungsgespräch.

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(as) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Mehr zum Thema: Diese Angabe im Lebenslauf ist nicht nur überflüssig - sie kann Ihnen wirklich schaden.

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Personaler verraten: So sieht der perfekte Bewerber aus

Wie sieht der perfekte Bewerber aus? Diese Frage stellte das Staufenbiel Institut und Kienbaum 300 Personalern in Deutschland. Das Ergebnis sehen Sie hier:
Wie sieht der perfekte Bewerber aus? Diese Frage stellte das Staufenbiel Institut und Kienbaum 300 Personalern in Deutschland. Das Ergebnis sehen Sie hier: © pexels
Der perfekte Bewerber ist Wirtschaftswissenschaftler. Rund 79 Prozent aller befragten Unternehmen suchen Kandidaten dieser Fachrichtung. Auch Informatiker und Ingenieure haben gute Karten auf dem Arbeitsmarkt.
Der perfekte Bewerber ist Wirtschaftswissenschaftler. Rund 79 Prozent aller befragten Unternehmen suchen Kandidaten dieser Fachrichtung. Auch Informatiker und Ingenieure haben gute Karten auf dem Arbeitsmarkt. © dpa
Während seines Studiums war er Praktikant. 73 Prozent der Personaler bevorzugen Bewerber, die bereits im Studium Praxiserfahrung gesammelt haben. Und sogar 81 Prozent überzeugt Erfahrung mehr als gute Abschlussnoten.
Während seines Studiums war er Praktikant. 73 Prozent der Personaler bevorzugen Bewerber, die bereits im Studium Praxiserfahrung gesammelt haben. Und sogar 81 Prozent ist Erfahrung wichtiger als gute Abschlussnoten. © dpa
Apropos Abschlussnoten: Für 58 Prozent der Personaler sollte der perfekte Bewerber einen guten Abschluss haben. Hier spielt aber die Branche eine große Rolle: Banken und Finanzdienstleister legen mit 68 Prozent mehr Wert auf gute Noten. Der höhere Master-Abschluss zählt vor allem im Bereich Gesundheit, Chemie und Pharmazie.
Apropos Abschlussnoten: Für 58 Prozent der Personaler sollte der perfekte Bewerber einen guten Abschluss haben. Hier spielt aber die Branche eine große Rolle: Banken und Finanzdienstleister legen mit 68 Prozent mehr Wert auf gute Noten. Der höhere Master-Abschluss zählt vor allem im Bereich Gesundheit, Chemie und Pharmazie. © dpa
Wer einmal ein Jahr im Ausland verbracht hat, kann sich glücklich schätzen: Recruiter schätzen Zusatzqualifikationen wie Englischkenntnisse (77 Prozent) und Auslandserfahrung (38 Prozent).
Wer einmal ein Jahr im Ausland verbracht hat, kann sich glücklich schätzen: Recruiter schätzen Zusatzqualifikationen wie Englischkenntnisse (77 Prozent) und Auslandserfahrung (38 Prozent). © pixabay
Der perfekte Bewerber muss außerdem mit einem ganzen Katalog an Soft Skills aufwarten. Besonders gefragt bei Personalern: Eigeninitiative (100 Prozent), Leistungsbereitschaft (98 Prozent), Kommunikationsfähigkeit (95 Prozent) und Teamfähigkeit (94 Prozent).
Der perfekte Bewerber muss außerdem mit einem ganzen Katalog an Soft Skills aufwarten. Besonders gefragt bei Personalern: Eigeninitiative (100 Prozent), Leistungsbereitschaft (98 Prozent), Kommunikationsfähigkeit (95 Prozent) und Teamfähigkeit (94 Prozent). © iStockphoto / AndreyPopov
Bei der Bewerbung erwarten Personaler Perfektion: Rechtschreibfehler sind ein absolutes No-Go - rund 60 Prozent aller Personaler sortieren eine fehlerhafte Bewerbung sofort aus. Ein falscher Ansprechpartner oder Unternehmensname führt bei 54 Prozent zum Aus.
Bei der Bewerbung erwarten Personaler Perfektion: Rechtschreibfehler sind ein absolutes No-Go - rund 60 Prozent aller Personaler sortieren eine fehlerhafte Bewerbung sofort aus. Ein falscher Ansprechpartner oder Unternehmensname führt bei 54 Prozent zum Aus. © dpa
Das Herzstück einer Bewerbung ist der Lebenslauf, auch CV (kurz für "Curriculum Vitae") genannt. Etwa drei Viertel aller Personaler widmet sich erst dem Lebenslauf - allerdings nehmen sich dafür rund 40 Prozent nur fünf Minuten oder weniger Zeit.
Das Herzstück einer Bewerbung ist der Lebenslauf, auch CV (kurz für "Curriculum Vitae") genannt. Etwa drei Viertel aller Personaler widmet sich erst dem Lebenslauf - allerdings nehmen sich dafür rund 40 Prozent nur fünf Minuten oder weniger Zeit. © pixabay
Nach dem Lebenslauf kommt das Anschreiben. Hier bevorzugen Personaler eine übersichtliche Struktur statt kreativem Design.
Nach dem Lebenslauf kommt das Anschreiben. Hier bevorzugen Personaler eine übersichtliche Struktur statt kreativem Design. © pixabay
Über das private Facebook-Profil müssen sich Bewerber allerdings keine Sorgen machen: Nur drei Prozent der befragten Personaler checken Kandidaten über Social Media.
Über das private Facebook-Profil müssen sich Bewerber allerdings keine Sorgen machen: Nur drei Prozent der befragten Personaler checken Kandidaten über Social Media. © pexels

Rubriklistenbild: © IMAGO / Westend61

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