Rentner: Jeder zweite hätte gerne länger gearbeitet

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Jeder zweite Rentner hätte sich vorstellen können, über die gesetzliche Altersgrenze hinaus zu arbeiten

Berlin - Mehr als die Hälfte der deutschen Rentner hätte gerne länger im Beruf gearbeitet. Doch es gibt zahlreiche Gründe, warum das schwierig ist.

Die aktuelle Forsa-Umfrage zu dem Thema wurde im Auftrag des Generali Zukunftsfonds erstellt. Auf die Frage, ob sie sich hätten vorstellen können, über die gesetzliche Altersgrenze hinaus zu arbeiten, antworteten 54 Prozent der Ruheständler mit Ja. Bei den 45- bis 65-Jährigen lag die Zustimmungsquote dagegen nur bei einem Drittel (34 Prozent) - und das unter der Voraussetzung, dass Gesundheit und rechtliche Rahmenbedingungen dies zulassen.

Eine deutliche Mehrheit bei Erwerbstätigen und Rentnern (62 bzw. 58 Prozent) ist der Auffassung, dass ältere Arbeitnehmer im Job nicht genug Wertschätzung erfahren. Als hilfreich für eine längere Berufstätigkeit nennen 85 Prozent der befragten Beschäftigten flexible Arbeitszeitmodelle. Das Gefühl, mit Mitte 60 noch zu jung für die Rente zu sein, nannten 48 Prozent der Erwerbstätigen und 49 Prozent der Ruheständler.

Für den Demografie-Forscher Axel Börsch-Supan zeigen die Ergebnisse: “Viele Widerstände gegen die Rente mit 67 beruhen auf der falschen Annahme, dass die meisten Älteren ausgelaugt und krank sind.“ Dies sei aber die Ausnahme und nicht die Regel. Wegen der weiter steigenden Lebenserwartung führe kein Weg an der Rente mit 67 vorbei.

dpa

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