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Wie viele Stunden dürfen Minijobber im Monat arbeiten?

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Von: Andrea Stettner

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Nebenjob-Ordner. Minijobber müssen ihre Stunden im Auge behalten, um nicht über die Verdienstgrenze von 450 Euro im Monat zu gelangen.
Minijobber müssen ihre Stundenzahl im Auge behalten, um nicht über die Verdienstgrenze von 450 Euro im Monat zu gelangen. (Symbolbild) © Panthermedia/Imago

Minijobber müssen die monatliche Verdienstgrenze von 450 Euro einhalten, um keine Abzüge zu riskieren. Wie viele Stunden erlaubt sind, hängt vom Stundenlohn ab.

Ein Minijob ist für viele Menschen in Deutschland eine gute Möglichkeit, um sich jeden Monat Geld dazu zu verdienen. Minijobs* gehören zu den geringfügigen Beschäftigungen, bei der keine Steuern und Abgaben auf den Lohn gezahlt werden. Beschäftigte erhalten also „brutto für netto“ – jedoch nur, wenn die monatliche Verdienst-Obergrenze von derzeit 450 Euro eingehalten wird (Stand: 28. Februar 2022). Lediglich drei Überschreitungen in 12 Monaten sind erlaubt, andernfalls können Minijobber in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung rutschen. Doch wie viele Stunden sind Minijobbern im Monat erlaubt?

Lesen Sie auch: Minijob: Was passiert, wenn ich die 450-Euro-Grenze überschreite?

Minijob: So viele Stunden sind bei einem 450-Euro-Job im Monat erlaubt

Beim Minijob gibt es offiziell keine Begrenzung der wöchentlichen oder monatlichen Arbeitszeit. Minijobber dürfen jedoch nur so viele Stunden arbeiten, dass sie die monatliche Verdienstgrenze von 450 Euro nicht überschreiten. Die Stundenzahl hängt also maßgeblich vom Stundenlohn ab – je höher der Lohn ausfällt, desto weniger dürfen Minijobber arbeiten. Wer zum Beispiel einen Stundenlohn von 10 Euro erhält, darf maximal 45 volle Stunden im Monat arbeiten. Die Untergrenze beim Stundenlohn von Minijobs legt übrigens der aktuell gültige Mindestlohn fest. In der folgenden Übersicht haben wir die maximalen Arbeitszeiten passend zum jeweiligen Stundenlohn aufgelistet:

StundenlohnStunden pro Monat (maximal)
9,82 Euro (Mindestlohn vom 1.1.2022 bis 30.6.2022)45,82
10 Euro45
10,45 Euro (Mindestlohn vom 1.7.2022 bis 31.12.2022)43,06
11 Euro40,90
12 Euro (geplanter Mindestlohn ab 1.10.2022)37,5
13 Euro34,61

Mindestlohn steigt: Betroffene Minijobber müssen Arbeitszeit anpassen

Minijobber müssen bei ihrer Stundenzahl jedoch stets gut aufpassen. Steigt der gesetzliche Mindestlohn, kann eine Anpassung der Stundenzahl erforderlich sein. Allein im Jahr 2022 sind mindestens zwei Erhöhungen des Mindestlohns vorgesehen (zum 1. Januar auf 9,82 Euro, zum 1. Juli auf 10,45 Euro). Zum 1. Oktober 2022 plant die Bundesregierung außerdem, den Mindestlohn auf 12 Euro anzuheben. Zudem ist eine Erhöhung der Verdienstgrenze von 450 Euro auf 520 Euro im Gespräch. In diesem Fall könnten Minijobber die Stundenzahl wieder erhöhen. (as) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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