Studie: Erhöhte Fehlzeiten in Firmen wegen Depressionen

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Laut TK-Studie gibt es immer häufiger Fälle von depressionsbedingten Fehlzeiten in deutschen Unternehmen. Foto: Julian Stratenschulte

Berlin (dpa) - Die Zahl der Fehltage in Unternehmen aufgrund von Depressionen ist seit dem Jahr 2000 um fast 70 Prozent gestiegen. Das geht aus dem sogenannten Depressionsatlas hervor, den die Techniker Krankenkasse (TK) in Berlin vorgestellt hat.

Depression ist ein immer häufiger Krankheitsgrund in deutschen Unternehmen. Von 2000 bis 2013 nahm demnach der Anteil der Erwerbspersonen, die vom Arzt Antidepressiva verschrieben bekamen, um ein Drittel auf sechs Prozent zu. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Techniker Krankenkasse. Im Verhältnis zu Erkältungen oder Rückenbeschwerden würden mit 1,6 Prozent zwar wesentlich weniger Menschen aufgrund von Depressionen krankgeschrieben. Die es treffe, fielen aber sehr lange aus - im Durchschnitt 64 Tage, erläuterte der TK-Vorstandsvorsitzende Jens Baas. Für ein Unternehmen mit 250 Mitarbeitern bedeute dies, dass vier Beschäftigte gut zwei Monate im Jahr fehlten. Mit Urlaub bleibe hier allein ein Arbeitsplatz aufgrund von Depressionen unbesetzt.

Als Depression im medizinischen Sinn gelten nicht die depressiven Verstimmungen, die etliche Menschen zeitweise haben. Zu den vielfältigen Symptomen der psychischen Erkrankung zählen eine anhaltend gedrückte Stimmung, eine Hemmung von Antrieb und Denken und ein Interessenverlust, hinzu kommen variierende körperliche Symptome.

Depressionsatlas 2015

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