Mehr Geld für Arbeiter

Mindestlohn auf dem Bau steigt rückwirkend zum 1. Januar – So viel Geld ist drin

Euro-Geldscheine stehen aufrecht in einer Reihe. Der Mindestlohn im Baugewerbe steigt 2021 wieder an.
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Der Mindestlohn im Baugewerbe steigt 2021 wieder an.

Im Baugewerbe steigt 2021 der Mindestlohn. Er wird rückwirkend zum 1. Januar ausgezahlt. Wieviel Geld Hilfs- und Facharbeitern nun mindestens gezahlt wird, erfahren Sie hier.

Der Branchenmindestlohn für das Bauhauptgewerbe steigt wieder an, und zwar rückwirkend zum 1. Januar 2021. Dies teilte die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) Anfang Februar mit.

Wie hoch ist der Mindestlohn im Baugewerbe?

Im Jahr 2021 werden Bauarbeitern* folgende Mindestlöhne gezahlt:

  • Mindestlohn 1 (Ost und West) für Helfertätigkeiten: 12,85 Euro (2020: 12,55 Euro)
  • Mindestlohn 2 (West) für Facharbeiter: 15,70 Euro (2020: 15,40 Euro)
  • Mindestlohn 2 (Berlin) für Facharbeiter: 15,55 Euro (2020: 15,25 Euro)

Der Mindestlohn 1 gilt bundesweit für Helfertätigkeiten auf dem Bau. Der Mindestlohn 2 wird nur in den westdeutschen Bundesländern und Berlin gezahlt, wenn überwiegend fachlich begrenzte Tätigkeiten ausgeübt werden.

Der Mindestlohn soll für zwölf Monate gelten. Seine Allgemeinverbindlichkeit soll noch beim Bundesarbeitsministerium für Arbeit und Soziales beantragt werden, teilt die IG-BAU mit.

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Wie unterscheidet sich der Branchenmindestlohn vom gesetzlichen Mindestlohn?

Der Mindestlohn im Baugewerbe ist ein sogenannter Branchenmindestlohn. Dieser stellt die unterste Lohngrenze für Beschäftigte einer Branche dar. Ein Branchenmindestlohn wird in Tarifverhandlungen zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern ausgehandelt und anschließend für allgemeinverbindlich erklärt.

Der gesetzliche Mindestlohn fungiert dagegen als unterste Lohngrenze für alle Arbeitnehmer in Deutschland, bis auf wenige Ausnahmen. Er beträgt derzeit 9,50 Euro (noch bis 30. Juni 2021). Liegt der Branchenmindestlohn über dem gesetzlichen Mindestlohn, so wird immer der Branchenmindestlohn gezahlt. „Kein Arbeitgeber dieser Branche darf in diesem Fall den allgemeinverbindlichen Branchenmindestlohn mit Hinweis auf den (niedrigeren) gesetzlichen Mindestlohn kürzen“, teilt der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) auf seiner Internetseite mit.

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Platz 10: Maurer verdienen in ihrer dreijährigen Lehrzeit zwischen 550 und 1.200 Euro.
Platz 10: Maurer verdienen in ihrer dreijährigen Lehrzeit zwischen 550 und 1.200 Euro brutto. © Lino Mirgeler / dpa
Platz 9: Verwaltungsfachangestellte bekommen 700 bis 800 Euro brutto.
Platz 9: Angehende Verwaltungsfachangestellte bekommen 700 bis 800 Euro brutto. © Peter Steffen / dpa
Platz 8: Fachinformatiker erhalten monatlich zwischen 700 und 900 Euro brutto.
Platz 8: Fachinformatiker erhalten in der Ausbildung monatlich zwischen 700 und 900 Euro brutto. © Jan Woitas / dpa
Platz 7: Dank Nacht- und Wochenendzuschlägen können angehende Polizisten bis zu 1.100 Euro verdienen.
Platz 7: Dank Nacht- und Wochenendzuschlägen können angehende Polizisten bis zu 1.100 Euro verdienen. © Stefan Sauer / dpa
Platz 6: Technische Zeichner (auch technische Produktdesigner oder technische Systemplaner) verdienen in der Lehrzeit 700 bis 1.000 Euro brutto.
Platz 6: Technische Zeichner (auch technische Produktdesigner oder technische Systemplaner) verdienen in der Lehrzeit 700 bis 1.000 Euro brutto. © pixabay / 422737
Platz 5: Ob in KfZ-Betrieben, in der Luft- und Raumfahrt oder im medizinischen Bereich: Mechatroniker dürfen sich in der Ausbildung über ein ordentliches Gehalt von 800 bis 1.000 Euro brutto freuen.
Platz 5: Ob in KfZ-Betrieben, in der Luft- und Raumfahrt oder im medizinischen Bereich: Mechatroniker dürfen sich in der Ausbildung über ein ordentliches Gehalt von 800 bis 1.000 Euro brutto freuen. © Oliver Berg / dpa
Platz 4: Bankkaufleute gehören seit jeher zu den Besserverdienenden. Azubis verdienen im Monat etwa 650 bis 1.000 Euro brutto.
Platz 4: Bankkaufleute gehören seit jeher zu den Besserverdienenden. Azubis verdienen im Monat etwa 650 bis 1.000 Euro brutto. © Matthias Balk / dpa
Platz 3: Ebenso gut ergeht es Azubis im Finanzbereich. Angehende Versicherungskaufleute verdienen etwa 650 bis 1.000 Euro brutto.
Platz 3: Ebenso gut ergeht es Azubis im Finanzbereich. Angehende Versicherungskaufleute verdienen etwa 650 bis 1.000 Euro brutto. © pixabay / Free-Photos
Platz 2: Binnenschiffer kann man zwar nicht überall werden, aber die Ausbildung lohnt sich: Hier sind zwischen 800 und 1.100 Euro brutto drin.
Platz 2: Binnenschiffer kann man zwar nicht überall werden, aber die Ausbildung lohnt sich: Hier sind zwischen 800 und 1.100 Euro brutto drin. © Philipp Schulze / dpa
Platz 1: Die Pole-Position geht mit großem Abstand an die Azubis der Fluglotsen. Im zweiten und dritten Lehrjahr sind Spitzengehälter von 3.000 bis 4.500 Euro brutto drin.
Platz 1: Die Pole-Position geht mit großem Abstand an die Azubis der Fluglotsen. Im zweiten und dritten Lehrjahr sind Spitzengehälter von 3.000 bis 4.500 Euro brutto drin. © Ingo Wagner / dpa

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